Open-Air-Konzert im Industriemuseum

Fünf „Nachtigallen“ brillierten im Museumshof

Die Band mit Alex Köhler (Piano), Mathias Roth (Bass), Christoph Cramer (Schlagzeug), Rainer Turba (Gitarre, Gesang) und Sängerin Katrin Porzelt. | Foto: Stegmeier2016/06/pz-kultur-im-museum.jpg

LAUF — Premiere im sehr gut besuchten Garten des Laufer Industriemuseums: Zum ersten Mal fand dort ein Open-Air-Konzert in Zusammenarbeit mit dem PZ-Kulturraum statt. Rainer Turba, seit diesem Jahr verantwortlich für das Programm, war nicht nur Moderator, sondern auch Mitwirkender. Als Gitarrist in seiner ausgezeichneten Band begleitete er fünf Sängerinnen, die unter dem Titel „Nachtigallen“ ihre Songs zum Besten gaben, und zeigte auch sein Talent als Sänger.

Die Bandbreite der Songs reichte von Jazz über Folk zu Funk. Zu Beginn bezauberten die Schwestern Clara und Luisa Lüttjohann mit „My Silver Lining“ von „First Aid Kit“. Ihre Interpretationen waren stets stimmig, mit viel Musikalität und Gefühl. Turba zeigte sich überrascht, dass sie auch so alte Songs wie Neil Youngs „Old Man“ im Gepäck hatten – die Version der beiden jungen Sängerinnen war eigenständig und absolut überzeugend.

„Funkige“ und „jazzige“ Klänge

Katrin Porzelt setzte mit „Cajun Moon“ funkige Akzente und brachte mit ihrer Darbietung viel mitreißenden Schwung auf die Bühne. Mit Christine Werhof holte Rainer Turba seine ehemalige Gesangsstudentin nach Lauf, die mit jazzigen Klängen das Publikum berührte.

Auch Dagmar Wirth hat bei ihm studiert. Sie begeisterte mit so unterschiedlichen Stücken wie „Glitter in The Air“ von Pink oder „Hey“ von Andreas Bourani. Im anrührenden Duett mit Rainer Turba sang sie „Practical Arrangement“ aus dem Sting-Musical „Last Ship“.

Die Atmosphäre dieser gelungenen Auftaktveranstaltung am Ufer der Pegnitz mit einer Bühne vor einer Wand mit blühenden Kletterrosen war perfekt, ebenso wie die Band (Alex Köhler, Piano, Mathias Roth, Bass, Christoph Cramer, Schlagzeug, Rainer Turba, Gitarre und Gesang), die sich den unterschiedlichen Stilrichtungen mühelos anpasste.

Natürlich forderte das Publikum noch nachdrücklich nach Zugaben. Am Schluss standen alle Künstler auf und neben der Bühne und interpretierten gemeinsam Stings „Whenever“.

Weitere Open-Air-Termine für den Garten des Industriemuseums sind das sogenannte Swingical „SOS auf der MS Gershwin“ mit Liedern des amerikanischen Komponisten George Gershwin am kommenden Samstag, 18. Juni, um 20 Uhr, sowie die Talkrunde „Turba stellt vor“ am 8. Juli um 20 Uhr. Bei schlechtem Wetter finden die Veranstaltungen im PZ-Kulturraum statt.

N-Land Anne Stegmeier
Anne Stegmeier