Kreisliga Nord

Aus dem Keller in die Spitzengruppe

Mit letztem Einsatz setzt sich der Rascher David Horil (Blau-Weiß) gegen den Wolfsteiner Tobias Bauer (Schwarz) durch. | Foto: Vogt2018/10/svrasch_tsvwolfstein.jpg

NÜRNBERGER LAND – Kreisliga kurios: Das Tableau im Kreis-oberhaus wird immer verrückter. Mit einem einzigen Sieg ist es dem SV Rasch an diesem Wochenende tatsächlich gelungen, von Abstiegsplatz elf auf Rang vier zu springen. Vorbei am FC Ezelsdorf, der sich dank seines Erfolgs in Katzwang immerhin auf Platz acht verbessert hat. Verbessert hat sich auch der TSV Winkelhaid – zumindest was die Spielanteile anbelangt –, allerdings noch ohne zählbaren Erfolg. Nach der unglücklichen Niederlage in Deining zieren die Blau-Weißen weiter das Tabellenende.

Kreisliga Nord Neumarkt/Jura: 1.FC Deining – TSV Winkelhaid 2:1 (1:0) – Gegen den FC Deining verlor Winkelhaid aufgrund einer Unachtsamkeit in der letzten Spielminute das Duell in einem nicht so hochklassigen Spiel. Schon in der 1. Minute hatten die Gäste Glück, als ein Schuss aus 25 Metern nur den Pfosten traf. Winkelhaid hatte in der Anfangsphase Probleme, die schnell vorgetragenen Angriffe der Deininger abzuwehren. Besonders auffällig waren die vielen Fehlpässe bei Winkelhaid, die die Heimelf immer wieder nutzte, um Torchancen zu generieren. Bereits in der 12. Minute erzielte die Heimelf das 1:0. Vorausgegangen war inkonsequente Abwehrarbeit. Kurz darauf der zweite Pfostenschuss für Deining nach einem Freistoß. Goss musste dann in der 18. Minute verletzt vom Feld und Hofmann ersetzte ihn. Die TSV´ler hatten dann erst in der 25. Minute die erste kleine Tormöglichkeit, die aber nicht genutzt wurde. Winter vergab dann in der 37. Minute eine Chance. Alleinstehend schoss er dem Torwart in die Arme. Kurz vor der Halbzeit wurde Winkelhaid dann etwas offensiver, wirklich gefährliche Aktionen waren aber Mangelware. Kurz vor dem Halbzeitpfiff nochmals Glück, als die Deininger nach einem Konter zu überhastet reagierten.

In der zweiten Hälfte ließ die Heimelf in ihren Aktivitäten etwas nach und die Gäste konnten mehr Spielanteile erringen, waren aber im 16er nicht kaltblütig genug. Winkelhaid spielte weiter gut mit und konnte in der 76. Minute durch Findik zum 1:1 ausgleichen. Nun wachte die Heimelf wieder auf, aber Winkelhaid hielt dagegen. In den letzten Spielminuten bewahrte TSV-Keeper Fritschka mit einer Superparade die Gäste vor einem erneuten Rückstand. Kurz darauf landete das Leder nach einem Deininger Angriff nur auf der Querlatte. Während der letzten fünf Minuten drängte Deining vehement; Winkelhaid wackelte und sehnte sich nach dem Abpfiff. Leider kam es wie es kommen musste, wenn man unten drin steht: Hofmann grätscht in der letzten Minute einen Deininger im Strafraum um und es gab Elfmeter. Dieses Geschenk nutzte die Heimelf dann zum 2:1, was alles in allem auch ein gerechtes Ergebnis widerspiegelt. Aufgrund der gezeigten Leistung in der zweiten Hälfte sollten sich die Winkelhaider aufbauen und das nächste Spiel auch so angehen.

SV Rasch – TSV Wolfstein 2:1 (2:0) – Es hat nach langer Zeit endlich wieder mal in Rasch „gemüllert“, Center Christoph Müller legte mit einem Doppelpack den Grundstein für den Rascher Sieg gegen Wolfstein. Die Devise der Rascher war klar, ein Sieg war Pflicht und so legten die Gastgeber auch wie die Feuerwehr los. In den Anfangsminuten hatten sie gleich zwei gute Chancen und beherrschten auch Ball und Gegner. In der 21. Minute wird Christoph Müller von Tobias Birkelbach von der rechten Seite perfekt eingesetzt, nimmt das Leder acht Meter vor dem Tor an, dreht sich noch um einen Wolfsteiner Abwehrspieler herum und spitzelt zum 1:0 ins kurze Eck. Rasch bemühte sich um eine vorzeitige Entscheidung und wurde dann auch in der 40. Minute belohnt. Christian Waiz und Tobias Birkelbach kombinierten sich durch die Wolfsteiner Defensive, die genaue Flanke von Tobias Birkelbach setzte Christoph Müller per Kopf zum 2:0 in die Maschen. In den letzten Minuten der ersten Hälfte lag sogar ein Hattrick in der Luft, doch diesen verhinderte der Wolfsteiner Torhüter Sebastian Wild in letzter Sekunde. Nach etwas ausgeglichenerem Beginn in der zweiten Hälfte verschärften dann die Blau-Weißen wieder das Tempo und hatten mehrere Möglichkeiten, den Sack endgültig zu zumachen. In der allerletzten Spielminute wähnte sich der Rascher Keeper offensichtlich gedanklich schon in der Kabine und fing sich prompt durch Daniel Hartl den 2:1-Anschlusstreffer ein. Auf diesem hochverdienten Sieg sollten die Rascher für die künftigen Begegnungen aufbauen können.

TSV Katzwang – FC Ezelsdorf 1:2 (1:2) – In der zweiten Spielminute legt Luca Meier für den in der letzten Zeit nicht so sehr vom Erfolg verwöhnten Bastian Eckersberger auf und der trifft genau unter die Querlatte zur 0:1-Führung für die Ezelsdorfer. Die Freude darüber hielt jedoch nicht sehr lange, in der 7. Minute konnte sich der Ezelsdorfer Keeper David Gschwendtner nach einem Abwehrschnitzer gegen einen durchgebrochenen Katzwanger Angreifer nur noch regelwidrig im eigenen Strafraum behelfen, sah dafür Gelb und Heiko Tiessen verwandelte den fälligen Elfer zum 1:1-Ausgleich. Ansonsten war das Match bis zur 22. Minute ausgeglichen. Da erlaubten sich die Gastgeber einen Riesenbock in der Abwehr, Bastian Eckersberger spritzte dazwischen, legte ab auf Thomas Eckersberger, der aus vier Meter nur noch zum 1:2 einschieben musste. In der 40. Minute konnte der Ezelsdorfer Torhüter in einer 1 gegen 1- Situation bravourös retten. In der zweiten Hälfte war das Match ebenfalls ausgeglichen mit ein paar Gelegenheiten auf beiden Seiten, bis kurz vor Schluss war aber nichts zwingendes dabei. Eine Riesenchance der Katzwanger kratzte Pascal Preißer kurz vor Ende der Partie gerade noch von der Linie und hielt den Auswärtsdreier der Ezelsdorfer fest. Umkämpfte Partie in Wolfstein: Mit letztem Einsatz setzt sich der Rascher David Horil (Blau-Weiß) gegen den Wolfsteiner Tobias Bauer (Schwarz) durch.

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