Vergabe der Kitaplätze

Altdorfer first

Müssen sich einige Eltern plötzlich nach einer neuen Kita umsehen? Nein, sagt die Stadt. Bestehende Verträge behielten ihre Gültigkeit. | Foto: Adobe Stock2019/07/Altdorf-Kita-Einheimische-Adobe-Stock.jpeg

ALTDORF – Ein Hinweis von Bürgermeister Erich Odörfer beim Gespräch mit den Leiterinnen örtlicher Kindergärten sorgt bei Eltern für Verunsicherung. Sie fürchten um ihre Kita-Plätze.

Bürgermeister Erich Odörfer hat darauf hingewiesen, dass ab dem Kindergartenjahr 2020/21 vorwiegend einheimische Kinder aufgenommen werden sollen. Das hat nun für erhebliche Unruhe gesorgt bei Eltern, die auswärts wohnen, aber in der Wallensteinstadt arbeiten.

Wer in der Nachbarschaft wohnt und sein Kind in einen Altdorfer Kindergarten bringt, braucht sich zunächst einmal keine Sorgen zu machen, stellt Hauptamtsleiter Christof Rothkegel im Gespräch mit dem Boten deshalb fest. Bestehende Verträge würden selbstverständlich nicht gekündigt. Und bei Neuanmeldungen, die online ab dem 1. November eingehen, werde man von Fall zu Fall entscheiden.

Auswärtige würden aber nicht automatisch ausgeschlossen. „Wenn Plätze frei sind, dann können auch Kinder aus der Nachbarschaft aufgenommen werden.“ Allerdings könne Altdorf seine Kapazitäten nicht ständig erweitern, betont Rothkegel.

Rund 560 Betreuungsplätze

Derzeit gibt es in zehn Kindergärten in Altdorf und den Außenorten rund 400 Kiga- und rund 160 Hortplätze. In den kommenden Jahren freilich werden diese Kapazitäten erweitert. So entsteht am Mühlweg im nächsten Frühjahr ein Kindergartenneubau mit 40 Plätzen inklusive einer Integrativgruppe. Im AWO-Hort in der Weißturmgasse wird es nächstes Jahr 50 neue Plätze geben und im katholischen Kindergarten St. Josef in der Rascher Straße plant man eine weitere Kindergartengruppe mit zehn Kindern.

Außerdem hat der Stadtrat grünes Licht für 20 weitere Hortplätze in Altdorf gegeben, die der Kinderbetreuungsverein in einer Doppelhaushälfte an der Hackenrichtstraße einrichten will (wir berichteten). Hinzu kommt ein Kinderhaus, das im geplanten Baugebiet Altdorf Nord entstehen soll. Hier will man Krippen-, Hort- und Kindergartenkinder unterbringen.

Kein Altdorfer Alleingang

Dass Kinder aus der eigenen Gemeinde in Kindergärten, -krippen und -horten Vorrang haben, ist keine Altdorfer Eigenart. Nachbarkommunen wie Winkelhaid halten es genauso.

N-Land Alex Blinten
Alex Blinten