Hauptstandort soll Lauf bleiben

ABL plant Erweiterung in Altdorf

„Stoppt die Bannwaldrodung“: Das forderten die Teilnehmer einer Demonstration, die sich schützend vor das Waldstück an der Straße von Lauf in Richtung Diepersdorf stellten. | Foto: Grüne/Ortsverband Lauf2021/06/schutzende-hande-bannwald-letten.jpg

LAUF/ALTDORF – Das Laufer E-Mobility-Unternehmen ABL setzt seine geplante Erweiterung um – vorerst jedoch nicht auf der Fläche am Letten, sondern in Altdorf. Dies teilte das Familienunternehmen am Dienstagmorgen mit.

Man wolle „zeitnah“ einen Ergänzungsstandort in Altdorf errichten, auf einer „verfügbaren Fläche“, heißt es in einer von ABL veröffentlichten Pressemitteilung. Unklar blieb zunächst, wo sich diese Fläche befindet.

Das Unternehmen betont aber auch: Hauptsitz soll Lauf bleiben. Hier sollen künftig Verwaltung, Entwicklung sowie ein neues Kunden-Center beheimatet sein, während nach aktuellem Planungsstand Produktion, Montage, Logistik und „Schnittstellenfunktionen“ nach Altdorf ziehen werden.

„Wir sind ein Laufer Unternehmen und unser ausdrücklicher Wunsch war immer, dass wir das auch zukünftig bleiben können. Dass wir unseren Ergänzungsstandort in Altdorf und damit in unmittelbarer Nähe entwickeln können, freut uns sehr“, so Stefan Schlutius, der geschäftsführende Gesellschafter.

Was wird aus dem Wald?

Offen ist, was die Entscheidung für das Waldstück an der Straße von Lauf nach Diepersdorf bedeutet, auf das ABL zunächst ein Auge geworfen hatte. Dort hätten mehrere Hektar Wald gefällt werden müssen, was für Protest sorgte.

In jedem Fall wolle man die Fläche an der Autobahn-Anschlussstelle Lauf-Süd und der Staatsstraße St2240 – sollte sie nach Lauf eingegliedert werden – für eine zukünftige Nutzung weiterentwickeln, lässt sich Bürgermeister Thomas Lang in einer Pressemitteilung des Unternehmens zitieren.

Mehr in der morgigen Ausgabe der PZ und des Boten.

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