Holger Heuber hält Vortrag über Kurt Albert

Erinnerungen an berühmten Kletterer

Kurt Albert in einer 900 Meter senkrecht abfallenden Wand in Venezuela. | Foto: privat2016/01/Kurt1.jpg

EISMANNSBERG – Kaum ein Kletterer hat die Klettergeschichte so geprägt wie Kurt Albert. Er war einer der erfolgreichsten Alpinisten der Welt. Im September 2010 stürzte er am Höhenglücksteig in der Hersbrucker Schweiz 18 Meter in die Tiefe und zog sich dabei schwerste Verletzungen zu, an deren Folgen der 56-Jährige wenig später starb.

Holger Heuber, der mit ihm viele gemeinsame Unternehmungen durchgeführt hat, wirft in seinem Vortrag „Kurt und das Leben“ am Freitag, 15. Januar, um 19 Uhr im Sportheim des SC Eismannsberg, direkt am Eismannsberger Sportplatz, einen sehr persönlichen Blick auf einen genialen Kletterer und Visionär und einen Menschen, den vor allem seine Lebensfreude und sein Humor auszeichneten. Als er mit 14 Jahren mit dem Bergsport begann, beherrschte das technische Klettern die Szene, bei dem Haken und Trittleitern zur Fortbewegung in der Wand genutzt wurden. Anfang der 70er Jahre brachte er den Freiklettergedanken aus Amerika nach Deutschland.

Pionier im freien Klettern

Er kehrte sich vom technischen Klettern ab und versuchte in der Folgezeit, bis dahin technisch gekletterte Routen in seiner Heimat, der Fränkischen Schweiz, frei zu klettern. Viele Erstbegehungen von Felsen im Nördlichen Frankenjura tragen seinen Namen.

Berühmter Kletterer: Kurt Albert war ein Alpinist mit viel Humor und großer Lebensfreude.
Berühmter Kletterer: Kurt Albert war ein Alpinist mit viel Humor und großer Lebensfreude. | Foto: privat2016/01/Kurt.jpg

 

Ab 1975 markierte Kurt Albert jene Touren, die er frei begangen hatte, mit einem roten Punkt und gilt damit als Begründer des Rotpunktkletterns.

Anfang der 80er Jahre suchte sich Kurt Albert neue Ziele fürs Freiklettern. Er kletterte in Patagonien, seinem Lieblingsgebiet, Erstbegehung „Royal Flush“. Diese Route zählt zu den herausragendsten alpinistischen Unternehmungen der letzten Jahre. Er war in Madagaskar und im Karakorum und der Arktis unterwegs.

Zusammen mit Stefan Glowacz und Holger Heuber realisierte er Expeditionen in der Antarktis, auf Grönland nach Kenia, Mexiko und Madagaskar. Geschichten aus seinem unglaublich spannenden Leben zu erzählen, ist gleichbedeutend mit einer Zeitreise quer durch die jüngste Vergangenheit des Sport- und Alpinkletterns.

Holger Heuber nimmt die Zuhörer bei diesem Vortrag mit auf eine abenteuerliche und spannende oft auch lustige Kletterreise rund um den Erdball. Die Reise beginnt in den 70er Jahren in der Sächsischen und Fränkischen Schweiz und führt von dort über den Roten Punkt hinaus in die Welt.db

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