9500 Euro für die Lebenshilfe

Die Raiffeisenbank sagte beim Benefizabend zugunsten der Lebenshilfe spontan eine Spende von 1000 Euro zu. Als Dankeschön überreichte Marcel Schneider (Zweiter von links) das Bild der „kopflosen Dame“, signiert von Dunja Rajter. Unser Foto zeigt Manfred Göhring (links), Bürgermeister Konrad Rupprecht, Gerhard John und Walter Engelhardt (von rechts).2011/10/benefizabenderloes_New_1319789102.jpg

FEUCHT – Spontan hatten der Vorstandsvorsitzende der Raiffeisenbank Altdorf-Feucht, Manfred Göhring, und sein Stellvertreter Walter Engelhardt beim ersten Feuchter Benefiz-Konzert von Friseurmeister Marcel Schneider eine großzügige Spende von 1000 Euro für die Lebenshilfe Nürnberger Land zugesagt. Dafür bedankten sich nun bei einem Besuch in der Bank neben Marcel Schneider auchBürgermeister Konrad Rupprecht und der Vorstandsvorsitzende der Lebenshilfe, Gerhard John. Als sichtbares Zeichen seiner Begeisterung über die Unterstützung übergab Schneider das Bild der „kopflosen Dame“, das die Sängerin Dunja Rajter signiert hatte und das nun eine Wand in der Raiffeisenbank schmücken wird.

Sehr erfreut über „die Ehre, die unserer Bank zuteil wird“, bescheinigte Göhring dem Organisator Marcel Schneider eine besonders charmante Art, die Besucher zur Spendenbereitschaft zu animieren. Er wisse, dass die Lebenshilfe sehr anerkennenswerte Arbeit für Menschen leistet, die mit Gesundheit und klaren Gedanken nicht so gesegnet sind. Stellvertretend dankte er John für das Engagement, das nicht hoch genug einzuschätzen und jede Unterstützung wert sei.

Die Genossenschaftsbanken kommen aus einer zeitlichen Ära, in der Not keine Seltenheit war und sich Idealisten zusammenfanden, um sich gegenseitig zu helfen, zog Manfred Göhring Parallelen. Für die gute Umsetzung der Ideologie und Ausführung der Geschäfte spreche die große Akzeptanz in der Bevölkerung. Und so passt auch die Spende bei der Benefiz-Aktion gut zum Erscheinungsbild der Raiffeisenbank.

Marcel Schneider bedankte sich bei Göhring und Engelhardt nicht nur für die finanzielle Unterstützung, sondern auch dafür, dass sich mit dieser Aktion die gute Sache in den Köpfen der Menschen festsetzen kann. „Tu Gutes und sprich darüber“, ist für ihn ein wichtiger Faktor, damit der Gedanke weitergetragen wird. Seine Bitte an die beiden Vorstandsvorsitzenden, sich weiter für seine Initiative einzusetzen, stieß auf offene Ohren. Sollte im nächsten Jahr wieder eine Veranstaltung stattfinden, ist die Raiffeisenbank gern wieder mit im Boot.

Auch Bürgermeister Konrad Rupprecht unterstützt weiterhin Schneiders Engagement. Er freute sich vor allem darüber, dass viele Bürgermeister-Kollegen aus umliegenden Gemeinden an der Veranstaltung teilnahmen und damit die Lebenshilfe stärken. Marcel Schneider bedankte sich bei ihm und seinen Mitarbeiterinnen für die tolle Hilfe bei der Vorbereitung und Durchführung.

Von einem „fulminanten Erfolg der Veranstaltung“ sprach Gerhard John, der sich neben der finanziellen auch über die ideelle Aufmerksamkeit der Besucher freute. Die „nimmermüde Art Marcel Schneiders, des Trägers der Ehrenmedaille der Lebenshilfe, hilft immer wieder, Menschen zu begeistern und ihre Motivation zur Unterstützung zu fördern“, so John.

Überrascht zeigten sich die Vertreter der Raiffeisenbank dann von den näheren Ausführungen über die Lebenshilfe. 423 hauptamtliche Mitarbeiter wirken an 1500 Betreuungsplätzen in 21 Einrichtungen, davon sind drei interaktive Kindergärten, eine Schule sowie drei Werkstätten mit über 300 Arbeitsplätzen und ein großes Wohnheim, informierte John. Den geistig behinderten Menschen soll ein Zuhause gegeben werden, wenn sie es wollen, sie können von klein auf begleitet, gefördert und unterstützt werden.

Dass diese Aufgaben sonst die öffentliche Hand übernehmen müsste, wertet die Arbeit der Lebenshilfe im gesamten Landkreis noch zusätzlich auf. In dem Umfang wäre das kaum möglich. Weil die staatlichen Zuschüsse bei weitem nicht ausreichen, ist die Lebenshilfe auf Gönner und Spenden angewiesen. Deshalb dankte Gerhard John auch der Raiffeisenbank und Konrad Rupprecht, dass sie sich so bereitwillig in den Dienst der guten Sache stellten. Abschließend überreichte Marcel Schneider noch den Scheck mit dem Erlös des Abends an die Lebenshilfe. Insgesamt 8000 Euro erbrachte die Veranstaltung, die aufgeteilt werden für die Frühförderung der Lebenshilfe und die Dr. Bernhard Leniger Schule. Weitere 1500 Euro übergaben das Autohaus Vöge, die Firma Markewitsch und die Firma Kistner, die speziell für die geplante Balancierscheibe am Erlebnisplatz der Sinne der Dr. Bernhard Leniger Schule verwendet werden sollen. Die Finanzierung dieses Projekts in Höhe von 12.000 Euro hat sich Marcel Schneider auf die Fahnen geschrieben, und so sollen auch die künftigen Veranstaltungen diesem Zweck dienen. aw/173

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