Zum 12. Mal in Lauf

Kneipennacht bietet für jeden etwas

Eng zu ging es in der Kellerabteilung des Antigo, in der Lounge. Hier konnte man die Superflys hören.2012/11/53282_antigomassen_New_1352055964.jpg

LAUF —Auch die 12. Laufer Kneipennacht war, wie inzwischen von Gästen, Wirten und Organisatoren schon fast erwartet, wieder ein voller Erfolg. „Der Vorverkauf lief mal wieder schleppend an, insgesamt haben wir dieses Jahr dann aber tatsächlich noch mehr Leute nach Lauf locken können als bei der letzten Kneipennacht,“ resümierte Veranstalter Martin Meinzer. „Bis jetzt wurden auch keine nennenswerten Zwischenfälle von der Polizei oder unserem Sicherheitsdienst gemeldet, also bin ich mal wieder sehr zufrieden.“

Mehr Impressionen des Abends gibt es hier in unserer Bildergalerie.

Mit der Organisation alleine war‘s für Martin Meinzer aber mal wieder nicht getan. Er selber rockte zusammen mit seinem Drummer Andreas mal wieder im Lumpensammler.

Wie auch vergangenes Jahr bekamen die zahlreichen Kneipengänger in 13 Locations Live-Musik geboten. Nach einem Jahr Pause war beispielsweise das Weiße Lamm wieder dabei, diesmal mit dem Duo „Gentle Noise“ aus Lauf.

Auch das Bernz am Marktplatz sprang dieses Jahr auf den Kneipennachtzug auf. Hier schlugen Alex und Andy etwas ruhigere Töne an, was dem Besucherstrom aber keinen Abriss tat . Sänger Andreas hat hierfür auch gleich die passende Erklärung parat: „In ganz Lauf wird heute soviel unterschiedliche Musik geboten, da ist für jeden was dabei und die Leute finden sich dort ein, wo es ihnen am besten gefällt. Die Kneipennacht ist einfach die geilste Veranstaltung für Musiker und Gäste.“

Auch das Black Horse zählte heuer zu den extrem gut besuchten Kneipen. Schon um 21 Uhr musste deshalb ein zwischenzeitlicher Einlassstop veranlasst werden, so begehrt war die Hardrock-Band „Gaia Returns“.

Das kleine Kirchplatzstüberl war zum vierten Mal dabei und auch Wirt Mikayelyal ist rundum zufrieden mit der Besucherzahl sowie mit dem von Meinzer vermittelten Duo „Human Touch“ aus Kalifornien.

Wie das Kirchplatzstüberl gewannen in diesem Jahr das Kuckucksnest und Das Kunterbunte Wirtshaus ebenfalls Musiker aus den USA für sich. Im Kunterbunten Wirtshaus bot Tim Brown neben seinen Musikeinlagen zwischendurch immer wieder verblüffende Mini-Zaubertricks. Das Kuckucksnest setzte mit dem David Wadell Duo ganz auf Country-Musik.

Nicht ganz ernst gemeinte Kritik setzte es im Bierfilzla von Margit aus Lauf: „Die sollten keine Pause machen dürfen! Dafür ist die Musik von Chris‘n Marie einfach zu gut.“

Wer von Rockmusik genug hatte, fand sich im Kaan‘s oder im Enigma wieder. Enigma-Wirth Christo versuchte mit griechischer Live-Musik die Gäste in seine Sportsbar zu locken. Und das erfolgreich. Wie Kiki (32), Nicole (31) und Mike (36) aus Heuchling trafen immer wieder Gäste auf wenigstens einen Ouzo ein.

Im Kaan‘s schlug man wiederum ganz andere Töne an, was vor allem beim jungen Nicht-Rockern gut ankam. „Klar ist die Kneipennacht hauptsächlich für Rock bekannt“, gibt Karin(20) aus Rückersdorf zu „wir hören aber halt lieber was anderes und sind froh, dass hier auch mal was für uns gespielt wird.“ Während auf der Leinwand noch einmal die Bundesligaspiele liefen, legten DJ Housemeister und Tamzarian House und Electro-Beats auf.

Zu den absoluten Besuchermagneten zählten in diesem Jahr neben dem Klassiker schlechthin, dem Schluckspecht in Rudolfshof, auch der Erklärbär und das Antigo. Im Erklärbär machten „Acoustic Pearl“ mit ihren Akustikinstrumenten aus Rock- und Countryklassikern ihre ganz eigenen Coverversionen. Im Antigo wurde es dank des Duos „Superflys“ zwar eng, das war aber für niemanden Anlass zu gehen. „Ich kann mich zwar kaum bewegen, trotzdem ist es hier viel zu geil, um einfach zu gehen. Musik und Location sind super, die Leute feiern richtig, ich muss in gar keine andere Kneipe mehr!“ ist Jan (23) aus Lauf überzeugt. Andere Pläne haben die Brüder Sascha (30) und Daniel (28): „Wir wollen jede Kneipe mitnehmen und in jeder etwas trinken!“. Ihr Vorhaben könnte sich allerdings als schwieriger als gedacht erweisen, bis 23 Uhr steht nämlich lediglich das Antigo auf ihrem persönlichen Kneipenzähler.

Am längsten wurde wieder im „Specht“ gefeiert. Hier spielten mit „Fire Sale“ und „Fake Point“ gleich zwei Bands abwechselnd und waren wohl mit der Hauptgrund für das lange Durchhaltevermögen der Nachtschwärmer. „Wir haben tatsächlich alle Kneipen geschafft“ freuten sich Jakob (33) und seine Freundin Inga (30) aus Lauf. „Das mit dem Busshuttel hat einwandfrei geklappt und deswegen konnten wir zum Glück auch noch den Specht mitnehmen. Hier ist immer noch eine Mega-Stimmung, perfekt als Abschluss einer durch und durch gelungenen Nacht.“

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