Tipps fürs heiße Wochenende

Wenn die Sonne vom Himmel brennt…

Kleine Kinder sind bei extremer Hitze besonders gefährdet.2013/07/5_2_1_2_20130727_SONNE.jpg

HERSBRUCKER SCHWEIZ – Zum Sommer gehört zwar eine strahlende Sonne, aber wenn die Temperaturen auf fast 40 Grad klettern, wie es für dieses Wochenende angekündigt ist, kann die Sonne eine große Gefahr darstellen. Besonders Kinder und ältere Menschen sollten Schutzmaßnahmen ergreifen und sich gut informieren.

Zur Vorbeugung ist ganz einfach zu sagen: dünne, leichte Bekleidung – am besten langärmlig -, einen Sonnenhut und nicht an Sonnencreme sparen. Davon gibt es zwar eine umfangreiche Auswahl, aber wer schwimmen geht, sollte besser zu einer wasserfesten Version greifen. Beim Kauf einer Sonnencreme ist zudem der Lichtschutzfaktor (LSF) zu beachten. „Der Lichtschutzfaktor verlängert die Zeit, die man in der Sonne bleiben kann, ohne einen Schaden davonzutragen. So kann eine Person, die eine Creme mit hohem LSF benutzt, sehr lange am Strand liegen. Hierbei spielt der Hauttyp keine Rolle“, sagt Dr. Thomas Gleanz von der PsoriSol Hautklinik. Er fügt hinzu, dass es nach dem Dermatologen Thomas Fitzpatrick fünf Hauttypen gibt, bei dem der erste als irischer, hellhäutiger Typ und fünfter als schon fast schwarzhäutig gilt.

Dass Menschen braun werden, hat etwas mit der eigenen Schutzfunktion zu tun, die dafür sorgt, dass sich unsere Haut braun färbt und somit eine Art „Schutzmantel“ um Hautgefäße bildet. Unser Körper macht dies beispielsweise zum Schutz vor Hautkrebs. Eine Warnung von Fachleuten lautet: Jeder Sonnenbrand erhöht die Wahrscheinlichkeit, später Hautkrebs zu bekommen. Sinnvoll ist es deshalb, sich nicht der prallen Sonne auszusetzen, sondern lieber im Schatten zu bleiben.

Kinder, die besonders darauf achten müssen, keinen Sonnenbrand zu bekommen, dürfen übrigens nicht in ein Sonnenstudio gehen, denn auch hier ist dieser extreme Strahlungseinfluss fatal für die Gesundheit. „Ein Besuch im Sonnenstudio verringert die Wahrscheinlichkeit, einen Sonnenbrand zu bekommen“, heißt es auf der anderen Seite. Das entpuppt sich mehr und mehr als bloßer Werbespruch, denn Experten informieren darüber, dass diese künstliche Bräunungsmethode zwar nicht schädlich für ein weiteres Sonnenbad ist, aber keinesfalls einen Sonnenbrand verhindern kann. Die Strahlung in solchen Studios erreicht zwar nur die oberen Hautschichten, doch nach regelmäßiger, langjähriger Behandlung wird der Körper geschädigt und das Risiko Hautkrebs zu bekommen ist sehr hoch.

Übrigens hat die Sonne natürlich nicht nur negative Seiten: In gewissem Maße ist Sonne zu tanken sogar sehr wichtig, weil das natürliche Licht die Bildung von Vitamin D im Körper anregt. Aber zu lange oder gar bei großer Mittagshitze draußen zu sein, ist dennoch nicht gesund und kann oftmals zu einem Hitzschlag oder Sonnenstich führen. Die Symptome hierfür sind Schwindel, Übelkeit und Erschöpfung. Sollte sich der Gesundheitszustand nach einer Pause und viel Schlaf nicht verbessert haben, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen.

Insbesondere bei einem Hitzschlag ist Wasser trinken sehr wichtig. Aber auch sonst wird bei hohen Temperaturen eine Mindestzunahme von zwei Litern pro Tag empfohlen, damit der Körper immer genug Flüssigkeit hat.

Bei einem Sonnenbrand empfiehlt die Apotheke ein Gel oder Spray, das man auf die betroffene Hautstelle aufträgt und das kühlt und zugleich eine beruhigende Wirkung hat. Wird es jedoch nicht besser, ist auch hier eine ärztliche Untersuchung sinnvoll.

Ein weit verbreitetes Klischee ist, dass man im Wasser vor der Sonne sicher sei. Oftmals ist aber genau das Gegenteil der Fall: Durch die Lichtbrechung und Reflexion an der Wasseroberfläche treffen die Sonnenstrahlen gebündelt und verstärkt auf der Haut auf.

Im Allgemeinen ist jeder dazu aufgerufen, sich an die folgenden Punkte zu halten, damit er die heißen Tage ohne Schaden übersteht: viel trinken, direkten und lang anhaltenden Sonnenkontakt vermeiden und immer gut eincremen!

Anna Ludwig

N-Land Hersbrucker Zeitung
Hersbrucker Zeitung