Veränderungssperre um ein Jahr verlängert

Graffiti: Vorläufig darf nicht gebaut werden

Die bestehende Veränderungssperre für das Graffiti-Grundstück läuft noch bis Ende September, jetzt verlängern die Altdorfer, ab dann wird sie noch einmal um ein Jahr verlängert. | Foto: Blinten2017/05/Graffiti-Rueckansicht.jpg

ALTDORF – Auf dem Graffiti-Areal in Altdorf geschieht vorläufig nichts. Der Stadtentwicklungsausschuss hat auf seiner jüngsten Sitzung einstimmig eine Veränderungssperre für das Grundstück beschlossen. Das heißt konkret: Vorläufig darf hier nicht gebaut werden. Vorläufig – denn es gibt einen Mehrheitsbeschluss des Stadtrats zur Aufstellung eines Bebauungsplans für eine Senioren-Wohnanlage (wir berichteten mehrfach).

Es gibt aber auch Pläne von Professor Hubert Kress, der den ehemaligen Biergarten im Baudergraben im Auftrag der Stadt überplant hat. Dagegen allerdings wehrte sich das Unternehmen Inselkammer als Eigentümer der Immobilie und zog vor das Verwaltungsgericht. Das Verfahren ruht derzeit.

Offenbar will man abwarten, wie es mit der geplanten Senioren-Wohnanlage weiter geht. Die Veränderungssperre jedenfalls würde aufgehoben, wenn der vorhabenbezogene Bebauungsplan für die seniorengerechten Wohnungen im Baudergraben fertig ist. Ob Inselkammer nun seine Anwälte in Marsch setzt, um gegen die neuerliche Veränderungssperre zu klagen, ist noch offen.
Mit der jetzigen Maßnahme kann die Stadt verhindern, dass auf dem Grundstück Baumaßnahmen durchgeführt werden, auf die die Kommune ohne bestehenden Bebauungsplan keinen Einfluss nehmen kann.

Bürgerinitiative ist aktiv

SPD und Grüne lehnen das Bauvorhaben in der Nähe des Unteren Tors kategorisch ab, CSU und FW/UNA dagegen unterstützen es mit dem Hinweis auf nötige Senioren-Wohnungen in Innenstadtnähe. Mit der Verlängerung der bereits bestehenden Veränderungssperre für das Graffiti-Grundstück können nun alle leben – allerdings aus verschiedenen Gründen. Während CSU und FW/UNA nun auf die Fertigstellung des Bebauungsplans warten, sehen die Stadträte von SPD und den Grünen noch einiges in der Schwebe. So hat sich zwischenzeitlich eine Bürgerinitiative gegen die Bebauung des Baudergrabens gegründet, die ein Bürgerbegehren zu deren Verhinderung auf den Weg bringen will.

Da gibt es also noch viele Unwägbarkeiten“, so Horst Topp (Grüne) im Stadtentwicklungsausschuss. Da der Beschluss des Ausschusses empfehlend für den Stadtrat ist, muss sich dieses Gremium noch einmal mit dem Thema Veränderungssperre befassen, wird die Empfehlung aber aller Voraussicht nach annehmen. Dann wird die am 29. September auslaufende Sperre für das Graffiti-Areal noch einmal für ein Jahr verlängert.

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