Workshop mit Trainer aus Los Angeles

Tanzen soll vor allem Spaß machen

Bei einem Workshop in Lauf hat Gus Bembery (links) etwa 20 Jugendlichen seinen Tanzstil beigebracht. Foto: Müller2013/03/60471_tanzworkshopbemberry_New_1364311864.jpg

LAUF — Zwei Stunden schnupperten die Schüler des Studios Tanz(t)raum in Lauf Weltflair: Denn Gus Bembery, ein international erfolgreicher Hip-Hop-Tänzer, war zu Gast. Etwa 20 hochmotivierte Jugendliche lernten bei ihm eine Choreographie und wurden ermutigt, Spaß am Tanzen zu entwickeln.

Der aus Los Angeles stammende Bembery übte mit den Schülern zu den wummernden Takten der Hip-Hop-Version von Justin Timberlakes „Suit and Tie“. Immer wieder zeigte er die einzelnen Schritte sowohl langsam als auch in Originalgeschwindigkeit und munterte mit Zurufen auf. Regelmäßig mussten die Tänzer aus den hinteren Reihen mit den vorderen wechseln, so dass sich niemand den wachsamen Blicken des Profi-Tänzers entziehen konnte.

„Dass Gus Bembery hier einen Workshop gibt, ist eine echte Ehre“, meint Dagmar Adebahr, die Leiterin des Tanz(t)raums, „ohne unsere neue Tanzlehrerin Barbara Kern hätte das nie geklappt.“ Denn die kennt Bembery seit vielen Jahren persönlich und hat einst selbst bei ihm das Hip-Hop-Tanzen gelernt. Nach dem Workshop kommt sie aus dem Schwärmen kaum mehr heraus: „Seine Musikalität ist unbeschreiblich. Jeden kleinen Takt hört er aus der Musik heraus und setzt ihn tänzerisch um. Er hat seinen ganz eigenen Tanzstil, es gibt auf der Welt vielleicht zwei oder drei Leute, die so tanzen können wie er.“

„Mit Leib und Seele“

Adebahr lobt auch die didaktischen Fähigkeiten des Tänzers: „Er unterrichtet mit Leib und Seele und passt sein Programm dem Können der Schüler an. Das machen lange nicht alle Profi-Tänzer“, meint sie. Dass Bembery seinen Schülern wirklich etwas vermitteln will, war nach dem schweißtreibenden Workshop zu beobachten: Der Lehrer rief alle Teilnehmer zusammen und versicherte sich, dass jeder Englisch verstand. Dann hielt er eine kurze, eindringliche Rede, in der er den Spaß am Tanzen beschwor. „Ihr tanzt für euch selbst, fühlt das und habt keine Angst, eure Freude dabei zu zeigen“, gab er den Jugendlichen mit auf den Weg.

Seinen Tanzstil beschreibt Bembery so: „Ich bin beim Tanzen wie eine funktionierende Maschine: Nichts bewegt sich ohne Grund.“ Diesen Gedanken führt er an einem Beispiel praktisch vor: „Wenn ich meinen Arm anhebe, dann bewegt sich gleichzeitig auch mein Bein – das eine ohne das andere funktioniert nicht.“

Bembery wird erneut nach Lauf kommen. Ein Termin steht allerdings noch nicht fest. Fest geplant sind dagegen schon zwei Tanztheaterabende am 8. und 9. Mai zum 25-jährigen Jubiläum, das die Tanzschule von Adebahr dieses Jahr feiert.

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