Kulturbahnhof

Hersbrucker Kultkneipe feiert Wiedereröffnung

Doris Dischner und Horst Arndt-Henning übernehmen den Vereinsvorsitz, Helmut Deinzer ist Schriftführer (v. links). | Foto: M. Gundel2020/06/DSC-1328.jpg

HERSBRUCK – Nach einigen Monaten Zwangspause erwacht das ehemalige „… na und!“ zu neuem Leben: Der Verein Kulturbahnhof Hersbruck führt die Räume am rechten Bahnhof weiter und startete bereits mit dem Kneipenbetrieb.

Nachdem sich der Verein Anfang des Jahres gegründet hatte, wurden gleich Pläne geschmiedet, wie es mit der Kulturkneipe weitergehen soll. Auch Konzerte waren bereits geplant. Dann kam Corona und machte dem Verein erst mal einen Strich durch die Rechnung. Doch zumindest die Lockerungen für die Gastronomie hat das Team um die Vorsitzenden Doris Dischner und Horst Arndt-Henning genutzt, um die Türen des Kulturbahnhofs, wie die Kneipe nun heißt, wieder zu öffnen.

An Christi Himmelfahrt luden sie zum ersten Mal in den Biergarten ein – „das wurde gut angenommen“, berichtet Dischner. Vor allem Stammgäste des „…na und!“ hätten sich schnell wieder eingefunden. Seitdem verwöhnen die Ehrenamtlichen jeden Freitag und Samstag von 17 bis 22 Uhr ihre Gäste, mittlerweile auch im Inneren, mit Getränken und ausgewählten kleineren Speisen. Bisher übernahm hauptsächlich Dischner das Kochen. Künftig sollen aber immer mal wieder Gastköche eingeladen werden, die die Tageskarte bereichern.

Viele Schwerpunkte

Essen und Getränke seien aber nur ein Schwerpunkt der neuen Kneipe, erklärt Arndt-Henning. Denn der Kulturbahnhof soll in erster Linie ein Ort der Begegnung werden, offen für alle und jeden. In diesem „Freiraum“, wie Dischner es bezeichnet, sollen auch Vorträge und Diskussionsrunden stattfinden, die unter der großen Überschrift Nachhaltigkeit stehen. „Gerade in Corona-Zeiten stellen wir uns die Frage, wie wir weiterleben wollen“, erklärt Arndt-Henning den aktuellen Bezug. Regionalität und ein anderes Wirtschaftsverständnis seien weitere Schlagworte. Dafür habe der Verein einen Förderantrag beim Bildungsfonds gestellt.

Zusätzlich wollen die Ehrenamtlichen Musikveranstaltungen organisieren, um die Tradition des „…na und!“ fortzuführen, so die Vorsitzenden. Auch Kunstausstellungen soll es geben. Räumlich könnte sich ebenfalls etwas verändern – der Verein möchte die Akustik verbessern und die Räume „vielleicht ein bisschen kuscheliger mit privaten Nischen“ gestalten, überlegt Dischner.

Der Kulturbahnhof hat freitags und samstags von 17 bis 22 Uhr geöffnet. Reservierung erwünscht.

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