„Kuni’s Bühne“ zeigt Dreiakter

Ohne Frauen läuft’s nicht besser

Turbulent geht es zu in dem Lustspiel „Endlich sind die Weiber fort“, das Kuni´s Bühne in diesem Jahr zeigt. Die Premiere kam beim Publikum bestens an. Weitere Termine stehen an. | Foto: Brinek2017/04/KunisBuhne-Schonberg2.jpg

SCHÖNBERG — Um die Osterzeit führt die Theatergruppe des Dorfvereins „Kuni’s Bühne“ stets ein Lustspiel auf. In diesem Jahr stand der Dreiakter „Endlich sind die Weiber fort“ von Fred Bosch in fränkischer Mundart auf dem Programm.

„Kuni’s Bühne“ hat viele Fans, der Saal im Theatersaal des Gasthauses „Rotes Ross“ in Schönberg war auch am Montag nach der Premiere bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Zuschauer genossen gut gelaunt zwei Stunden beste Unterhaltung.  

Der Inhalt des Schwanks zeigt, welche Probleme auftreten können, wenn ein Wochenendausflug der Landfrauen auf dem Programm steht. Deren lebenslustige Ehemänner können es kaum erwarten, ihre Gattinnen loszuwerden, denn sie haben längst eigene Pläne. Sie wollen die „freien“ Tage nutzen, um reichlich dem Alkohol zuzusprechen und auch für eine „erotische Note“ durch eine Stripperin wollen sie sorgen.

Kare, der Bäckermeister (Marco Gößwein) und Lorenz, Taubenzüchter und Mesner (Moritz Buchner) treffen sich im Haus von Schreinermeister Bert (Gerhard Gundel) um Pläne zu schmieden. Aber die Landfrauen kennen ihre Männer und vermuten „Da liegt was in der Luft“. Insbesondere die Frau des Schreinermeisters, Renate (Silvia Buchner) und Theres, die Pfarrersköchin (Melanie Märker) sind misstrauisch geworden und bestechen Renates Sohn Simon (Valentin Reisser) mit reichlich Geld, damit er die Männer im Auge behält.

Zusätzlich beauftragt Renate ihre Schwester Rita (Katja Nikoll) zu spionieren.
Die vergnügungssüchtigen Strohwitwer versuchen inzwischen, im Internet die „erotische Überraschung“ ausfindig zu machen. Da sie wegen mangelnder Kenntnisse nicht fündig werden, bestechen auch sie den schlitzohrigen Sprössling Simon, damit er ihnen hilft.

Nach langer Suche stoßen sie auf eine Weigenhofener Table-Dancerin. Tante Rita und Theres durchkreuzen jedoch ihre Pläne und die Dame sagt ab.

Das Vorhaben der aufgekratzten Ehemänner wird immer wieder von den Tugendwächterinnen – angeführt vom Pfarrer (Andreas Buchner) und der Mesnerfrau Irmi (Melanie Zapras) – durchkreuzt.

Das führt zu spritzigen Dialogen und Verwicklungen, die einem vor Lachen Tränen in die Augen trieben. Das Publikum bedankte sich bei den Akteuren mehrfach mit kräftigem Szenenapplaus.

Es müssen noch einige Probleme überwunden werden, bis endlich die „erotische Überraschung“ auftaucht. Der clevere Sohn kann den Abend mit Hilfe seiner Freundin Eva (Anna-Lena Hutzler) doch noch retten und so wird die Feier ein voller Erfolg, bis die Frauen früher als geplant vom Ausflug zurückkommen …

Ein gelungener und kurzweiliger Theaterabend, bei dem die Leidenschaft, mit der die Laienschauspieler agieren, zu spüren war . Die Besucher bedankten sich mit viel Beifall. 

Das Stück wird wiederholt am heutigen Samstag, 22. April, um 19.30 Uhr,  Freitag, 28. April, um 20 Uhr und Samstag, 29. April, um 19.30 Uhr.

N-Land Hans Brinek
Hans Brinek