Aufführung im Burgstall in Spies

Noch drei Mal ins historische Theater zu „Baumeister Weinsnabel“

Allmählich nimmt die Kirche (rechts im Bild) Form an: Die insgesamt 19 Laienschauspieler aus den Ortsteilen der ehemaligen Gemeinde Spies brillierten durch ihre Spielfreude. | Foto: Schuster2022/06/OBJ19973005_1.jpeg


SPIES – Noch drei Mal wird in Spies das Theaterstück „Baumeister Weinsnabel“ oder „Zwei Aufträge sind einer zu viel“ im Burgstall aufgeführt. Die Laientheater-Gruppe und allen voran der Spieser Markus Böse haben wieder eine Komödie mit historischem Hintergrund inszeniert.

Die geplante Premiere am Freitagabend war wegen eines heftigen Gewitters mit erheblichem Regen buchstäblich ins Wasser gefallen und wurde am Samstag nachgeholt. Einige Gäste aus der Region, die bereits am Freitag den Spieser Burgberg erklommen hatten und nur die beeindruckende Kulisse mit nach Hause nehmen konnten, hatten sich erneut auf den Weg gemacht, um die von Markus Böse erdachte und inszenierte Komödie „Baumeister Weinsnabel“ oder „Zwei Aufträge sind einer zu viel“, hautnah zu erleben.

Am Samstag ist nun der Burgstall nach längerer Pause wieder Mittel- sowie Treffpunkt der Freunde einer Theateraufführung mit heimatlichen Bezug geworden. Die Zuschauer waren von der Inszenierung und Leistung der Darsteller begeistert.

Die Laienschauspieler probten zweimal pro Woche für das Stück. / Foto: Schuster | Foto: Schuster2022/05/a465661348i0012_max1024x.jpeg

Geschichte auf der Bühne

Die Aufführung versetzt die Gäste inmitten der idyllischen Felsenkulisse in das Jahr 1421 zurück. Heinrich Thürriegel auf Riegelstein möchte sein kleines Holzkirchlein im Ort fertig stellen lassen. Da sein Baumeister gestorben ist, trifft es sich gut, dass in Spies Hanß Weinsnabel den Auftrag bekommen hat, die von den Nürnbergern 1397 zerstörte Burg Spies wiederaufzubauen.

Nur leider ist Meister Weinsnabel, wie der Name schon vermuten lässt, dem Wein sehr zugetan und lässt seine Baustellen eher ruhen, als dass etwas vorwärts geht. Dennoch nimmt er zusätzlich auch den Auftrag an, die Kirche in Riegelstein zu bauen. Seine Schwestern Kunigund und Katharina sind verärgert. Die Gefahr eines Angriffs der Hussiten droht und die Burg Spies kann nur Schutz bieten, wenn diese gut befestigt ist. So beschließen die beiden Frauen, den Bau in die eigenen Hände zu nehmen.

Ihnen soll Jakob, der Sohn der Kunigund, helfen. Doch die geldgierige Ehefrau des Thürriegel versucht, den Bau der Kirche zu hintertreiben. Am Ende stellt sich die Frage. Kommt es noch zur Kirchweih für alle?

Gekonnt in Szene gesetzt

Der Spieser Markus Böse, der bei der Bundespolizei arbeitet und der Liebe wegen nun seit vielen Jahren Spies zur Heimat hat, hat sich Text und Inszenierung selbst ausgedacht – und historische Ereignisse mit einfließen lassen.

Den insgesamt 19 Laienschauspieler aus den Ortsteilen der ehemaligen Gemeinde Spies merkte man die Spielfreude sichtlich an und so war es auch nicht verwunderlich, dass Szenenapplaus die kurzweilige Aufführung immer wieder unterbrach.

Termine

Das Stück wird noch weitere Male aufgeführt und zwar am Freitag, 10. Juni, um 19 Uhr, Samstag 11. Juni, Die Komödie „Baumeister Weinsnabel“ ist noch mal am Freitag, 10. Juni, um 19 Uhr, am Samstag, 11. Juni, um 19 Uhr sowie am Sonntag, 12. Juni, um 16 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei, Spenden sind jedoch ausdrücklich erwünscht. Bei schlechtem Wetter können einzelne Termine entfallen.

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