Heute Vormittag ging der Blick im PZ-Land nach oben

Nur mit Brille: Die Sonnenfinsternis faszinierte gestern Jung und Alt

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NÜRNBERGER LAND — Viele Bürger im PZ-Land konnten die partielle Sonnenfinsternis gestern nicht live erleben, weil sie keine der raren Spezialbrillen mehr ergatterten. Umso interessierter beobachteten die glücklichen „SoFi“-Brillenbesitzer das Himmelsschauspiel, in Lauf, Schnaittach oder Röthenbach. Annerose und Klaus Bussee (oben links) aus Lauf beispielsweise haben ihre Sofi-Brillen von 1999 wieder herausgekramt und damit das Naturschauspiel von der Turnstraße aus betrachtet. Frank Boxler hat die Sonnensichel über Simonshofen fotografiert (oben Mitte). Der dortige Dorfmarkt bot als besonderen Service an, dass sich Kunden kostenlos die „SoFi“-Brille ausleihen konnten. Irene Leidenberger (oben rechts) hat ihre alte „Sofi“-Brille von 1999 herausgekramt. „Die haben unsere Eltern uns damals gekauft“, erinnert sich die 21-Jährige. „Das ist schon irgendwie faszinierend“, sagt die junge Lauferin zum Himmelsschauspiel, das sie und ihre Schwester Simone vom unteren Laufer Marktplatz aus beobachten. Weit und breit ist sie gestern Vormittag in der Stadtmitte die einzige mit Spezialbrille. Kein Wunder also, dass sich schon gut und gerne zwanzig Leute ihre Brille kurz ausgeliehen haben, um einen Blick auf „Sofi“ zu erhaschen. Im Pausenhof des Laufer Christoph-Jacob-Treu-Gymnasiums konnten Schüler durch drei präparierte Teleskope (unten rechts) beobachten, wie der Mond die Sonne langsam bedeckt. Zudem stellte die Schule einige Spezialbrillen, die weiter gereicht wurden (unten links). Manche Schüler waren begeistert, andere wiederum fanden an der Sonnenfinsternis nichts aufregendes: „Das sieht ja genau wie ein Halbmond aus“. Bei den Laufer Stadtwerken gab es im Vorfeld Sorgen, dass „SoFi“ zu einer Überversorgung der Netze führt: Wäre die Sonne nach einer starken Verdunkelung rasch wieder zum Vorschein gekommen, wäre plötzlich zu viel Strom im Netz gewesen. Dann hätten die Photovoltaikanlagen in Lauf und Neunkirchen Notfalls abgeschaltet werden müssen, sagte Geschäftsführer Jürgen Ferfers der PZ. Deshalb hat der Netzbetreiber Tennet schon am 4. März eine Kaskadenübung durchgeführt. Nötig war eine Abschaltung aber nicht. „Es ist alles stabil gelaufen,“ sagte Ferfers.Fotos: Bader, Boxler, Fischer, Kirchmayer.

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