Sommerkonzert

Musikalisches Feuerwerk in der Artelshöfer Kirche

Geigenvirtuosin Svetlana Klimova ist ganz in die Klänge von George Gershwins „Summertime …“ eingetaucht. | Foto: S. Fuchs2019/06/Sommerkonzert.jpg

ARTELSHOFEN – Beim diesjährigen Sommerkonzert in der Artelshöfer Kirche „St. Philippus und Jakobus“ begeisterte das „Duo Amati“ aus Nürnberg mit einem musikalischen Feuerwerk, einem zweistündigen Programm mit auserlesenen Kostproben aus Klassik, Salonmusik, Jazz und Unterhaltung.

Das Ehepaar Svetlana Klimova und Sergey Vlasow war auf Einladung von Schloss- und Patronatsherr Heinrich Bischoff bereits zum vierten Male in Artelshofen. Im „Gepäck“ hatte sie eine wunderbare, faszinierende musikalische Reise durch Jahrhunderte und über mehrere Kontinente.

„Wir haben immer noch ihre Darbietungen vor Jahren in allerbester Erinnerung“, so der Patronatsherr bei seiner Begrüßung in der fast bis auf den letzten Platz besetzten Schlosskirche. Nach einem herzlichen, von Applaus begleiteten Willkommensgruß an die beiden Künstler erlaubte sich Heinrich Bischoff zunächst einen kurzen Rückblick auf die großen Veränderungen in und um die Kirche in den zurückliegenden 15 Jahren.

Musik mal zwei

Als neuer Schloss- und damit auch Patronatsherr habe er sich von Anfang an zur Bewahrung dieses Schmuckstücks berufen gefühlt. Nach gründlicher Renovierung folgten die Gründung einer Stiftung zum Erhalt des Baus, die 300-Jahr-Feier, eine dritte Glocke für das Geläut, das jährliche Stiftungskonzert im Herbst und nunmehr im dritten Jahre das Sommerkonzert: „Um nicht ein Jahr auf ein Konzert in diesem schönen Kirchlein warten zu müssen.“

Moderatorin Bettina Schulz-Kuhnt führte mit verbindenden Worten und viel Fachwissen durch das Programm, die Entstehung der einzelnen Stücke und deren Komponisten. Ihre Erläuterungen waren humorvoll und hintersinnig. Das Duo Svetlana Klimova (Violine) und Sergey Vlasov (Klavier) begann virtuos und klangvoll mit einer Romanze von Schostakowitsch, es folgten eine Humoresque von Dvorak, ein Rondo von Haydn, ein Ungarischer Tanz von Brahms, Cantabile von Paganini und weitere, leidenschaftlich vorgetragene Stücke bekannter Komponisten.

Wahre Meister

Nach einer Pause mit kostenloser Verpflegung im idyllischen Kirchhof bekamen die begeisterten Zuschauer Bekanntes aus der Neuen Welt, etwa „Chattanooga Choo-Choo“ von H. Warren oder den „Good Morning Blues“, arrangiert von Sergey Vlasov, zu hören. Aber auch eine Hochachtung vor Klezmer-Musik und eine Komposition aus Moldavien gehörten zum Repertoire der beiden mehrfach ausgezeichneten Konzertmeister und Musikpädagogen.

Mit etwas „Sex and Crime“, nämlich mit „Franky and Johnny“ endete das wunderschöne Sommerkonzert aber noch lange nicht! Stehender und lang anhaltender Applaus „zwang“ die beiden Künstler zu einigen gerne gewährten Zugaben, so dass der warme Sommerabend erst mit dem bekannten „Oh when the Saints go marching in …“ ausklang.

Und Diakon Hans-Dieter Brückner betonte beim abschließenden Segen, dass das niveauvolle Konzert eine echte Bereicherung für den Ort und das ganze Pegnitztal gewesen sei: „Es war ein musikalischer Hochgenuss, der allen Besuchern sicher noch lange in den Ohren nachklingen wird!“

N-Land Siegfried Fuchs
Siegfried Fuchs