100.000 Euro für Planung eines Grundschul-Gesamtkonzepts

Fraktionen äußerten Wünsche zum Haushalt

Der Jugendtreff in der Neubaugasse 7 muss dringend saniert werden. 100.000 Euro werden nun auf Antrag der CSU für die entsprechende Planung in den nächsten Haushalt eingestellt. Der Stadtrat möchte in dem Gebäude, das auch den brandschutzrechtlichen Anforderungen nicht mehr entspricht, ein Mehrgenerationenhaus einrichten, möglicherweise auch mit Räumen für einen Bürgertreff. | Foto: Blinten2016/01/jugendtreff.jpg

ALTDORF – Beratungen zum kommunalen Haushalt werden immer dann interessant, wenn die Rathausfraktionen ihre Wünsche äußern, um damit Akzente zu setzen. Auf der jüngsten Sitzung des Finanzausschusses mussten sich die Ausschussmitglieder mit einem regelrechten Wunschkonzert auseinandersetzen: Mehrere Dutzend Anträge standen im Altdorfer Rathaus zur Diskussion. Immerhin schaffte es das Gremium, das Ganze innerhalb von drei Stunden abzuarbeiten. Wieviel Geld wird wofür in den 2016er Haushalt eingestellt? Nachfolgend die Vorschläge aus den Fraktionen, für die es im neuen Etat Geld gibt:

10.000 Euro werden für die Förderung von Asylbewerber-Kindern an der Grundschule eingestellt (Antrag FW/UNA), 5000 Euro für den Asyl-Unterstützerkreis, wie von der SPD beantragt. Für sozialen Wohnungsbau und die Gründung einer Wohnungsbaugesellschaft stellen die Altdorfer 25.000 Euro bereit (Antrag FW/UNA). 100.000 Euro werden für die Planung eines Gesamtkonzepts für die Grundschule eingestellt (Anträge von CSU und SPD). Hier geht es unter anderem um die Umgestaltung des Pausenhofs und die Sanierung bzw. den Neubau der benachbarten Turnhalle. Im Herbst wollen die Altdorfer für das Projekt einen Zuschussantrag stellen.

Der Umbau der alten Stadthalle hat zwar immer noch nicht begonnen, die Altdorfer sind aber zuversichtlich, dass zumindest der Rohbau bis Ende dieses Jahres fertig wird. So sehen es jedenfalls die Pläne von Architekt Hubert Kress vor.

Bücherschrank und Stelen

FW/UNA beantragten einen offenen Bücherschrank, der am Markt aufgestellt werden soll, ähnlich wie der Bücherschrank in Feucht im Barockgarten neben dem Tucherschlosses. Hierfür werden 5000 Euro eingestellt. Ebenfalls am Marktplatz sollen Informations-Stelen aufgestellt werden (Antrag CSU). Dafür stehen 20.000 Euro im Haushalt.

10.000 Euro werden für das von den SoulBuddies geplante Festival in Altdorf bereitgestellt (Antrag SPD).

Für eine Verlängerung der Autobahn-Lärmschutzwand am Burgthanner Weg werden 18.000 Euro eingestellt (Antrag CSU). 15.000 Euro stellen die Altdorfer für Spielplätze im Stadtgebiet ein, auf Antrag der SPD wird man ein Kindergarten-Konzept erstellen.

Der Kinderspielplatz in der Jahnstraße sollte ein Mehrgenerationenspielplatz werden, beantragte die SPD und war damit bei der FW/UNA, die einen „Bewegungsparcours“ für Senioren gefordert hatte. Für den Jahnstraßen-Spielplatz stellt die Stadt 10.000 Euro bereit.

Weitere 20.000 Euro stellen die Altdorfer für Verkehrsberuhigungsmaßnahmen in den Haushalt. Die Grünen hatten deutlich mehr beantragt, allein 40.000 für eine Querungshilfe in der Pfaffentalstraße und weitere 70.000 für Maßnahmen in verschiedenen Ortsteilen.

Dicke Brocken

Die großen Haushaltsbrocken – jenseits der aus den Fraktionen vorgetragenen Wünsche – sind unter anderem das geplante Mehrgenerationenhaus in der Neubaugasse 7 (derzeit Jugendzentrum), die Abwasserschiene Nord, die Anschaffung einer neuen Drehleiter für die Feuerwehr, die Lederesmühle und der Umbau der alten Stadthalle, um nur einige zu nennen.

Abgelehnt hat der Ausschuss unter anderem einen Antrag der FW/UNA-Fraktion auf bessere Beleuchtung auf dem Pendlerparkplatz am Haltepunkt Altdorf-West. Hier sind nach Auskunft der Verwaltung genügend Lampen auf der Fläche vorhanden.

Die aktuelle Haushaltslage umriss Kämmerer Werner Reichelt im Finanzausschuss. Ende 2015 hatte Altdorf 3,66 Millionen Euro Schulden, dem stand eine Rücklage von 8,8 Millionen Euro gegenüber, die bis Ende dieses Jahres auf 9,26 Millionen Euro anwachsen, bis Ende 2019 aber auf 2,34 Millionen Euro abschmelzen wird.

Reichelt rechnet für 2016 mit einem Haushaltsüberschuss von rund 3,8 Millionen Euro. „Die Zahlen ändern sich aber noch“, schränkte der Kämmerer ein, „das sind alles nur Näherungswerte“. Trotzdem: Die Lage sei doch rundum erfreulich, stellte Dr. Johann Pöllot (CSU) fest. #

Nichts Neues verpassen! - Newsletter abonnieren