Serenade im Freien

Serenade unter den Linden: Alfelder Chöre begeisterten die Zuhörer

Die beiden Alfelder Männerchöre, der Gesangverein Alfeld 1852 und der Liederkranz Alfeld, beim gemeinsamen Singen des „Albachtals“. | Foto: K. Rösel2022/06/a469907285i0015_max1024x.jpeg

ALFELD – Einmal um die Welt an nur einem Abend, um sich dann wieder in die Heimat zu verlieben: Nach zwei Jahren Pause gaben der Gesangverein Alfeld und die mitwirkenden Chöre zur Serenade am Naturdenkmal „Acht Linden am Kühberg“ ihr Können zum Besten.

Erst im März konnte der Gesangverein Alfeld 1852 wieder mit den Proben beginnen, auch den anderen Chören sei es nicht besser ergangen, erklärte Vorsitzender Peter Windsheimer. Umso motivierter präsentierten die Mitwirkenden das Programm: Den Anfang machte der Gastgeber, der Männerchor des Gesangvereins Alfeld, mit „Wir sind die Könige der Welt“. Fast schon zum Mitsingen lud ihre Chorversion von „Tage wie diese“ der Toten Hosen ein.

Der Mix macht’s

Der Posaunenchor Alfeld unter der Leitung von Karin Lehnerer bewies mit „Just a closer Walk with thee“ und der „Himmelfahrtspolka“, wie vielfältig sein Repertoire ist. Der Gesangverein Liederkranz Alfeld entführte auf eine Reise nach Mittel- und Nordamerika mit den beiden Volksliedern „Son chapin“ und „Ein lustiges Leben“. Absolute Ruhe kehrte ein, als Chorleiter Roland Nitzbon sein Können am Klavier mit „I Giorni“ von Ludovico Einaudi bewies.

Mit dem ursprünglich aus Neuseeland stammenden Walfängerlied und Shanty „Wellerman“ zog der Frauenchor des Gesangvereins Alfeld die Zuhörer in seinen Bann. Ebenso gekonnt trugen die Damen auch „Traditional“ vor.

Mitreißender Männerchor

Mitreißend war auch das Stück des Männerchores: Das ursprünglich von den Beach Boys aufgenommene „Barbar‘ Ann“ wurde mit Solo von Sebastian Maul präsentiert.

Der Liederkranz Alfeld unter der Leitung von Ulrike Bauer animierte mit „Ja-Da“ und „Es muß ein Sonntag g’wesen sein“ zum Mitmachen. Mit „John Brown’s Body“, einem Lied in Marschform, und „Schottisch von Kaspar“ bewies der Posaunenchor, dass er nicht nur kirchliche Musik kann. Roland Nitzbon gab am Klavier „Unter den Linden“ zum Besten.

Noch einmal auf einen kurzen Trip nach Großbritannien nahm der Frauenchor des Gesangvereins Alfeld die Besucher mit „Only You“ von den Flying Pickets. Schon fast zu früh ging das Programm mit zwei Beiträgen des Gemischten Chores zu Ende. Das bekannte „Applaus, Applaus“ der Sportfreunde Stiller bereicherte den Abend ebenso wie das „Abschiedslied“ nach Markus Gerhardt.

Zurück in die Heimat

Nach dieser bunten Reise um die Welt hatte Chorleiter Roland Nitzbon zum Abschluss noch einen Wunsch: Nachdem die beiden Alfelder Chöre schon einmal in Offenhausen gemeinsam das „Albachtal“ gesungen hatten, wünschte er es sich auch für diesen Abend. Das Lied war vom früheren Alfelder Bürgermeister Leonhard Bruckner geschrieben worden und hat sich praktisch zur Hymne Alfelds entwickelt.

In der lauen Nacht blieben die Besucher noch gerne etwas sitzen, um auch die kulinarischen Angebote des Gesangvereins Alfeld 1852 zu genießen.

Text: Kerstin Rösel

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