Zwei junge Regisseure aus Lauf ausgezeichnet

Nürnberger Land sahnt ab

Die Preisträger des 32. Mittelfränkischen Jugendfilmfestivals. | Foto: privat2020/07/NL-Jugend-Filmfestival.jpg

NÜRNBERGER LAND – Junge Regisseure aus Lauf glänzen beim Mittelfränkischen Filmfestival mit ihren Debüts.

Jannik Hösch und Felicitas Stößel aus Lauf haben beim Mittelfränkischen Jugendfilmfestival in der Abteilung „Coming Up“ den ersten beziehungsweise zweiten Platz belegt. Mit ihrem Film „Einsicht“, schaffte es Stößel, sich den zweiten Preis in der Kategorie Newcomer zu holen. Die Jury würdige den Thriller der Lauferin, der 2019 gedreht wurde, in ihrer Laudatio als „spannende Geschichte, verarbeitet in einem gelungenen Film“.

Der Streifen dreht sich um Cecilia, die mit ihrem Freund picknicken ist, doch dieser benimmt sich merkwürdig. Als er beim Namen einer Bekannten ausrastet, wird sie misstrauisch. Felicitas Stößel gelingt es nach Ansicht der Juroren, in diesem Psychothriller die Spannung hoch zu halten, nicht zuletzt durch den Einsatz von Belichtung und Musik.

Newcomer aus Lauf

Auch der erste Preis in der Kategorie Coming Up geht nach Lauf: Jannik Hösch hat ihn für seinen Film „Revoir“ bekommen. Liam geht nach dem Tod seiner Schwester durch eine schwere Zeit. Geplagt von geheimnisvollen Vorstellungen verschwimmen Traum und Realität.
In ihrer Laudatio lobt die Jury den Streifen in höchsten Tönen: „Revoir“ ist – in allen Belangen – ein ausgezeichneter Film der Kategorie „Coming Up“. Drehbuchautor und Regisseur Jannik Hösch nimmt sich in seinem allerersten Film direkt ein unfassbar schweres Thema vor: Den Tod eines geliebten Menschen.

Sieben Minuten lang folgen die Zuschauer Liam, der versucht, mit dem Verlust zu leben. Immer wieder stellt er sich vor, seine Schwester wäre noch bei ihm, immer wieder holt ihn die Realität ein und immer und immer mehr verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Traum.
Das Team um „Revoir“ glänzt durch Liebe zum Detail. Es ist ein Kurzfilm, der eine Geschichte erzählen möchte, ein Kurzfilm, der es schafft, zu unterhalten, neugierig zu machen und spannend zu bleiben – und das ohne ein einziges gesprochenes Wort des Protagonisten.
Das Ausmaß der Bildsprache ist nach Meinung der Jury beeindruckend für ein Filmprojekt ohne Vorerfahrung, auch der Kameramann Luis Pitterlein verdient ein besonderes Lob.

INFO
Zu sehen ist „Revoir“ am Samstag, 11. Juli, um 19 und um 22 Uhr sowie am Sonntag, 12. Juli, um 11 Uhr im Frankenfernsehen. Außerdem läuft er auf Youtube.

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