Schülerzahlen reichen nicht aus

Doch keine Chance für Altdorfer Realschule

Für die Realschule in Feucht wird es auf absehbare Zeit keine „Konkurrenzschule“ im südlichen Landkreis geben. Für eine weitere Einrichtung sind die Schülerzahlen einfach zu niedrig, stellte der Ministerialbeauftragte für Realschulen in Mittelfranken nach einer Prüfung des entsprechenden Datenmaterials fest. Foto: Blinten2014/12/realschule_01.jpg

ALTDORF/FEUCHT – Für eine Realschule Altdorf gibt es weder mittel- noch langfristig eine Chance. Es gibt vor Ort und in der Umgebung einfach nicht genügend Schüler, um mindestens drei Ausbildungsrichtungen anbieten zu können. Das machte der Ministerialbeauftragte für mittelfränkische Realschulen, Johann Seitz, im Gespräch mit Vertretern des Landratsamts und dem Feuchter Realschul-Rektor Günther Sperber deutlich.

Wie mehrfach berichtet, gibt es in Altdorf schon lange den Wunsch, vor Ort eine Realschule einzurichten. Die CSU-Kreistagsfraktion hatte deshalb im vergangenen Sommer beantragt, einmal die Möglichkeiten für einen Realschulstandort Altdorf auszuloten. Träger der Staatlichen Schule wäre wie in Feucht der Landkreis Nürnberger Land. Der stellte deshalb auch für den Ministerialbeauftragten entsprechendes Zahlenmaterial über derzeitige Schülerzahlen, über die Entwicklung in den kommenden Jahren und über die Herkunft und Wege der Schüler zusammen.

Schülerzahl nicht zu erreichen

Nun hält Seitz fest: Mit drei Eingangsklassen kann in der Regel garantiert werden, dass mindestens drei Ausbildungsrichtungen zustandekommen. Für den Standort Altdorf sei diese Schülerzahl aber nicht zu erreichen, da der Haupteinzugsbereich sich hauptsächlich auf Altdorf und Winkelhaid beschränke. Für Burgthann, Schwarzenbruck oder Feucht, so Seitz, werde die nächstgelegene Schule die Staatliche Realschule Feucht bleiben.

Die Schülerzahlen gingen bereits in den vergangenen Jahren kontinuierlich zurück, in der Zukunft wird sich diese Entwicklung fortsetzen. „Da wäre schon eine Zweizügigkeit schwer zu erreichen“, sagt der Ministerialbeauftragte zu einem möglichen Standort Altdorf.

Landrat Armin Kroder will Anfang kommenden Jahres die Kreisgremien über die Erläuterungen von Seitz informieren. Die Fraktionsvorsitzenden der Kreistagsparteien sind bereits unterrichtet.

Wohl kein Antrag für KuMi

Nach dem Negativ-Bescheid des Ministerialbeauftragten ist kaum noch damit zu rechnen, dass der Landkreis einen offiziellen Antrag für eine Altdorfer Realschule beim Kultusministerium in München stellen wird – was an der Feuchter Realschule mit gewisser Erleichterung registriert wird.

Der hiesige Realschuldirektor Günther Sperber hatte die Bestrebungen in Altdorf von Beginn an äußerst skeptisch beobachtet und kann jetzt davon ausgehen, dass es auf absehbare Zeit in der unmittelbaren Nachbarschaft keine „Konkurrenzschule“ geben wird.

Derzeit besuchen 911 Jungen und Mädchen die Feuchter Schule. Die Schülerinnen und Schüler kommen aus der Marktgemeinde und weiteren Orten im südlichen Nürnberger Land, außerdem aus den Stadtteilen des Nürnberger Südostens: Altenfurt, Fischbach und Moorenbrunn.

N-Land Alex Blinten
Alex Blinten