Feuerwehren Lindelburg und Pfeifferhütte

Wehren wollen fusionieren

An der Straße von Pfeifferhütte nach Lindelburg soll ein Feuerwehrhaus für die fusionierten Wehren entstehen, wo genau, steht noch nicht fest. | Foto: Spandler2017/03/pfeifferhuette-lindelburg.jpg

PFEIFFERHÜTTE/LINDELBURG – Die Freiwilligen Feuerwehren Pfeifferhütte und Lindelburg wollen fusionieren. Dafür gibt es eine ganze Reihe von Gründen, ausschlaggebend aber ist der Umstand, dass in beiden Wehren immer weniger Personal zur Verfügung steht.

Kameraden ziehen weg oder gehen in den Ruhestand und es ist schwierig, neue Leute für die Feuerwehr zu interessieren. Zwischenzeitlich sind die Kommandanten der beiden Feuerwehren bei Bürgermeister Bernd Ernstberger gewesen und haben ihr Anliegen erläutert. In einer gemeinsamen Wehr könnten die Kräfte gebündelt werden, womit die Alarmsicherheit zu jeder Tageszeit gewährleistet wäre.

Außerdem wollen die Pfeifferhütter und Lindelburger ihr Fahrzeug- und Gerätekonzept optimieren und ihre Kompetenzen bündeln. Dafür peilt man ein gemeinsames Feuerwehrhaus an, idealerweise müsste das zwischen den beiden Schwarzenbrucker Ortsteilen, an der Verbindungsstraße Pfeifferhütte-Lindelburg neu gebaut werden.

Sanierungsbedarf

Ein neues Feuerwehrhaus ist für die Gemeinde zwar zunächst ein großer Kostenfaktor, allerdings müssten die bestehenden Gebäude ohnehin saniert, bzw. erweitert werden. Fenster, Heizungen und Sanitäranlagen sind in die Jahre gekommen.

Für das neue Feuerwehrhaus wünschen sich die Kommandanten aus Lindelburg und Pfeifferhütte drei Fahrzeug-Stellplätze, einen Schulungsraum, Werkstatt, Lager, Küche und Aufenthaltsraum.

Wenn jetzt alles ganz schnell gehen würde, könnte spätestens im Sommer/Herbst 2021 die Zusammenlegung der Wehren komplett sein und die Übergabe des neuen Feuerwehrhauses erfolgen. Dass es schnell gehen kann, zeigte der jüngste Beschluss im Gemeinderat, wo Bürgermeister Ernstberger über sein Gespräch mit den Feuerwehrkommandanten berichtete.

Ohne Gegenstimme billigten die Bürgervertreter den Wunsch der Feuerwehren nach einer gemeinsamen Wache und machten den Weg frei für eine Grundstückssuche an der Straße zwischen den beiden Ortsteilen. Zuvor hatte Gemeinderat Markus Holzammer, Kommandant der Lindelburger Wehr, darauf hingewiesen, dass eine Zusammenarbeit tatsächlich nur dann funktionieren wird, „wenn man gemeinsam an einem Ort ist“. Dem hatte sich Kreisbrandinspektor Bernd Haslinger angeschlossen: „Es ist gut, wenn die Wehren unter einem gemeinsamen Dach sind.

2. Bürgermeisterin Jenny Nyenhuis wies darauf hin, dass das Lindelburger Feuerwehrhaus nach einer Zusammenlegung der Wehren für die Vereine im Ort genutzt werden könnte. Was die Ausstattung und Sanierung von Feuerwehrgebäuden angeht, habe man in Lindelburg und Pfeifferhütte mindestens für die nächsten 20 Jahre Ruhe, fügte Gerhard Weber (CSU) hinzu, deshalb sei ein Neubau der richtige Weg. Beispiel für eine hervorragend gelungene Zusammenlegung ist die Fusion der Ober- und Unterferriedener Wehren vor 14 Jahren. Auch hier hat man sich seinerzeit für ein gemeinsames Feuerwehrhaus an der Verbindungsstraße zwischen den beiden Orten entschieden.

N-Land Alex Blinten
Alex Blinten
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