Forschungsergebnis

Demenzpatienten bleiben lieber unter sich

Ein eigener Wohnbereich bietet Vorteile für Demenzpatienten, aber mehr Belastung für die Mitarbeiter: Das zeigt eines der drei vorgestellten Forschungsprojekte des Wichern-Dialogs. | Foto: Adobe Stock2019/04/NL-Demenz-Adobe-Stock.jpeg

ALTDORF – Eine Gruppe von Studenten hat untersucht, welche Wohnform für Demenzpatienten am besten geeignet ist. Beim Wichern-Dialog präsentierten sie ihre Ergebnisse.

Wie werden Menschen mit Demenz in stationären Einrichtungen der Altenpflege am besten untergebracht? Die Studenten Yvonne Hampel, Lisa Herfurth, Lena Hießleitner und Martina Lenkowski untersuchten diese Frage unter fachlicher Begleitung von Prof. Dr. Helene Ignatzi. Sie wollten wissen, welche Vor- und Nachteile es bietet, wenn Menschen mit dementieller Erkrankung in einem eigenen Wohnbereich oder gemeinsam mit nicht erkrankten Senioren leben.

Dazu führten sie am Rummelsberger Stift St. Lorenz sowohl eine Beobachtung von an Demenz erkrankten Bewohnerinnen als auch eine Befragung von Mitarbeitern durch.

Ergebnisse finden Anwendung in Feucht

Lenkowski berichtete, die Gruppe sei insgesamt zu dem Ergebnis gekommen, dass die Unterbringung der erkrankten Bewohner in einem eigenen Wohnbereich mehr Vorteile ergeben habe. Hier hätten die Bewohnerinnen mehr positive Emotionen wie Freude oder Zufriedenheit gezeigt. Außerdem gebe es weniger Konflikte, etwa beim Essen.

„Das deckt sich mit den Erfahrungen der Mitarbeitenden“, sagte Lenkowski. Allerdings habe die Untersuchung auch gezeigt, dass Mitarbeiter des Demenz-Wohnbereichs ihre psychische Belastung höher einstuften als Mitarbeiter der anderen Wohnbereiche.

Die Ergebnisse zur Frage der Wohnform fließen bereits in das Konzept für das neue Seniorenzentrum Gottfried-Seiler in Feucht ein, berichtete Peter Kraus, Fachlicher Leiter der Rummelsberger Dienste für Menschen im Alter.

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