Kleine und große Veränderungen in der Parteienlandschaft der Gremien

Ergebnisse und Analyse der Gemeinderatswahlen

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NÜRNBERGER LAND – Wie hat die Kommunalwahl am Sonntag die Sitzverteilung in den sechs Gemeinden des südlichen Nürnberger Landkreises verändert? Altgediente Bürgervertreter hören auf, andere steigen (wieder) ein, jungen kommen hinzu, die Fraktionsgrößen verschieben sich.

Ein Platz mehr für FW/UNA in Altdorf

ALTDORF — Gewinner der Stadtratswahlen in Altdorf sind die Freien Wähler/UNA, die künftig mit einem Vertreter mehr im Bürgerparlament präsent sind, verloren hat die CSU, die nach 2008 erneut einen Sitz abgeben muss, und nun nur noch mit acht Stadträten dabei ist. Bei der SPD bleibt es bei acht Stadtratssitzen, ebenso bei den Grünen, die weiterhin mit drei Bürgervertretern im Stadtrat vertreten ist.
Mit Abstand beliebtester Kommunalpolitiker in Altdorf ist Ernst Bergmann. 2008 hieß die Schlagzeile im Boten: „Bergmann ist Stimmenkönig“. Damals holte der SPD-Fraktionschef 5618 Stimmen, heuer toppte er dieses Ergebnis noch: 6788 Altdorfer Wähler votierten für ihn. CSU-Fraktionssprecher Dr. Bernd Eckstein holte mit 4332 Stimmen das zweitbeste Ergebnis, Kurt Eckstein (CSU) landete mit 4142 Stimmen auf Platz 3, gefolgt von Karin Völkl (SPD) mit 4.044 Stimmen.
Bei der CSU muss Michael Haubner seinen Stadtratssitz aufgeben. 2294 Wähler gaben ihm ihre Stimme, in der Liste stand er auf Platz acht, wurde damit aber auf Platz 9 heruntergewählt, was in der Endabrechnung nicht mehr für ein Stadtratsmandat reichte.
Die neue CSU-Fraktion setzt sich wie folgt zusammen: 1. (Listenplatz 1) Dr. Bernd Eckstein, 4332 Stimmen, 2. (3) Kurt Eckstein, 4142 Stimmen, 3. (4) Peter Kellermann, 3446 Stimmen, 4. (5) Dr. Johann-Peter Pöllot, 2659 Stimmen, 5. (7) Karl-Heinz Gottschalk, 2620 Stimmen, 6. (2) Thomas Kramer, 2500 Stimmen, 7. (9) Christa Wild, 2481 Stimmen, 8. (6) Angelika Raß, 2371 Stimmen.
Michael Haubner erhielt 2294 Stimmen und ist nicht mehr im Stadtrat. Auf Günter Schwarz entfielen 2125 Stimmen, Nils Alexander Rösch erhielt 1645 Stimmen, Stefanie Mall 1555 Stimmen, Veysel Akkol 1548 Stimmen und Philipp Bitzenbauer 1431 Stimmen.
Bei der SPD-Fraktion gibt es eine Änderung: Norbert Käßmann bewarb sich nicht mehr um ein Stadtratsmandat, neu im Kommunalparlament ist jetzt Michael Gleiß. Die Fraktion setzt sich folgendermaßen zusammen: 1. (1) Ernst Bergmann, 6788 Stimmen, 2. (2) Karin Völkl, 4044 Stimmen, 3. (3) Martin Tabor, 3478 Stimmen, 4. (5) Andreas Kasperowitsch, 3137 Stimmen, 5. (6) Michaela Tabor, 2889 Stimmen, 6. (9) Michael Gleiß, 2470 Stimmen, 7. (4) Ursula Weser, 1946 Stimmen, 8. (7) Rudolf Lodes, 1913 Stimmen.
Auf Kerstin Pommereit entfielen 1632 Stimmen, Karin Pichlik erhielt 1586 Stimmen, Bernd Distler 1440 Stimmen, Wolfgang Werthner 1230 Stimmen.
Mit 22,40 Prozent aller abgegebenen Stimmen ist die FW/UNA drittstärkste Kraft im Stadtrat, jetzt noch um einen Sitz verstärkt. Den bekommt Cordula Breitenfellner, die in der Liste auf Platz 2 stand. Adalbert Loschge aus Hagenhausen erhielt bei den Freien Wählern die meisten Stimmen, er wurde auf Platz 1 hinaufgewählt.
Die Fraktion der Freien Wähler setzt sich folgendermaßen zusammen:
1. (3) Adalbert Loschge, 3933 Stimmen, 2. (2) Cordula Breitenfellner, 2725 Stimmen, 3. (5) Dr. Hartmut Herzog, 2465 Stimmen, 4. (1) Thomas Dietz, 2426 Stimmen, 5. (4) Dr. Peter Wack, 2398 Stimmen.
Bei den Altdorfer Grünen hatte man eigentlich darauf gesetzt, jüngere Leute in den Stadtrat zu bringen und die Liste dementsprechend zusammengestellt. Auf Platz 1 stand Margit Kiessling, gefolgt von Horst Topp auf Platz 2 und Andrea Zellner auf Platz 3. Eckart Paetzold stand auf Platz vier. Die Altdorfer Wähler entschieden sich aber dafür, den drei Grünen Stadträten erneut ihr Vertrauen auszusprechen. Andrea Zellner wurde auf den sechsten Platz heruntergewählt. Die Fraktion der Grünen besteht erneut aus 1. (2) Horst Topp, 3585 Stimmen, 2. (4) Eckart Paetzold, 1926 Stimmen 3. (1) Margit Kiessling, 1735 Stimmen.

Burgthanner SPD-Urgestein scheidet aus

BURGTHANN — Nach der Gemeinderatswahl vom Sonntag muss die CSU mit einem Sitz weniger zurechtkommen, die SPD behält ihre sechs ebenso wie die Freien Wähler ihre drei und die Wahlgemeinschaft Grub den einen. Gewinner bei der Verteilung sind die Grünen, die einen weiteren Vertreter in das Gremium schicken und damit auf Fraktionsstärke angewachsen sind.
Da Heinz Meyer noch nicht offiziell als Bürgermeister für die neue Sitzungsperiode installiert ist, taucht er zunächst noch als gewähltes CSU-Gemeinderatsmitglied auf der Website der Gemeinde auf. Da es aber als sicher gilt, dass er auch für die nächsten sechs Jahre Rathauschef bleiben will, wird der nächste CSU-Kanididat in die Reihen der Gemeinderäte aufrücken. Dies ist Reinhard Graf, der auch bisher schon im Gremium vertreten war.
Nicht mehr zur Wahl angetreten ist Gerhard Schrammel, nicht gereicht hat es für Rainer Meyer. Dafür ist für die neue Sitzungsperiode der junge Unterferriedener Tobias Maul im Gemeinderat vertreten.
Die SPD wird in Zukunft auf ein bewährtes und lange gewohntes Mitglied verzichten müssen: Georg Müller, langjähriger Fraktionschef seiner Partei, Bürgermeister-Kandidat in den 90er Jahren gegen den damaligen Gemeindechef Georg Hirsch, hatte sich auf der Liste der Sozialdemokraten ganz hinten auf Nummer 24 platziert. Zwar wurde er auf den siebten Platz vorgewählt, doch für die Roten hat es eben nur zu sechs Sitzen gereicht. Auf der Kreistagsliste hat Müller wieder auf Platz elf kandidiert. Neu kommt Günter Pölloth aus Ezelsdorf dafür in die Fraktion.
Gleiche Mannschaft
Mit der gleichen Mannschaft wie bisher treten die freien Wähler an. Die beiden Einzelkämpfer der Grünen, Margarete Becker und Markus Meyer, freuen sich über Unterstützung: Bernd Michl ist der dritte grüne Gemeinderat. Wieder im Gremium ist auch Reinhard Göhring, der Vertreter der Wahlgemeinschaft Grub, die mit der CSU zusammen eine Listenverbindung eingegangen ist.
Mehrheit bleibt wohl bestehen
Das Ziel von SPD, Freien Wählern und Grünen, die absolute Mehrheit der Schwarzen zu brechen, ist damit nur halb erreicht. Zwar haben die Christdemokraten mit elf Sitzen keine Mehrheit, doch mit dem Vertreter der Wahlgemeinschaft Grub, der traditionell mit der CSU stimmt und der Stimme des CSU-Bürgermeisters dürfte faktisch auch weiterhin eine Mehrheit für die größte Fraktion bestehen.
Die CSU hat mit nur zwei weiblichen Gemeinderäten die geringste Frauenquote, in allen anderen drei Fraktionen liegt sie bei 33 Prozent. Dafür gibt es die meisten jungen Gesichter bei den Christsozialen, während die gesetzteren Kommunalpolitiker in der SPD zu finden sind.
Stimmenkönig ist Bürgermeister Heinz Meyer mit 4749, gefolgt von dem bisherigen zweiten Bürgermeister Hermann Bloß (3898) und dem unterlegenen SPD-Bürgermeisterkandidaten Wolfgang Lahm (3632).
Bisherige werden verabschiedet
In der Gemeinderatssitzung am heutigen Dienstag, 18. März, um 19.30 Uhr, werden die ausscheidenden Ratsmitglieder vom Bürgermeister verabschiedet.

Absolute CSU-Mehrheit ist in Feucht passé

FEUCHT — Auch dieses Mal präsentiert sich der Feuchter Marktgemeinderat als polititsch gesehen buntes Gremium. Sechs Fraktionen bzw. Wählergruppierungen sind in den nächsten sechs Jahren im Gemeinderat vertreten. Zwar gibt es keinen Repräsentanten der FDP – Manfred Dauphin hatte sich nicht mehr zur Wahl gestellt – aber dafür ist erstmals mit Christian Nikol ein Mitglied der Partei der Franken im Rat. Weitreichendste Änderung: Die CSU verfügt mit nur noch zehn Sitzen nicht mehr über die absolute Mehrheit. Von den knapp 50 Prozent 2008 sind noch 41,79 Prozent übrig geblieben.
Mit Hedwig Bauer, Heinz Satzinger, Thomas Schneele, Irmgard Kundörfer, Martin Rübig und Herbert Brunner trat die Hälfte der christsozialen Mannschaft des aktuellen Marktgemeinderats nicht mehr an, was natürlich bedeutet, dass etliche neue Gesichter die Fraktion verstärken: Sebastian Greck, Alexander Hommel, Oliver Siegl und Wolfgang Mittwoch geben ihr Debüt.
Von der geschrumpften CSU-Abteilung profitieren SPD und Grüne, die jeweils einen Sitz hinzugewannen. Die SPD legt leicht zu von 28,37 auf 31,31 Prozent, Bündnis 90/ Die Grünen immerhin von 8,12 auf 12,36 Prozent.
Schönfelder wieder im Rat
Bei den Sozialdemokraten warf der ehemalige Bürgermeister Hannes Schönfelder, der vor drei Amtsperioden von Konrad Rupprecht beerbt wurde, seinen Hut wieder in den Ring und wurde prompt gewählt. Mit 2537 Stimmen hat er immerhin auf Anhieb wieder das drittbeste Ergebnis für die Sozialdemokraten erzielt.
Stimmenkönigin der SPD
Stimmenkönigin der SPD ist die unterlegene Bürgermeister-Kandidatin Petra Fischer, die stolz auf 4494 Wählerstimmen sein kann, fast so viele wie ihre Kollegin Katharina von Kleinsorgen von der CSU, die es auf 4504 stimmen brachte. Absolut die meisten erzielte Bürgermeister Konrad Rupprecht, der mit 5408 Voten davonzog.
Dafür halten die Sozialdemokrat(inn)en aber einen anderen Rekord: Mit fünf weiblichen gegenüber nur drei männlichen Volksvertretern stellen sie mit Abstand den größten Frauen-Anteil dar, nicht nur in Feucht.
Verstärkt werden die Grünen von Sabine Meindl, die ebenfalls die Frauen-Quote ihrer Fraktion deutlich hebt. Frank Flachenecker (FWG) und Gerd Steuer (UCS) bleiben weiterhin Einzelkämpfer. Dies gilt auch für Christian Nikol von der Frankenpartei, der den Einstieg in den Marktgemeinderat auf Anhieb schaffte und mit seinen 4,80 Prozent sogar die 4,06 Prozent der Unabhängigen übertraf.

Freie Wähler-Hochburg Leinburg verliert einen Sitz im Gemeinderat

LEINBURG — Die Hochburg der Freien Wähler im Landkreis musste einen Platz im Gemeinderat einbüßen: Statt wie mit bislang acht FWG-Gemeinderäten, ist Leinburg nur noch mit sieben Freien vertreten. Die SPD freut sich dafür über einen weiteren Kandidaten.
FWG und SPD sind damit gleichauf, allerdings stellen die Freien Wähler den Bürgermeister Joachim Lang. Sein Amt stand am Sonntag nicht zur Wahl, wird in Leinburg der Rathauschef doch außer der Reihe gewählt.
Bei den Freien Wählern ist Irene Kellermann nicht mehr vertreten, bei der SPD ist Florian Hummel als Neuzugang hinzugekommen. Bei den Christsozialen hat sich hingegen einiges getan: Neu vertreten sind Thomas Kraußer, Marion Trisl, Wolfgang Dümmler und Dagmar Frank. Zweite Bürgermeisterin Anni Bierlein, Helmut Schmidt, Peter Geistmann und Norbert Neubauer sind keine CSU-Gemeinderäte mehr. Sie waren heuer, wie berichtet, nicht mehr zur Wahl angetreten. Die Verteilung der Stimmen erfolgt somit in Leinburg relativ gleichmäßig: 35 Prozent entfielen auf die Freie Wähler Gemeinschaft, bei der vergangenen Wahl waren es 36,58 Prozent. 33,1 Prozent der Stimmen entfielen auf die Sozialdemokraten (2008: 29,23 Prozent). Die Leinburger Christsozialen rutschten vom zweiten auf den dritten Platz: Sie fuhren mit 31,9 Prozent das schlechteste Ergebnis ein (2008: 33 Prozent).
Frauen sind in dem 20-köpfigen Gremium nur spärlich vertreten: Vier Gemeinderätinnen gibt es, zwei Christsoziale, eine Sozialdemokratin und eine Freie Wählerin.

Freie Wähler in Schwarzenbruck erstmals mit zwei Räten

SCHWARZENBRUCK — Überraschung in Schwarzenbruck: Die Freien Wähler sind ab sofort um 100 Prozent verstärkt: Erwin Haubner sitzt nicht mehr allein im Kommunalparlament, sondern hat im neuen Gemeinderat Alfred Merten an seiner Seite. Bei der SPD rätselt man über das schlechte Abschneiden von Monika Brandmann, die nicht mehr im neuen Gemeinderat vertreten sein wird. Die SPD verliert einen Sitz. Keine Veränderungen gibt es bei den Grünen und bei der CSU.
Monika Brandmann soll im Vorfeld der Wahlen mit ihrem Listenplatz nicht einverstanden gewesen sein, sie hätte sich einen besseren Platz auf der SPD-Liste gewünscht. Allerdings erhielt sie mit 1212 Stimmen weniger als drei Kandidaten, die schlechter platziert waren. Harald Lumpi, Jörg Arnold, Martin Glienke und Bernd Haslinger erhielten mehr Stimmen, nur Glienke schaffte es ebenso wie Brandmann nicht in den Gemeinderat, dafür werden jetzt Harald Lumpi und Jörg Arnold für die SPD im Schwarzenbrucker Bürgerparlament vertreten sein. Herbert Großner hat es ebenfalls nicht in den Gemeinderat geschafft. Auf Listenplatz fünf erhielt er 1353 Stimmen, weniger als Tanja Holl, die auf ihrem sechsten Listenplatz allerdings zurückgwählt wurde auf Platz neun. 
Die SPD-Fraktion im Schwarzenbrucker Gemeinderat setzt sich aus folgenden Personen zusammen: 2. (2) Jenny Nyenhuis, 2077 Stimmen, 3. (15) Jörg Arnold, 1899 Stimmen, 4. (7) Thomas Kellermann, 1898 Stimmen, 5. (3.) Manfred Neugebauer, 1605 Stimmen,  6. (17) Harald Lumpi, 1554 Stimmen, 7. (4) Ulrike Vetter, 1416 Stimmen, 8. (7) Bernd Haslinger, 1375 Stimmen, 9. (6) Tanja Holl, 1367 Stimmen.
Bei der CSU holte Markus Holzammer als Spitzenkandidat auf der Liste die meisten Stimmen. Andrea Kreitmaier Kallert trat zum Bedauern vieler Parteifreunde nicht mehr an, für sie wurde jetzt Gerhard Weber in den Gemeinderat gewählt. Die CSU ist damit wieder mit sechs Bürgervertretern im Gemeinderat präsent:
1. (1) Markus Holzammer, 2382 Stimmen, 2. (2) Hans-Jürgen Hopf, 1507 Stimmen, 3. (5) Hans-Peter Walter, 1468 Stimmen, 4. (7) Dr. Günter Görz, 1349 Stimmen, 5. (3) Gerhard Weber, 1331 Stimmen, 6. (14) Erika Groß, 1196 Stimmen. Neue Gesichter auch bei den Grünen im Schwarzenbrucker Gemeinderat: Nachdem sich Gabriele Beer und Christian Matern nicht mehr für die Wahlen aufstellen ließen, wurden jetzt Ursula Beck und Uwe Düker gewählt. Damit stellen die Grünen wieder vier Gemeinderäte. Das beste Ergebnis erzielte Helga Schiel mit 1031 Stimmen.
Die Fraktion der Grünen in Schwarzenbruck setzt sich wie folgt zusammen: 1. (3) Helga Schiel, 1031 Stimmen, 2. (1) Ursula Beck, 926 Stimmen, 3. (4) Uwe Düker, 884 Stimmen, 4. (6) Gerhard Humplmair, 836 Stimmen.
Hochzufrieden sind die Freien Wähler in Schwarzenbruck mit demWahlergebnis. Mit Alfred Merten zieht nun neben Erwin Haubner auch der Ortsvorsitzende der Schwarzenbrucker FWG in den Gemeinderat ein. Erwin Haubner erhielt 1435 Stimmen,  Alfred Merten 851 Stimmen. Martin Rettenbacher steht auf Platz drei, schaffte es mit 723 Stimmen aber nicht in den Gemeinderat.

CSU in Winkelhaid weiterhin ganz vorn

WINKELHAID – Die CSU bleibt in Winkelhaid stärkste Kraft. Wie schon bei der Wahl im Jahr 2008 stellen die Christsozialen nicht nur den frisch gewählten alten Bürgermeister Michael Schmidt, sondern auch acht der 16 Gemeinderäte.
Hatte Bürgermeister Michael Schmidt am Sonntagabend seiner Partei noch kräftig die Daumen gedrückt, so hat sich seine Hoffnung erfüllt. Die CSU hat in Winkelhaid weiterhin die Nase vorn. Mehr als jede zweite Stimme galt den Christsozialen.
SPD neu aufgestellt
 Die SPD verlor wie bei den vergangenen Wahlen einen Sitz und tritt mit völlig neuer Mannschaft an: Das Männertrio Fitz Heinike, Erwin Reitzmann und Georg Schönweiß vertreten die Sozialdemokraten in Winkelhaid. Klaus Blendier, vormaliger SPD-Gemeinderat, tritt nun für die neu gegründete UWA das Amt an.
Ulrich Kretschmer sitzt weiterhin für die Freien Wähler im Gemeinderat, Eugen Achhammer ist neu hinzugekommen. Bei den Grünen bleibt hingegen alles beim Alten: Thomas Koch und Heidi Mauer wurden wiedergewählt.
Auch bei der stärksten Partei gab es zahlreiche Personalwechsel. Günter Stiegler, Andreas Gleich, Traudl Dennerlein und Ernst Weber schafften erneut den Einzug ins Rathaus. Ernst Weber, Gerhard Galneder, Petra Lorenz und Peter Bock sind die politischen CSU-Frischlinge. 51,45 Prozent aller Stimmen, genauer genommen 16.237, entfielen auf die CSU, die damit ein Plus von 2,47 Prozent im Vergleich zur Wahl 2008 einfahren kann. Über 2000 Stimmen kann allein Bürgermeister Schmidt für sich verbuchen, der durch sein Amt allerdings nicht als Gemeinderat in Erscheinung tritt. Mit 1847 Stimmen folgt Günter Stiegler. Die acht gewählten Gemeinderäte folgen dem vorgeschlagenen Listenplatz. Bei der CSU wurde  – ebenso wie bei allen anderen Parteien in Winkelhaid – kein Kandidat auf einen der vorderen Platz „vorgewählt“.
Weit abgeschlagen folgt die zweitstärkste Kraft der Gemeinde, die SPD. Sie erlitt herbe Verluste: ein sattes Minus von 10,65 Prozent kostete die Sozialdemokraten einen Platz, 5432 Stimmen entfielen auf die Partei. 17,21 Prozent aller Stimmen galten der SPD.
Über eine leichte Zunahme von 0,96 Prozent kann sich die FWG freuen, das entspricht 13,34 Prozent. Im Vergleich zur Wahl im Jahr 2002 konnte sie sich sogar um 13,34 Prozent steigern. Die Grünen verloren um 0,74 Prozent: Rund zehn Prozent der Stimmen galten dem Bündnis 90. Klaus Blendiger fuhr mit seiner UWA 7,96 Prozent der Stimmen ein, das entspricht 2.513 Kreuzen. Ex-SPDler Blendinger erhielt 2.513 Stimmen.
Von den 3306 Stimmberechtigten nutzten 2124 ihr Wahlrecht. Lediglich 31 Stimmen waren ungültig. Dem stehen 31.556 gültige Stimmen gegenüber.

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