89 Kilo schweren Heilbutt gefangen

Loni Wahler macht den Fang seines Lebens

Da darf Loni Wahler zu Recht stolz sein: Das ist der Fang seines Lebens, ein Heilbutt von enormer Größe.2014/09/wahler_fisch_1.jpg

ALTDORF – „Dieses Reiseziel ist wie geschaffen für Meeresangler, die einen rundum gelungenen Angelurlaub erleben möchten“ schwärmt der Reiseprospekt: Für das Mitglied des Altdorfer Fischereivereins und Senior vom Partydienst Wahler, Leonhard „Loni“ Wahler (75) wurde die diesjährige Tour zum Höhepunkt seiner Angler-Passion.

Er machte vor Skjervøy in Nordnorwegen einen großartigen und nicht alltägllichen Fang und zog einen 89 Kilo schweren und imposanten 1,89 Meter langen Heilbutt aus dem Wasser. Der Fang ist in Fachkreisen noch immer Tagesgespräch, nachdem sich niemand erinnern kann, dass je ein Heilbutt dieses Kalibers dort an die Angel ging.

Begeistert schildert Loni Wahler den Tag, an dem er den Fang seines Lebens machte: „Es war der dritte Tag in Skjervøy. Ich weiß gar nicht mehr so genau, wie oft ich nun schon hier war. Immer wieder und jedes Jahr im Camp von Kingfisher in Skjervøy. Viele Male habe ich nun schon hier gefischt, etliche Stunden habe ich an diesem wunderbaren Ort, auf dieser unendlich schönen See verbracht. Viele gute Fänge haben wir hier schon gemacht.

Doch dieser Tag sollte etwas Besonderes für mich werden. Es war ca. drei Uhr morgens und wir hatten auch schon den ein- und anderen schönen Dorsch geangelt.  Wie so oft schon, um diese Jahreszeit, hatten wir wunderbares Wetter, eine nicht zu stille See und gute Strömung bei sonnigen 15 Grad und fischten in ca. 80 Meter Tiefe mit einem 500-Gramm Pilger.

Mein Freund Frigge, welcher bereits als fester Bestandteil der Crew zählt, hat soeben einen schönen 20 Kilo schweren Heilbutt ins Boot geholt und wir waren noch voller Freude über diesen Fang, da fing meine 2,30 Meter-Penn das schlagen an und bis ich an die Rute kam, liefen bereits etliche Meter meiner 35iger Geflochtenen von der Rolle. 

Mir war sofort klar, das kann nur etwas Großes sein. Ich riss meine Rute aus dem Halter und schlug, so fest ich konnte, an.  Wer dieses Gefühl kennt, weiß wovon ich spreche und kann sicherlich nachvollziehen, was jetzt in mir vorging. Meine Shimano surrte und ließ etliche Meter von der Rolle, ich konnte nur zusehen und nichts dagegen mache. Meine Pennrute bog sich und ich hielt dagegen. Kurz dachte ich noch, dass mir die Schnur nicht reicht, dann hielt er endlich inne. Ich begann zu pumpen, Meter um Meter und der Widerstand verriet mir, das ist definitiv etwas Besonderes.

Nach ca. eineinhalb Stunden sah ich ihn dann zum ersten Mal an der Wasseroberfläche, aber nur kurz, denn dann mobilisierte er all seine Kraft und zog wieder in die Tiefe. Nach weiteren 45 Minuten, meine Schulter schmerzte, aber das Adrenalin, welches in meinen Körper schoss, ließ das alles vergessen, war er dann geschlagen.

Frigge harpunierte ihn gekonnt und er hatte verloren. Zum Glück waren wir zu viert auf dem Boot. In Zusammenarbeit mit Kurt und Werner waren wir erst in der Lage, den Fisch zu landen. Sage und schreibe 1,87 Meter und 89 Kilo lagen nun vor einem vollkommen erschöpften aber überglücklichen Loni Wahler.“
Keine Frage, dass die Delikatesse im Feinkostgeschäft von Sohn Herbert in der Leyherstraße 101 in Nürnberg landete. Noch in Norwegen wurde der Fisch zerlegt und eingesalzen und dann in Nürnberg weiter verarbeitet.

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