Günter Ermann gastiert im PZ-Kulturraum

Preisgekrönte Lieder über die Welt, in der wir leben

Der Nürnberger Günter Ermann hat sich das Gitarrespielen als Jugendlicher selbst beigebracht. | Foto: Privat2017/09/Image_2.jpg

Der Nürnberger Liedermacher Günter Ermann (62) kommt am 23. September in den PZ-Kulturraum nach Lauf. Im Dezember 2016 hat er beim Deutschen Rock- und Pop-Preis in zwei Kategorien gewonnen.

Herr Ermann, zwei Ihrer Songs sind im Dezember mit dem Deutschen Rock- und Pop-Preis ausgezeichnet worden: „Bitt‘re Welt“ als bester Folkrock-Song, „Aching Heart“ als bester Country-Song. Haben Sie damit gerechnet?

Ermann: Nein, das kam sehr überraschend. Ich konnte es erst gar nicht glauben. Die Konkurrenz ist relativ groß, da sind Leute dabei, die seit Jahren auf Tournee gehen.

Sie betreiben Musik nur als Hobby.

Ermann: Ich arbeite bei der Führungsakademie der Bundesagentur für Arbeit in Lauf. Das Gitarrespielen habe ich mir mit 14, 15 Jahren selbst beigebracht. Auf Feiern habe ich Songs von Bob Dylan oder Simon & Garfunkel nachgespielt. Eigene Songs schreibe ich seit drei Jahren.

Worum geht es in Ihren Liedern?

Ermann: Es geht fast immer um Gefühle und die Welt, in der wir leben. Um Liebe und die Einstellung zum Leben. Ich will unterhalten und zum Nachdenken anregen. Meine Songs sind eher zum Zuhören als nur „Easy Listening“.

Sie treten mit englisch- und mit deutschsprachigen Liedern auf. Was hat es damit auf sich?

Ermann: Angefangen habe ich mit englischen Texten. Manchmal bin ich nachts um zwei Uhr aufgewacht und hatte eine Idee für einen Song. Zwei Stunden später war er fertig. Ich bin bei Auftritten aber oft nach deutschen Songs gefragt worden. Seit einem Jahr schreibe ich fast nur noch auf Deutsch – und Fränkisch.

Am Samstag, 23. September, um 19.30 Uhr stellt Günter Ermann mit zwei Freunden, Michael Schankweiler und Sven Fischer, seine CD „You‘re So Kind“ und neue Songs im Kulturraum vor. Eintritt frei, Spenden gehen an die Laufer Musikschule.

N-Land Andreas Kirchmayer
Andreas Kirchmayer