Edelsfelder backten für den guten Zweck

700 Küchel der Kirwaleut statt Krieg

Nach einer kleinen Einweisung legten die Kirwaleute tatkräftig Hand an den vielen Kücheln an. | Foto: J. Leißner2022/05/a461015302i0009_max1024x.jpeg

EDELSFELD – Vor gut einem Jahr haben sie zusammengefunden, die Jungs und Mädels der Edelsfelder Kirwaleit . Ihren ersten Baum tanzten sie intern und unter den damals geltenden Coronabedingungen im vergangenen Jahr im Hof des „Kannesbauern“ aus. Vor wenigen Wochen ließen die jungen Kirwaleit ihre erste wohltätige Aktion folgen.

Unter dem Motto „Küchel statt Krieg“ legten sich die Moila und Boum kräftig ins Zeug und backten einen ganzen Samstag lang rund 700 Küchel für den guten Zweck. Die Familie Graf „Kannesbauern“ stellten auch hierfür wieder die passenden Räumlichkeiten zur Verfügung.

In zwei Tagen weg

Bäckermeister Martin „Priester“ Dehling und Sabine Graf wiesen die Kirwaleit kurz in das Handwerk ein, anschließend war in der Backstube kein Halten mehr. Nach ordentlicher Werbung und entsprechenden Aushängen Tage zuvor kamen dann an zwei Verkaufsstellen in Edelsfeld 1000 Euro an Spendengeldern zusammen.

Nun folgte die Spendenübergabe der generierten Gelder. 500 Euro gingen auf das Spendenkonto der Gemeinde Edelsfeld für die Flüchtlinge im Ort. Weitere 500 Euro erhielt die Hilfe der gebürtigen Ukrainerin Yuliya Bats aus Amberg, die aus der Region Lemberg stammt. Per Zufall lernte sie den Poppenrichter Bürgermeister Hermann Böhm kennen.

Weitere Aktionen

Seither haben sie gemeinsam drei Hilfstransporte in die Ukraine organisiert. Beim dritten Transport vor einigen Tagen waren bereits die Spendengelder aus Edelsfeld dabei. Für 250 Euro wurden Osternester für geflüchtete Kinder aus Mariupol in einem Frauen-Kind-Heim in der Stadt Dnipro zusammengestellt.

Für die weiteren 250 Euro wurden Medikamente bei einer Amberger Apotheke besorgt. Den symbolischen Spendenscheck nahmen Bats und Böhm von den Edelsfelder Kirwaleit entgegen. Sichtlich bewegt bedankte sich Yuliya Bats im Namen aller Ukrainer für die Spende bei den Kirwaleuten. Als kleines Zeichen des Dankes brachte sie ukrainisches Osterbrot als Gegengeschenk mit.

Autor: Jürgen Leißner

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