Ortstermin am Fleischmann-Areal

ALFELD – Zur Gemeinderatsitzung traf sich das Alfelder Gremium am sogenannten Fleischmann-Areal um vor Ort über das weitere Vorgehen zu entscheiden. Seit mehr als einem Jahrzehnt befindet sich das Fleischmann-Areal nun schon im Eigentum der Gemeinde Alfeld. Ohne Nutzung ist der Gebäudekomplex nun zusehends vom Verfall bedroht. Bürgermeister Karl-Heinz Niebler hatte deshalb zu einem Ortstermin geladen, damit sich die Gemeinderäte selbst ein Bild machen konnten.

In den letzten Jahren gab es Bemühungen, eine Planung für einen Gemeinschaftssaal in die Wege zu leiten. Von ortsansässigen Handwerkern ließ sich der Bürgermeister Kosten für einen solchen Bau ermitteln. Gleichzeitig war er aktiv, um mögliche Fördertöpfe aufzutun. Im unteren Teil eines Gebäudes könnte der im Augenblick provisorisch eingerichtete Bauhof einen Platz finden.

Anhand der Kostenschätzungen muss mit Ausgaben von 650.000 bis 700.000 Euro gerechnet werden. Keinerlei Fördermöglichkeiten gäbe es für den Bauhof. Durch die Europäische Gemeinschaftsinitiative Leader könnte für einen Gemeinschaftssaal eine Förderung von 50 Prozent erhalten werden.

Förderung möglich

Eine weitere Fördermöglichkeit besteht durch das Programm der Dorferneuerung für den Gebäudeabbruch, die Gestaltung der Außenanlagen sowie einen Musikprobenraum mit ebenfalls 50 Prozent. Für beide Subventionen sei es aber notwendig, ein konkretes Konzept mit Planung für die künftige Nutzung vorzulegen. Bürgermeister Karl-Heinz Niebler merkte auch an, dass die Fördertöpfe nicht endlos zur Verfügung stünden. Leader-Mittel hätten für den Landkreis ein bestimmtes Budget, wenn dieses ausgeschöpft sei, wären auch keine weiteren Beihilfen mehr möglich.

Niebler erläuterte, der Gebäudekomplex sei mittlerweile in einem Zustand, in dem eine Sicherung langsam nötig würde. Im Nachbargebäude der Alfelder Schule befindet sich die Heizung in einem relativ schlechten Zustand. Falls es zum Bau eines Gemeinschaftssaales käme, könnten die Heizungsanlagen für beide Gebäude gemeinsam genutzt werden. Der Bürgermeister schlug vor, dann auf erneuerbare Energien umzustellen wie etwa eine Hackschnitzelheizung.

Ohne Darlehensaufnahme sei ein solches Projekt für die Gemeinde jedoch nicht zu realisieren. Niebler hat sein Vorhaben bereits bei der Regierung vorgestellt. Auch von dieser Stelle wird aber zunächst die Ausarbeitung eines Konzeptes gewünscht.

Der Gemeinderat beschloss, das Gebäude abreißen zu lassen. Nur an der Straßenseite soll eine Mauer des alten Wohnhauses als Stützmauer stehen bleiben. Danach soll in Absprache mit den örtlichen Vereinen ein Grob- bzw. Nutzungskonzept erstellt werden.

Kerstin Rösel

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