Elektronischer Jazz

Premiere für Jazz and Beyond

Jazz & Beyond bringt mit Frieder Nagel ganz neue Töne in den historischen Raiffeisen-Saal. | Foto: Patrick Hutter-Blüml2020/01/Altdorf-Nagel-scaled.jpg

ALTDORF – Frieder Nagel eröffnet mit seinen elektronischen Klanggemälden die neue Sooulbuddies-Reihe „Jazz & Beyond“.

Das historische Gebälk des Raiffeisen-Saals hat über die Jahrhunderte schon einiges mitgemacht und hätte viel zu erzählen, wie Walter Engelhardt, Mitglied des Vorstandes der Raiffeisenbank Altdorf-Feucht und damit Gastgeber am ersten Abend von Jazz & Beyond, in seiner Begrüßung ausführte. Dieser Abend sollte eine ganz neue Anekdote hinzufügen. Denn Frieder Nagel steht eher für das „Beyond“ im neuen Veranstaltungsformat der Soulbuddies. Er ist im Berliner Berghain ebenso heimisch wie im Orchestergraben eines Konzerthauses, arbeitet tatsächlich jenseits aller Genregrenzen.
Sinfonie „Ostinato“
Auf den ersten Track – hier spielte der bekannte Altdorfer Drummer Wolfgang Haffner die Drums ein – folgt die Ouvertüre der von Frieder Nagel komponierten Sinfonie „Ostinato“, in die vertonte Eindrücke nordspanischer Gebirgsbäche buchstäblich einfließen. Frieder Nagels elektronisches Live-Set webt aus warmen Synthie-Tönen Soundgemälde und filigrane Balladen, die sich immer wieder zu tanzbaren Rhythmen entwickeln. Etwa im Stück „Blossom“, das man eher in der Berliner Clublandschaft erwartet als in einem Fachwerkhaus am Altdorfer Marktplatz.

Cool ausgeleuchtet

Das Publikum im voll besetzten und einfach cool ausgeleuchteten Raiffeisen-Saal taucht in diese intensiven Klangwelten ein, verfolgt gebannt, wie der Künstler Regler und Synthesizer bedient. Das zweite Set nach der Pause hat dann noch eine weitere Überraschung parat: Für zwei Stücke begleitet Norbert Nagel seinen Sohn mit Klarinette und Saxophon. Spätestens hier gesellt sich der „Jazz“ zum „Beyond“. Für die begeisterten Zuhörer ein großartiges Gesamtpaket.

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