Geschäftsstellen des Boten öffnen wieder

In die Karten geschaut?

„Man muss nicht gleich am Montag auf der Matte stehen“, sagt Service-Mitarbeiterin Christine Käser. In Corona-Zeiten gilt mehr Kulanz bei der Rückabwicklung des Kartenkaufs als sonst. | Foto: Christian Geist2020/05/Feucht-Geschaeftsstelle-Christine-Kaeser-scaled.jpg

FEUCHT/ALTDORF – Ab Montag öffnet der Bote wieder seine Geschäftsstellen. Für die Rückgabe 
von Tickets entscheidend ist, ob eine Veranstaltung abgesagt oder nur verschoben wurde.

Fußballländerspiel, Deutschland gegen Italien in Nürnberg. Rock im Park. Die Rother Blues Tage. Alles gestrichen. Und nun sitzen Tausende auf ihren Tickets. In den vergangenen Wochen mussten die Mitarbeiterinnen am Servicetelefon des Boten deshalb vor allem eine Frage beantworten: „Was mache ich nun mit den Karten, die ich bei Ihnen gekauft habe?“

Keine einfache Frage, gesteht Mitarbeiterin Christine Käser. Zunächst einmal kommt es darauf an, ob eine Veranstaltung bereits abgesagt oder doch nur verschoben wurde. „Das sollte der Kunde am besten schon im Vorfeld prüfen. Wer in der Zeitung oder im Internet nichts dazu findet, dem helfen wir natürlich gerne“, sagt Käser, bittet Kartenbesitzer jedoch um Geduld. Wer ein Ticket für eine Veranstaltung besitzt, die bereits stattgefunden hätte oder kurz bevorsteht, der dürfe sich gerne an die Geschäftsstelle wenden. Ist die Veranstaltung auf Juni, Juli oder noch später terminiert, sollte man sich noch gedulden, bis der Veranstalter bekanntgegeben hat, ob der Termin gestrichen oder nachgeholt wird.

Das Geld kommt direkt aufs Konto

Sagt ein Veranstalter sein Konzert, Kino oder Kabarett tatsächlich ab, muss er noch eine Stornofreigabe erteilen. Ist dies geschehen, können die Mitarbeiter des Boten die Rückerstattung des gezahlten Betrags in die Wege leiten. Allerdings nur per Überweisung oder in Form eines Gutscheines.

„Aufgrund der Menge an Tickets und der Sicherheit für uns Mitarbeiter ist leider keine Barauszahlung möglich“, sagt Käser, die – wie ihre Kolleginnen – derzeit alleine am Schalter steht und ihrer Arbeit ungern mit einer großen Menge Bargeld in der Tageskasse nachgehen möchte. Hat der Veranstalter das Geld an die Geschäftsstelle überwiesen, leitet diese das Geld an den Kunden weiter oder stellt einen Gutschein aus.

Tickets für verschobene Veranstaltungen behalten in der Regel ihre Gültigkeit. Und wenn man am neuen Termin keine Zeit hat? „Dann muss man das selbst mit dem Veranstalter klären. Die Chancen stehen hier 50:50“, sagt Käser, betont jedoch: „Das ist der Jetzt-Stand, das kann sich in dieser Zeit natürlich täglich ändern.“

Rückabwicklung kann etwas dauern

Zumindest beeilen muss sich niemand mit der Rückgabe seiner Tickets. Wer beispielsweise Karten für ein Konzert in der Schublade hat, das Mitte April hätte stattfinden sollen und abgesagt wurde, der sollte zwar zeitnah Kontakt aufnehmen, „muss aber nicht gleich am Montag bei uns auf der Matte stehen“. Für den Prozess der Rückabwicklung spricht Käser von einem Spielraum von mehreren Monaten. Man dürfe nur nicht erwarten, am Vormittag auf der Geschäftsstelle vorbei zu schauen und am Nachmittag sein Geld auf dem Konto zu haben. „Dafür sind die Veranstalter momentan viel zu überlastet.“

Käser rechnet nichtsdestotrotz mit einer großen Nachfrage ab Montag. Da die Ticketrückgabe allerdings nur eines von vielen Aufgabengebieten der Servicemitarbeiterinnen ist, kann es bei einem Anruf oder Besuch in der Geschäftsstelle zu längeren Wartezeiten als gewohnt kommen. „Wir sind immer bemüht, dass unsere Kunden mit einem Lächeln den Hörer auflegen oder zur Tür hinausgehen“, meint Käser, „aber wir sind auch nur Menschen“.

Info
Die Geschäftsstellen in Feucht und Altdorf haben ab sofort montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr geöffnet. Unter Telefon 09128/7072-29 und 09187/5128 sind die Mitarbeiterinnen bereits ab 8 Uhr erreichbar. Außerdem kann man sich mit seinem Anliegen per E-Mail an [email protected] wenden.

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