Tatort Atelier

Künstler des BBK Mittelfranken stellen aus

So bunt ist die Kunstszene um Hersbruck: Bei „Tatort Atelier“ können die Besucher hinter die Kulissen blicken. | Foto: U. Scharrer2019/05/Collage.jpg

HERSBRUCKER SCHWEIZ – Was passiert, während Künstler auf ihre Muse warten oder fleißig malen, meißeln oder formen? „Tatort Atelier“ – die Offenen Ateliers der Mitglieder des BBK (Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler Nürnberg Mittelfranken) in der Nürnberger Innenstadt ist ein gut eingeführtes Format, das viele Besucher anzieht. Weniger bekannt ist, dass auch in der Region etliche Künstler die Türen zu ihrer Arbeitsstätte öffnen.

Teils darf man den Kunstschaffenden bei ihrem Tun über die Schulter sehen und sie mit Fragen löchern, teils darf man selbst Hand anlegen. Auch Schnäppchen lassen sich an diesem Wochenende machen. Weil jedes BBK-Mitglied sich mindestens einen künstlerisch arbeitenden Gast in sein Atelier eingeladen hat, vervielfacht sich das Angebot noch.

Zielpunkt für eine Landpartie der künstlerischen Art im Hersbrucker Raum kann Silvia Lobenhofer-Albrechts „Silo9“, Hauptstraße 9 in Offenhausen, sein. Sie ist für ihre Glas-Objekte bekannt und präsentiert unter anderem ein neu entstandenes „U-Boot“, das die Verschmutzung der Meere thematisiert. Gäste können auch selbst mit Glas kreativ werden. Ihr Gast Veronika Riedl zeigt, wie sie zarte Porzellanobjekte fertigt.

Besucher legen Hand an

Auch Roswitha Farnsworth hat sich Gäste in die Pegnitztalstraße 4 nach Hohenstadt eingeladen. Die Malerei von Andreas Bahn und Martin Blättner kontrastiert mit den Skulpturen Farnsworths. Beim Malen kleiner Formate kann man den Künstlern zusehen. Das Feilen und Schleifen eines Handschmeichlers aus Serpentinstein ist ein weiteres Angebot.

Angelika Krauß öffnet ihr Sommeratelier im Herzen von Velden am Marktplatz 6. Objekte und Gefäße aus Porzellan gibt es zu sehen und zu erwerben, doch die Besucher können auch selbst tätig werden mit Ton oder Pinsel. Kinder sind auch willkommen.

Erlebnisse als Reporter

Hersbruck am nächsten ist Ute Planks Atelier in Kühnhofen 20. Sie hat sich Gabriele Weigt aus Nürnberg eingeladen, die sich als Live-Zeichnerin einen Namen zu machen beginnt. Ihre klitzekleinen Zeichnungen werden neben den überlebensgroßen „Karikaturen in Holz“ Ute Planks und vielen erst kürzlich entstandenen Arbeiten zu sehen sein. Auf dem Hopfenboden ist noch einmal das Acht-Meter-Aquarell mit gezeichneten Erlebnissen von der Arbeit als HZ-Reporterin zu sehen. Es gibt günstige Arbeiten aus dem künstlerischen Archiv. Kinder können eine Tasse mit Porzellanfarben bemalen.

Ausgangspunkt im Laufer Raum könnte Bernd Wagners Atelier in der Spitalstraße 19 sein. Neben seinen hoch ästhetischen Skulpturen aus Pegnitz-Mooreiche sind Radierungen von Susanne Schreyer zu sehen. Weiter könnte es nach Ottensoos in die Gartenstraße 4 gehen, wo Luise Oechsler ihr „open house“ hat. Zu Gast sind Werner Baur, der eine filigrane Wind-Klang-Skulptur aus Federn, Hufeisen und Aluröhren aufbaut, die er „Glücksbaum“ nennt. Anita M. Franz präsentiert Keramik-Skulpturen und Fred Weyh bringt Bildhauerarbeiten aus Holz mit.

Alle Ateliers sind am 18. und 19. Mai von 11 bis 19 Uhr geöffnet. Weitere Infos und eine Landkarte gibt’s unter tatort.bbk-nuernberg.de.

N-Land Ute Scharrer
Ute Scharrer