Volksmusikzentrum

Kulturelles Potpourri in Alfeld

Am Samstag erobern die Faschingswütigen in allen Farben und Formen das Volksmusikzentrum zurück. | Foto: K. Rösel2020/02/DSC-0095.jpeg

ALFELD – Ob Faschingsball, Theateraufführung oder Kabarett: Die Alfelder feiern gerne und am liebsten in ihrem Volksmusikzentrum, das sich für solche Events hervorragend eignet. Doch für die Zukunft ist noch mehr geplant, um die Alfelder Kulturszene vielseitig zu gestalten.

Zum vierten Mal stürmen am 15. Februar ab 19 Uhr Narren und Feierwütige das Alfelder Volksmusikzentrum. Höhepunkte des Abends sind die Auftritte der FG Knappnesia aus Sulzbach-Rosenberg und der Line-Dance-Gruppe Alfeld sowie die Maskenprämierung. Bei Snacks und Getränken sorgen die „Moosbüffel“ für Stimmung. Am 29. Februar kommen dann „Raith und Blaimer“ ins Volksmusikzentrum und berichten aus 25 Jahren Eheleben.

Zwar hat der Ort kulturell schon einiges zu bieten, wie die Kirwa oder die Theatervorstellung vor Kurzem, doch das Angebot soll noch vielseitiger werden, erklärt Bürgermeister Karl-Heinz Niebler im Gespräch mit der HZ. Dafür ist unter anderem ein Dorfkino in Planung, das, wenn alles klappt, schon in den Sommerferien 2020 in Betrieb geht. Es wäre dann das vierte Kino dieser Art in Bayern.

Träger hilft mit

Das Konzept ist einfach: Das Volksmusikzentrum wird mit Beamer und Leinwand, Bestuhlung und einer Popcornmaschine ausgestattet; die Filme werden vom Filmklub Güstrow, Träger des Projektes „Dorfkino einfach machbar“, ausgeliehen und nach Gebrauch ans nächste Dorfkino geschickt, erklärt der Bürgermeister. Für die Filmlizenzen und Gema-Gebühren ist der Klub verantwortlich. Die Vorführungen finden beliebig oft statt. Gefördert wird das Projekt „Dorfkino“ von der Kulturstiftung des Bundes; finanziert größtenteils durch Spendenmittel.

Der Träger des Alfelder Kinos wird vorläufig die Gemeinde, später dann der geplante Kulturverein sein. Die Gründung des Vereins ist noch in Planung, momentan übernimmt der Arbeitskreis „Volksmusikzentrum“ die kulturellen Angelegenheiten im Dorf. Damit die aber noch vielseitiger würden, brauche es einen engagierten Kulturverein, der sich für ein wachsendes Kulturspektrum einsetze. „Ein Mix aus Tradition und Moderne, für Jung und Alt, Zugezogene und Alteingesessene“, so stellt es sich Niebler vor.

N-Land Anna-Lena Kopp
Anna-Lena Kopp