Ausstellung im Stadthaus Hersbruck

Junge Kunst

Die Künstlerin Alena Scharrer und Hersbrucks Bürgermeister Robert Ilg. | Foto: A. Liedel2017/03/7982033.jpeg

HERSBRUCK – Die Kunststudentin Alena Scharrer stellt derzeit im Hersbrucker Stadthaus ihre Bilder aus. Zu der Vernissage kamen zahlreiche Freunde, Familie und Unterstützer der Künstlerin, aber auch viele Kunstinteressierte.

Bürgermeister Robert Ilg eröffnete die Ausstellung mit der Vorstellung der  jungen Künstlerin: Kunsterziehung studiert sie, an der Akademie für Bildende Künste in Nürnberg. Eine junge Kunststudentin also, 22 Jahre alt mit einer Zukunft, die noch offen vor ihr liegt. Sie freut sich, dass ihre Bilder in einem solchem Rahmen präsentiert und ausgestellt werden. Außerdem ist sie ein „echtes Hersbrucker Urgestein“, wie der Bürgermeister betont, aufgewachsen und zur Schule gegangen in Hersbruck – nur ist sie „leider in Lauf geboren“, bedauert der Bürgermeister mit einem Augenzwinkern. Das hält ihn jedoch nicht davon ab, die Werke der Künstlerin in seinem Stadthaus auszustellen und zu betonen, wie wichtig es sei, junge, aufstrebende Menschen mit neuen Ideen zu fördern, besonders, wenn sie aus der Gegend stammen.

Frischer Wind
Beim Betrachten von Alenas Bildern bekommt man tatsächlich den Eindruck, dass sie frischen Wind ins Hersbrucker Stadthaus bringen. Ganz leicht wirken die Bilder, zum Teil auf Leinwand, zum Teil auf Papier mit zart verdünnter Ölfarbe gemalt, um diesen Eindruck der Leichtigkeit noch zu unterstreichen. Die junge Künstlerin gibt alltäglichen Situationen Ausdruck, man erkennt lebensnahe, jugendliche Motive. Eine junge Frau beispielsweise, die mit einem Glas eine Motte an der Decke einfängt. Was genau auf den Bildern passiert, das ist ganz der Fantasie des Betrachters überlassen.

Eine weitere Besonderheit: Die meisten der Werke haben keinen Namen. Der Betrachter soll, ungestört von einem Titel oder Hinweis, das Bild auf sich wirken lassen. Scharrer verarbeitet Erinnerungen an Momente oder Bilder, gibt ihnen eine Gestalt, nur nicht zu genau. Sie macht keine Vorgaben, lässt offen, um wen es geht und was passieren wird.

Die junge Kunststudentin vermittelt mit ihren lebensnahen, alltäglichen Motiven aus dem Leben eines Jugendlichen ein Gefühl von Leichtigkeit, das die Gedanken schweifen lässt in Erinnerungen und Vorstellungen, Sehnsüchten und Beziehungen. Es braucht junge Menschen wie sie, die mit frischem Geist die Kunstszene der Stadt bereichern. So lohnt es sich, dem Stadthaus einen Besuch abzustatten und die Bilder zu entdecken.
Die Werke sind bis zum 2. Juni im Stadthaus zu sehen.

N-Land Hersbrucker Zeitung
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