Konzert der Johannes-Scharrer-Realschule

Sommerabend mit AC/DC und Adele

Aus vollen Kehlen singt der Chor der Klasse 6c. Foto: privat2016/08/7315126.jpeg

HERSBRUCK – Mehr als 300 Besucher erlebten beim Sommerkonzert der Johannes-Scharrer-Realschule (JSR) beeindruckende Darbietungen. In der Aula durften sie sich davon überzeugen, dass auch an der Realschule die musische Bildung eine bedeutende Rolle spielt.

Bei dieser Gelegenheit geben Schulklassen einen Einblick in das praktische Musizieren im Musikunterricht. Den Anfang machte die Klasse 8a, die Beethovens Melodie zu Schillers „Ode an die Freude“ anstimmte. Die hier gerühmte Freude wurde bei den Schülern vor allem im zweiten Teil spürbar, als sie selbstbewusst Coolios „Gangstas Paradise“ mit einer Band und mit mehrstimmigen Gesangsparts brachten. Das Publikum honorierte das mit großem Beifall.

Dasselbe gilt für die beiden Chorklassen 5c und 6c, die von ihrem Musiklehrer Jürgen Kratochvill am Flügel begleitet die Lieder „My heart will go on“, „We are the world“ und „This ist the life“ sangen. Während auch schon die Chorklassen die ersten Schritte in Richtung Mehrstimmigkeit gehen, ist es für den Schulchor schon lange eine Selbstverständlichkeit, anspruchsvollere dreistimmige Sätze darzubieten. Für diesen Abend hatte er die Lieder „Brighter than the sun“ und Adeles James-Bond-Hit „Skyfall“ eingeübt und souverän vorgestellt. Die Belohnung für ihre Leistung erhielten die Schülerinnen aus den 5. bis 10. Klassen nicht nur über den anhaltenden Beifall, sondern auch durch die eigene Freude am Musizieren, die den Chorsängerinnen ins Gesicht geschrieben stand.

Hardrock mit Xylophon
An der Realschule gibt es seit dem Dienstantritt ihres musikbegeisterten Schulleiters Herbert Hieke zwei Bands, eine Band S (Leitung: Josef Schöberl) und eine Band H Leitung: Herbert Hieke). Beide komplettierten das abwechslungsreiche Programm des Konzerts und bekamen begeisterten Applaus. Gesanglich hervorragend eingestellt, erklangen Klassiker wie Creedence Clearwater Revivals „Bad moon rising“, aber auch aktuellere Songs, zum Beispiel „Shut up and dance“ von Walk the moon. Dabei wagten die Akteure auch eigene Arrangements, die ihre Fähigkeiten besonders unterstrichen. Die Version von „Highway to hell“ ohne E-Gitarre, dafür aber mit Xylophonen und vierstimmigem Gesang sorgte bei dem einen oder anderen in der Pause für Gesprächsstoff.

Gegen Ende des Abends wurden von den Musiklehrern diejenigen auf der Bühne verabschiedet, die die zehnte Klasse absolviert haben und daher den Musikgruppen künftig fehlen werden. Die humorvolle und emotionale Verabschiedung zeigte noch einmal, wie gerne man miteinander gearbeitet hat und welch bedeutende Rolle die Musik für das Schulleben der Realschule spielt.

Thomas Bachs sprachlich gewandte Moderation, die Umbaupausen durch geistreiche Einwürfe, Kommentare und Erklärungen überbrückte, trug zu einem rundum gelungenen Abend bei.

N-Land Hersbrucker Zeitung
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