Planung für Ludersheim steht

Konzept für Hochwasserschutz

Routine-Einsatz für die Ludersheimer Feuerwehr: Bei Starkregen laufen die Gräben im Ort über, das Wasser überflutet Straße und Keller. Das Foto zeigt einen Einsatz im Juni 2017. Foto: Alex Blinten2020/07/ueberschwemmung-ludersheim-scaled.jpg

Ludersheim. Seit Jahren ist es immer wieder dasselbe Drama bei Starkregen: Wassermassen ergießen sich aus Richtung Autobahn und Bahndamm sowie von den höher gelegenen Feldern nach Ludersheim und überfluten Straßen und Keller. Bürgermeister Martin Tabor spricht von einer Never-Ending-Story. Die soll aber jetzt, nach gründlicher Untersuchung durch das Ingenieurbüro Christofori, endlich doch ein Ende finden. Zum wiederholten Mal hat Ingenieur Erwin Christofori im Stadtrat Bausteine seines Hochwasserschutzkonzepts vorgestellt, das die Bürgervertreter dann auch einstimmig absegneten. Einziger Wermutstropfen: Die Arbeiten werden sich über Jahre hinziehen. Erst 2028 sollen sie abgeschlossen sein.

Seit 2018 arbeitet das Ingenieurbüro an der Erstellung des Konzepts, dessen Rohfassung Christofori im vergangenen November in Altdorf erläutern konnte (wir berichteten). Jetzt ist es fertig, eine Kombination aus Rückhaltebecken, Ableitung, Rohrleitungsbau und Grabenneubau. Dabei gilt es allerdings, eine Klippe zu umschiffen: Die Stadt braucht für einige Baumaßnahmen Privatgrund, den verschiedene Eigentümer nicht abtreten wollen.

Vier Bauabschnitte

Trotzdem will Altdorf jetzt in die Umsetzung des Konzepts eintreten, abschnittsweise, wobei die wegen der Grundabtretung problematischen Bereiche erst in einem letzten Bauabschnitt in Angriff genommen werden sollen.

Christofori hat vier Bauabschnitte geplant: Der Brennpunkt Äußere Fischbacher Straße ist für 2023 vorgesehen, dann folgt die Werkstraße 2024/25, anschließend die Verrohrung der Herrnau 2026 und 2028 der Bau von Rückhaltebecken im Bereich der alten Ziegelei.

„Warum dauert das so lange?“

Während sich Bürgermeister Tabor im Anschluss an Christoforis Erläuterungen froh darüber äußert, dass man den Ludersheimern jetzt helfen kann, hakt CSU-Fraktionssprecher Thomas Kramer nach, warum das ganze so lange dauert. Hier geht es in erster Linie um Zuwendungen, erfuhr er von Christofori. „Das muss alles mit der Regierung abgestimmt werden.“

Überstürzen wollen die Altdorfer trotz der prekären Lage in Ludersheim nichts. „Wir müssen überlegen, wie wir das haushaltstechnisch abwickeln“, sagt Thomas Dietz (FW/UNA).

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