Stadt startet mit Facebook-Seite

Alle Daumen hoch

Die offizielle Facebook Seite der Stadt Altdorf ist startbereit. Im Oktober soll es losgehen. | Foto: Stadt Altdorf2020/09/Altdorf-facebook_zuschnitt-scaled.jpg

ALTDORF – Die Stadt Altdorf geht im Oktober mit einem eigenen Facebook-Kanal online. Aus dem Stadtrat gibt es fast ausnahmslos Zustimmung zum neuen Projekt.

Die Stadt Altdorf wird am 12. Oktober mit einem eigenen Facebook-Auftritt online gehen. Auf der jüngsten Sitzung des Stadtrats hat Susanne Voss das Projekt vorgestellt. Die Redakteurin des Stadtblicks, im Rathaus zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der Stadt, hat den Online-Auftritt zusammen mit der Nürnberger Agentur Keller&Kollegen vorbereitet.

Muss das sein? Braucht Altdorf neben seiner Website altdorf.de tatsächlich auch noch eine Facebook-Seite? Und wenn ja – warum? Weil sich immer mehr der 30 bis 50-Jährigen online informieren, sagt Voss. Diese Zielgruppe erreicht man mit dem Printprodukt Stadtblick nur begrenzt. Ein unmittelbarer Dialog ist damit schwierig. Außerdem biete Facebook die Möglichkeit, immer aktuell zu informieren. „Wir möchten berichten und erklären, was wir tun“, sagt Voss, die Bürger sollten transparent und aktuell mitbekommen, was in der Stadt geschieht. „Und wir rufen zum Dialog auf.“

Darauf freut sich die Sprecherin der Stadt Altdorf und hofft, dass die Leute, die Facebook nutzen, sich an die sogenannte Nettikette halten, an Regeln des Anstands bei der Online-Diskussion. Dialoge auf Facebook will Voss „grundsätzlich ernst nehmen“, wenn es dann im Oktober losgeht, sei man im Rathaus offen für konstruktive Kritik.

Arbeitsmotto bei der Kooperation mit der Agentur Keller&Partner war „Wir Altdorfer – gemeinsam und vernetzt, gerade in Zeiten von Social Distancing“. Transparent, wertschätzend und schnell wolle man mit dem neuen Auftritt sein, verspricht Voss, ein Angebot für Altdorfer, für touristische Besucher und auch für Stellenbewerber.

Keine zusätzlichen Kosten

Bei den Stadträten kommt das Projekt gut an, wohl auch, weil damit keine zusätzlichen Personalkosten einhergehen. Susanne Voss wird den Facebook-Auftritt im Rahmen ihrer für die Öffentlichkeitsarbeit anfallenden Arbeitszeit stemmen.

Margit Kiessling (Grüne) ist sich sicher, dass die Stadt mit Facebook die Möglichkeit hat, die Bürger direkt zu beteiligen und anzusprechen. „Das begrüße ich außerordentlich.“ Ebenso Thomas Kramer (CSU): „Super, man kann aktuell sein.“ Das sei in der Corona-Situation besonders wichtig.

Peter Wack (FW/UNA) spricht davon, dass es sowieso höchste Zeit für eine städtische Facebookseite sei, weist aber darauf hin, dass es hier auch Hasskommentare geben könnte. Wie geht man damit um? Kommentare unterbinden will die Stadt nicht, die User müssen sich aber an die Nettikette halten, betont Voss. Wer das nicht berücksichtigt, dessen Kommentare werden gelöscht.

Laura Bergmann (SPD) erinnert daran, dass die Zielgruppe der Leute unter 30 gar nicht mehr so häufig auf Facebook unterwegs ist, sondern eher Instagram nutzt. Auch hierfür ist man in Altdorf künftig offen, die Erweiterung des Online-Auftritts auf weitere soziale Kanäle sei durchaus möglich, sagt Voss. In erster Linie, das macht Bürgermeister Martin Tabor deutlich, soll der neue Auftritt der schnellen Information der Bürger dienen. Dabei soll aber auch unbedingt die Möglichkeit eines Dialogs gegeben sein.

Feucht blockt Kommentare

In Schwarzenbruck funktioniert der Facebook-Auftritt der Gemeinde genauso: Infos plus Feedback aus der Bevölkerung. Eine offizielle Facebook-Seite der Marktgemeinde Feucht existiert ebenfalls, sie ist aber noch nicht freigeschaltet. Und sie wird – anders als die Seiten Altdorfs und Schwarzenbrucks – keine Kommentarfunktion beinhalten (wir berichteten). Diesen Schritt erachtete der Gemeinderat in seiner Mai-Sitzung für notwendig, weil das Moderieren von Diskussionen einen personellen wie finanziellen Mehraufwand nach sich ziehe. Bis dato findet man viele Informationen um die Kommune in einer privat geführten Gruppe namens Bürgerforum Feucht. Zu deren Administratoren gehören neben anderen auch der ehemalige Bürgermeister Konrad Rupprecht und Marktgemeinderat Herbert Bauer. Bürgermeister Jörg Kotzur hat sich vor geraumer Zeit zurückgezogen.

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