250 Teilnehmer in Hersbruck

Spaziergänge gegen die Corona-Politik

Symbolbild | Foto: Heiko Kueverling/stock.adobe.com2021/04/Altdorf-NEU-Polizei-Adobe-Stock.jpg

HERSBRUCK/ ESCHENAU –  Am gestrigen Montagabend haben wieder viele Menschen mit Spaziergängen gegen die Corona-Politik demonstriert. In Hersbruck trafen sich laut Polizeiangaben rund 250 Teilnehmer unangemeldet zu einer solchen Versammlung. Außerdem gab es Gegenveranstaltungen. Bis auf einen Fall in Schwabach verliefen die Zusammenkünfte friedlich.

Gemeinsam mit der bayerischen Bereitschaftspolizei habe das Polizeipräsidium Mittelfranken am gestrigen Montag nahezu zeitgleich 28 Versammlungen mit rund 8800 Teilnehmern betreut, so die Beamten in einer Pressemitteilung.

Angemeldete Zusammenkünfte gab es demnach in Nürnberg, wo sich rund 3900 Teilnehmer rund um die Äußere Cramer-Klett-Straße trafen. In Ansbach gingen rund 800 Gegner der Corona-Politik auf die Straße und in Herzogenaurach rund 200.

Gegenversammlung und Mahnwache

Keine Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen, sondern eine Mahnwache zum Gedenken der 165 Corona-Toten im Landkreis Erlangen-Höchstadt fand gestern am Eckentaler Rathaus statt. Hier kamen rund 40 Menschen. Auch „Roth ist bunt“, die Rother Initiative gegen Extremismus und für eine vielfältige Kreisstadt, hatte zu einer Gegenmaßnahme aufgerufen. Hier trafen sich laut Polizei rund 350 Menschen zu einem „stillen Protest“ gegen rechte Instrumentalisierung.

Neben diesen angemeldeten Versammlungen, gab es allerdings auch Treffen und Spaziergänge, die „durch die Polizei rechtlich als unangemeldete Versammlungen eingestuft wurden“ so das Polizeipräsidium Mittelfranken in der Mitteilung.

Zeitgleich zu „Roth ist bunt“ formierte sich zum Beispiel am Rother Festlatz ein „Stadtspaziergang“ laut Polizei mit zirka 200 Teilnehmern. Auch in Hersbruck fand ein solcher unangemeldeter Spaziergang statt. Am gestrigen Montag trafen sich dort rund 250 Menschen zu einem friedlichen Protest. Das sind rund 120 Spaziergänger mehr als in der Woche zuvor.

Beamten beleidigt

Die nicht angemeldeten Versammlungen verliefen überwiegend friedlich und störungsfrei. Einzig und allein in Schwabach sei es „im Zusammenhang mit dem Versammlungsgeschehen zu mehreren Identitätsfeststellungen“ gekommen, so die Polizei.

Ein Versammlungsteilnehmer habe die Einsatzkräfte beleidigt und und versucht einen Beamten zu treten. In Erlangen leiteten die Einsatzkräfte gegen sieben Personen Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Verstößen gegen die Allgemeinverfügung und Verstößen gegen infektionsschutzrechtliche Bestimmungen ein.

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