Bildungsstaatssekretär Georg Eisenreich übergab die Auszeichnung an Landrat Armin Kroder

Das Siegel „Bildungsregion“ als Verpflichtung

Dr. Gerald Klenk (links), stellvertretender fachlicher Leiter des Staatlichen Schulamtes Nürnberger Land, bei der Vorstellung des Projekts Netzwerk/Lernwirkstatt Inklusion. Mit auf dem Bild die Ministerialbeauftragten für das Schulwesen in Mittelfranken (v.l.) Hansjörg Bosch (Berufs- und Fachschulen), Joachim Leisgang (Gymnasien) und Johann Seitz (Realschulen). Rechts stellvertretende Landrätin Cornelia Trinkl, auf deren Initiative und Antrag der CSU-Fraktion das Projekt angestoßen wurde. | Foto: Lorenz Märtl2015/11/db-bildungsregion3.jpg

NÜRNBERGER LAND – Als einen „schönen Moment“ bezeichnete Landrat Armin Kroder die offizielle Siegelübergabe „Bildungsregion in Bayern“ an die Bildungsregion Nürnberger Land durch Bayerns Bildungsstaatssekretär Georg Eisenreich. Dazu waren auch der Mittelfränkische Regierungspräsident Dr. Thomas Bauer, die Ministerialbeauftragten für das Schulwesen, Hansjörg Bosch (Berufs- und Fachschulen), Joachim Leisgang (Gymnasien) und Johann Seitz (Realschulen), die am Prozess Beteiligten, außerdem viele Bürgermeister und Kreisräte, Mitglieder der Arbeitskreise und Verantwortliche der vielfältigen Projekte (siehe Kasten) in das Landratsamt gekommen.

Kroders Dank galt allen, die ihren Anteil beisteuerten, dass der Landkreis dieses hochgesteckte Ziel erreichte. „Dranbleiben heißt die Devise“, so Kroder, der betonte, dass der Prozess nachhaltig fortgesetzt wird. Sein besonderer Dank galt dem Kreistag, der mit dem Bildungsfond auch die entsprechenden Mittel bereitstellt, um die neuen Ideen mit finanziellen Mitteln zu fördern. Aus der Vielzahl der Projekte, die bereits umgesetzt sind, bzw. sich in der Umsetzung befinden, wurden dann drei kurz vorgestellt: die Lernwirkstatt Inklusion, ein PC-Seniorenprojekt und Radio Feucht.FM.

Staatssekretär Georg Eisenreich würdigte den Landkreis sowie die hier ansässigen Schulen, Bildungseinrichtungen und Unternehmen wegen ihres Einsatzes für die Bildungschancen der Menschen in der Region.

„Dieses Engagement für die junge Generation wird mit dem Gütesiegel ausgezeichnet“, betonte der Staatssekretär.

Er wies weiter daraufhin, dass hier die Vernetzung und Beteiligung der Bildungsakteure großgeschrieben wird. So sei es ein zentrales Anliegen, sich dafür zu engagieren, dass Jugendliche passende Ausbildungsplätze vor Ort finden.

Die Teilnahme an der Initiative „Bildungsregionen in Bayern“ sei die konsequente Fortsetzung dieses Engagements.

Als Beispiele für gelungene Projekte vor Ort nannte er die „Lernwirkstatt Inklusion Nürnberger Land“, die als Kompetenzzentrum für Fragen rund um das Thema Inklusion Begegnungen ermöglicht, Grundlagenwissen vermittelt, Hilfestellungen für Erziehung und Unterricht liefert und Bildungseinrichtungen bei der Qualitätsentwicklung im Bereich Inklusion unterstützt.

Lobend erwähnte er auch das „FabLab Nürnberger Land“, eine offene „High-Tech-Werkstatt“, in der Menschen generationenübergreifend an Projekten tüfteln und sie verwirklichen.

Ein weitweres generationenübergreifendes Projekt wurde von Schülerinnen und Schülern der Realschule am Fränkischen Dünenweg in Röthenbach mit Seniorinnen und Senioren aus Leinburg unter Begleitung einer Lehrkraft im Umgang mit Smartphone und PC umgesetzt.

Eisenreich wies darauf hin, dass sich mehr als zwei Drittel der bayerischen Landkreise und kreisfreien Städte zu Bildungsregionen entwickeln.

Um das Qualitätssiegel „Bildungsregion in Bayern“ zu erhalten, müssen fünf Handlungsfelder intensiv bearbeitet werden. So geht es darum, Übergänge zwischen einzelnen Einrichtungen fließender zu gestalten, etwa von Kindergärten zu Schulen, von Schulen zu Unternehmen usw.; schulische und außerschulische Bildungsangebote zu vernetzen; jungen Menschen in schwierigen Lebenssituationen zu helfen; die Bürgergesellschaft zu stärken und dazu auch z.B. die Schulen und die Jugendarbeit enger zu verbinden, und die Herausforderungen des demographischen Wandels proaktiv zu gestalten.

Am Ende des Prozesses, der sich je nach Gebietskörperschaft verschieden gestalten und unterschiedlich viel Zeit in Anspruch nehmen kann, steht das Gütesiegel „Bildungsregion in Bayern“.

Er nehme das Siegel „stellvertretend für alle, die an dem Prozess beteiligt waren, entgegen“, meinte abschließend Landrat Armin Kroder.

Bildungsstaatssekretär Georg Eisenreich überreichte Landrat Armin Kroder für den Landkreis Nürnberger Land das Gütesiegel „Bildungsregion in Bayern“.
Bildungsstaatssekretär Georg Eisenreich überreichte Landrat Armin Kroder für den Landkreis Nürnberger Land das Gütesiegel „Bildungsregion in Bayern“.2015/11/db-bildungsregion1.jpg
Max Dettenthaler und Philipp Plößl stellten das Projekt  Radio Feucht.FM vor.
Max Dettenthaler und Philipp Plößl stellten das Projekt Radio Feucht.FM vor.2015/11/db-bildungsregion2.jpg
Peter Müller, Schulleiter der Realschule am Fränkischen Dünenweg Röthenbach, informierte über das PC-Seniorenprojekt mit der Gemeinde Leinburg.
Peter Müller, Schulleiter der Realschule am Fränkischen Dünenweg Röthenbach, informierte über das PC-Seniorenprojekt mit der Gemeinde Leinburg.2015/11/db-bildungsregion4.jpg
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