Neue Ausstellung in Raiffeisenbank

Kunstfenster: Knackig-klar

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HERSBRUCK – Geometrisch klar, dabei knackige Farben auf schwarzem Grund – auch wenn Stefan Stöber das Malen seiner Bilder systematisch wie eine Versuchsanordnung angeht und sie auch entsprechend betitelt. Doch auch wenn die Arbeiten namens „Grundordnung“, „Nebenordnung“ und „Hauptordnung“ zunächst technisch anmuten, sind sie doch von einer ganz altmodischen Materialwahl geprägt – und handgemalt. Mit eigentlich etwas spröden Temperafarben erzielt der 1940 geborene Stefan Stöber eine außergewöhnliche Leuchtkraft und Präzision. Er nimmt sich eine Grundform vor, wie bei den bis zum Jahresende in den Kunstfenstern der Raiffeisenbank ausgestellten Bildern den Buchstaben „U“ und variiert ihn. Dabei ergeben sich wie zufällig auch räumliche Effekte, auch wenn der Diplomdesigner Stöber dem Zufall wohl nicht viel Raum gibt. War er in seiner beruflichen Tätigkeit mit Planungstätigkeiten im Hochbaubereich und Innenausbau tätig, so beschäftigte er sich auch stets mit der methodischen Entwicklung von Gestaltungsgrundlagen und deren Anwendung – sowie Experimenten mit dem Unbewussten. Was auf Zeitungspapier verkopft klingt, wird auf dem Malgrund des Künstlers zu einer hochästhetischen Bilderfahrung, vielleicht einem präzisen, aber doch auch sensiblen Seismographen unbewusster Vorgänge.

Für Ausstellungsmöglichkeiten in den außerordentlich attraktiven neu gestalteten Kunstfenstern der Raiffeisenbank Hersbruck kann man sich an Jutta Schwarz wenden (Telefon 09123 14055), die auch neuen Künstlern gerne eine Plattform bietet.

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