Paetzold und Kiessling überreichten Unterschriften

Bürgerentscheid kann kommen

Eckard Paetzold und Margit Kiessling überreichten die Liste mit 1238 Unterschriften Bürgermeister Erich Odörfer (links). Im Februar wird der Stadtrat darüber entscheiden, wann das Bürgerbegehren in Sachen Stadthalle durchgeführt werden soll. Foto: Blinten2014/01/unterschriften_New_1390919705.jpg

ALTDORF — Die Altdorfer Bürgerinitiative „Statt Halle“ hat die erforderlichen Unterschriften zur Einleitung eines Bürgerbegehrens zusammen. Damit wollen der Grünen-Stadtrat Eckart Paetzold und seine Mitstreiter die angestrebte neue Stadthalle verhindern.

1238 Unterschriften haben Paetzold und seine Stadtrats-Kollegin Margit Kiessling jetzt an Bürgermeister Erich Odörfer übergeben. Über neun Prozent der Altdorfer Wahlberechtigten haben also unterschrieben, womit die Voraussetzung für die Einleitung eines Bürgerbegehrens erfüllt ist.

„Ich bin nicht gegen ein Bürgerbegehren in Sachen Stadthalle“, versicherte Bürgermeister Odörfer, als er die Unterschriftenliste von Kiessling und Paetzold entgegennahm. „Ich plädiere aber dafür, dass man den Bürgern dann auch realistische Zahlen nennt.“ Die Bürgerinitiative spricht von rund 15 bis 20 Millionen Euro, die für eine neue Halle samt Grundstück locker gemacht werden müssten, aus Sicht der Hallen-Befürworter eine überzogene Zahl.

Für die Bürgerinitiative steht ohnehin fest, dass Altdorf keine große Stadthalle braucht, da „90 Prozent aller Veranstaltungen von weniger als 200 Personen besucht werden“, so Paetzold, der an Odörfer appellierte, das Bürgerbegehren parallel mit den Kommunalwahlen durchzuführen. Das zu entscheiden liegt freilich nicht in der alleinigen Befugnis des Rathaus-Chefs, darüber muss der Stadtrat beschließen.

Deshalb wird Odörfer das Thema für die Februar-Sitzung des Gremiums auf die Tagsordnung setzen. „Ich bin nämlich aus Kostengründen auch dafür, dass wir das Bürgerbegehren mit den Wahlen
durchziehen.“

Parteipolitisch lässt sich das Thema übrigens schlecht nutzen, weil sich Befürworter und Gegner einer neuen Stadthalle in allen politischen Gruppierungen finden.

„Wir wissen, dass wir als Gegner des Projekts ein Risiko eingehen“, sagt Margit Kiessling. „Aber der Bürger soll entscheiden.“ Und Kiessling hatte bei aller Gegnerschaft dann doch noch einen Vorschlag für Odörfer: Die Stadt solle doch einen Investor suchen, der eine Stadthalle zusammen mit einem Hotel errichtet.

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