Rahmenprogramm zu Gedok-Ausstellung

Offene Ateliers zwischen Altdorf und Vorra

Diese Collage zeigt Arbeiten der Künstlerinnen, die am offenen Atelier teilnehmen. | Foto: U. Scharrer2019/03/APC_Collage.jpg

HERSBRUCKER SCHWEIZ – „Wie machen die das nur?“ Wer sich diese Frage schon einmal vor einem Kunstobjekt gestellt hat, darf nun auf Antworten hoffen. Neun der 58 Frauen, die derzeit mit ihren Werken unter dem Thema „1/2 Quadratmeter Kunst“ das Innere des Stadthauses am Hersbrucker Schlossplatz schmücken, öffnen die Ateliers, wo diese Kunstwerke entstanden sind – und haben sich meist noch interessante Gast- Künstlerinnen eingeladen. Am 3. März von 10 bis 18 Uhr darf man ihnen über die Schulter sehen, Fragen stellen und auch mal selbst Hand oder Pinsel anlegen.

Gerlinde Bergers Schmuck-Werkstatt in der Turngasse 4 „klebt“ direkt an der Spitalkirche. Sie zeigt, wie viel Mühe und Kleinarbeit hinter den eleganten Schmuckstücken steckt, die man von ihr kennt. In Weigendorf kann man die Keramikerin und Mosaik-Künstlerin Leonie Böhnel in der Hauptstraße 29 besuchen.

Sie lädt zum „MitMachMosaik im Winteratelier“, stellt mannigfaltiges Material zur Verfügung und hofft auf sprudelnde Ideen und zeitverlorenes Tun bei ihren Gästen. Nur ein paar Häuser weiter „Zur Fallmühle 13“ in Weigendorf bietet Malerin und Druckkünstlerin Nora Matocza neben Kaffee und Prosecco im Atelier auch mehrere Drucke von Radierungen auf ihrer Druckerpresse zum Zuschauen an.

Auch um Offenhausen herum finden sich zwei Offene Ateliers: Glaskünstlerin Silvia Lobenhofer-Albrecht kann man in der Hauptstraße 9 bei Technik und Zuschnitt der Glasbearbeitung zusehen, auch die Glasgestaltung mit Krösel, Mosaik und Farben wird vorgeführt. In ihrem schönen Schauraum stellen als Gäste aus Nürnberg Irene Kress-Schmidt Objekte aus Computerteilen aus und Gerda Karina Hederer zeigt Malerei. Bei Irene Kress-Schmidt können sich die Besucher porträtieren lassen.

Gleich um die Ecke im Keramikatelier von Anita M.Franz in Egensbach 507 gibt es Arbeiten aus Ton zu sehen und bei gutem Wetter wird sie um 14 Uhr einen Holzbrand im Garten anzünden. In ihrem „Galeriehaus“ stellt Luitgard Wiesner Acrylbilder aus; um 13 und 16 Uhr gibt es Führungen.

Wer zu Roswitha Farnsworth in die Pegnitztalstraße 4 nach Hohenstadt kommt, darf der Skulpteurin beim Arbeiten zusehen. Neben eigenen Werken finden Besucher auch Skulpturen von afrikanischen Bildhauern aus Zimbabwe vor. Wer sich für die Modelliermasse NonaD interessiert, kann diese käuflich erwerben und dabei wertvolle Tipps zur Verarbeitung mitnehmen. Kaffee, Kuchen und gute Gespräche bietet Farnsworth auch noch an.

Etwas weiter hinten im Tal hat Bettina Graber in der Tunnelstraße 7 in Vorra ihr Atelier. Bei ihr werden im wahrsten Sinne „brandneue“, also frisch gebrannte Porzellan- und Keramikarbeiten gezeigt. Sonderangebote, ein kleines Büfett mit Tee, Kaffee und Fingerfood lädt zum Verweilen ein und die Glaskünstlerin Uschi Distler ist zu Gast.

Bis nach Altdorf muss fahren, wer den „Malort“ von Tanja Hoffmann in der Kiliansgasse 3 besuchen will. Dort dürfen Erwachsene auf ihrer großen Malwand kostenlos tätig werden. Die Porzellan-Künstlerin Veronika Riedl hat ihre mobile Drehscheibe dabei und führt das Drehen ihrer hauchzarten Objekte vor, die man natürlich auch erwerben kann.

Karikaturen im Angebot
Heimwärts kann man bei Ute Plank in Kühnhofen 20 vorbeischauen. Neben Originalen der in der Hersbrucker Zeitung erschienenen Karikaturen gibt es kleine Arbeiten aus dem Fundus besonders günstig und die Künstlerin erklärt gerne, wie sie auf Ideen kommt und wie sie diese umsetzt.

Einladungskarten mit allen Adressen und Telefonnummern liegen im Stadthaus aus.

N-Land Ute Scharrer
Ute Scharrer