Haus am Pfaffental eingeweiht

13,5 Millionen für Altdorfer Senioren

„Schön ist es, in dem Haus zu sein“ singt der Chor aus Mitarbeitern und Bewohnern. | Foto: Mock2018/09/Altdorf-Seniorenzentrum-Haus-am-Pfaffental-Christa-Wild-2.jpg

ALTDORF – Die Diakonie Neuendettelsau hat ihr neu gebautes Altdorfer Seniorenzentrum eingeweiht. 13,5 Millionen hat die Organisation in das Haus am Pfaffental investiert. Entstanden ist ein modernes, freundlich anmutendes Haus, dem es aber an Pflegekräften fehlt. Zum Festakt sprachen Landrat Armin Kroder, Bürgermeister Erich Odörfer und Pfarrer Albert Börschlein.

Die Planung und Umsetzung des Hauses am Pfaffental ist wie aus dem Lehrbuch: Ende 2013 hatte es die ersten Gespräche zu einem Neubau in Altdorf gegeben. Im Herbst 2016 erfolgte die Grundsteinlegung. Eineinhalb Jahre später beendete die Diakonie die Bauarbeiten vier Monate vor der gesetzten Frist und blieb auch noch im Kostenrahmen.

Ein gelungenes Erfolgsprojekt. Das Haus ist modern und wirkt hell und offen. Es bietet Platz für 102 Personen, 60 sind bereits eingezogen. Die 78 Einzel- und 12 Doppelzimmer verfügen jeweils über ein eigenes Bad. Gemeinschaftsräume laden zum Verweilen ein. „Durch die Nähe zum wunderschönen Pfaffental und durch die eigens angelegten kurzen Spazierwege, finden die Bewohner eine kleine Oase der Erholung vor“, schwärmt Diakonie-Vorstandsvorsitzender Dr. Mathias Hartmann.

Vorstandsvorsitzender Dr. Matthias Hartmann, Architekt Gerd Ehemann und Einrichtungsleiterin Christa Wild nehmen den symbolischen Schlüssel des Hauses am Pfaffental in Empfang | Foto: Mock2018/09/Altdorf-Seniorenzentrum-Haus-am-Pfaffental-Christa-Wild-1.jpg

13,5 Millionen hat die Diakonie Neuendettelsau in die neue Seniorenresidenz investiert. Die Stadt Altdorf hat das Projekt ebenfalls mit einer kleineren Summe unterstützt.

Das einzige, was fehlt, sind Fachkräfte zur Pflege. „Die ersten Monate seit dem Bezug des Neubaus im Mai haben gezeigt, dass die neue Pflegeeinrichtung Haus am Pfaffental eine sehr große Nachfrage erfährt, der wir kaum gerecht werden können“, sagt Diakonie-Vorstand Jürgen Zenker. Einrichtungsleitung Christa Wild nickt zustimmend. Hätte sie mehr Personal, wäre das Haus sicher voll, sagt sie.

„Es ist ein Zuhause“

Die Stimmung bei der Einweihung ist leicht und heiter. Ein Chor aus Mitarbeitern und Bewohnern trägt bei der Einweihungsfeier mit viel Enthusiasmus eine selbst gedichtete Variation von „Schön ist es auf der Welt zu sein“ vor. Auch die in die Zeremonie eingestreuten gemeinsamen Lieder „Lobet den Herren“ und „Nun danket alle Gott“ kommen im kräftigen Brustton. Keine Spur von der drückenden Tristesse eines Altenheims. „Es ist mehr als nur ein Bauwerk, es ist ein Zuhause“, sagt Architekt Gerd Ehemann stolz bei der symbolischen Schlüsselübergabe an Wild.

Landrat Armin Kroder ist stellvertretend für Bezirkstagspräsidenten Richard Bartsch zur Einweihung erschienen. Er spricht der Diakonie Neuendettelsau seinen Dank aus und vergleicht die Organisation scherzhaft mit der Musik von Ullrich Reuter und Leo Kalavrouziotis. Das Duo begleitet den Festakt mit Klarinette und Gitarre. „Sie ist fröhlich, beschwingt und man weiß nie, was als nächstes kommt“, sagt Kroder lachend.

„Es ist eine Berufung“

Er habe größten Respekt und Anerkennung für die Arbeit der Altenpfleger und wünsche sich, dass die Menschen in dem Haus zusammen glücklich leben mögen.

Auch Bürgermeister Erich Odörfer stimmt in den Lobgesang ein: „Die Arbeit mit und für Menschen ist mehr als nur ein Beruf. Es ist eine Berufung.“ Er habe selbst Angehörige, die im Haus am Pfaffental wohnten und sei dankbar, dass die Diakonie sich für die Erweiterung ihres Altdorfer Standorts um über 100 Plätze entschieden habe, sagt der Bürgermeister. „Damit verbessert sich die sehr angespannte Situation für Senioren in Altdorf erheblich.“

Pfarrer Albert Börschlein, der stellvertretend für beide Altdorfer Kirchen vor Ort ist, stimmt dem nachdrücklich zu. Er lobt zudem die Gestaltung des Neubaus, den er wegen seiner modernen, offenen Architektur als „schönes, lebendiges Zuhause für alle Bewohner“ beschreibt.

N-Land Magdalena Mock
Magdalena Mock