Künstler Peter Paul Kraus hübscht Haus auf

Gemälde hauchen altem Schnaittacher Gemäuer wieder Leben ein

Künstler Peter Paul Kraus legt letzte Hand an dem Gemälde an. | Foto: Schuster2016/03/Gemalde-Schnaittach.jpg

SCHNAITTACH — Unser Ort soll schöner werden, so oder ähnlich dachte der ­Osternoher Künstler Peter Paul Kraus und erweckte das Kroder-Haus am Schnaittacher Marktplatz optisch gesehen wieder zum Leben.

Schon vor Jahren hatte Kraus die Idee gehabt, künstlerisch Hand daran anzulegen, aber erst im Sommer letzten Jahres sprach er die Eigentümerin Birgit Kroder-Gumann an und fand sofort ein offenes Ohr. Zunächst wurden einige Entwürfe vorgelegt und mit der Hausbesitzerin besprochen. Die Entscheidung für das große Schaufenster fiel auf das Motiv der Kartenspieler.

Eine junge lesende Frau schmückt den rechten kleineren Fensterrahmen. Kleine Details im Gemälde, die der aufmerksame Betrachter gleich bemerkt, stellen den Bezug zum Ort her. So trinken beispielsweise die Kartenspieler aus Krügen der Brauerei Kanone. Mit dem „Blick in das Haus hinein“ ist dies eine gut gelungene künstlerische Aufhübschung der Fassade des Gebäudes, dessen Fensternischen zuvor viele Jahre mit Holzplatten verschlossen waren.

Mehrere Monate dauerte es, bis Kraus seine drei Gemälde auf der strukturierten Seite der passgenau zugeschnittenen Siebdruckplatten vollendet hatte. Als Schutz wurde noch eine Acrylharz Klarlackschicht aufgebracht. Weil es im Ortskern doch einige leer stehende Gebäude mit Schaufenstern gibt, schrieb Schnaittachs Bürgermeister Pitterlein bereits 2014 an die Eigentümer.

Angedacht waren etwa Ausstellungsfenster für Vereine oder eine Art „Kunstfenster“ hinter Gläsern. „Dies ist nun das erste Projekt, das zweifelsfrei zur Verschönerung unseres Marktes beiträgt“, sagt Bürgermeister Frank Pitterlein begeistert und ist zuversichtlich, dass weitere folgen werden.

N-Land Udo Schuster
Udo Schuster