Künstlerszene hält zusammen

„Feucht kann Kultur“

Die Gruppe „Wind of Assuan“ begeisterte beim Kulturfestival FkK mit orientalischem Tanz. | Foto: Voss2017/05/fkk_orientalischer_tanz.jpg

FEUCHT – „FkK – Feucht kann Kultur“ ist untrennbar mit ihnen verbunden: „Die Namenlosen“ um FkK-Mitorganisator Thomas Schneele, die auch in diesem Jahr das Feuchter Kulturfestival mit zünftiger Volksmusik eröffneten. Der Wettergott hatte es dann doch gut mit den Organisatoren gemeint, die am vergangenen Wochenende zum inzwischen 5. Mal im idyllischen Garten des Zeidlerschlosses mitreißende Kultur, Kulinarik und Geselligkeit boten.

In seinem Grußwort lobte Bürgermeister Konrad Rupprecht die beispielhafte Zusammenarbeit der lokalen Feuchter Künstlerszene, die ein „großartiges Kulturfestival“ auf die Beine gestellt habe, das weit über Feucht hinaus in der Region glänze. Entsprechend groß war sein Dank an die FkK-Organisatoren und Ideengeber, allen voran der Themenkunstverein Feucht, der Musikbund Feucht, die Namenlosen und der Kulturkreis des Marktes Feucht. Der Feuchter Rathauschef dankte insbesondere den Festival-Initiatoren Dr. Birgit Friedel, Nathalie Haas, Hans J. Strauß, Thomas Schneele und Helmut Schleif und allen anderen Aktiven im Hintergrund, die zum Gelingen von FkK unerlässlich seien. Sein weiterer Dank galt den Sponsoren: Manfred Göhring von der Raiffeisenbank Altdorf-Feucht, Barbara Räbel von der Sparkasse Nürnberg und den Unternehmen Zapf und Excella.

Die Feuchter Kulturszene blüht im Verborgenen“. Mit diesen Worten begrüßte im Anschluss Dr. Brigit Friedel die zahlreichen Zuhörer im Schlossgarten, die sich am Eröffnungstag auf eine bunte Vielfalt von Künstlern und am Abend auf einen Dichterwettbewerb mit dem Meister des Poetry Slam, Michael Jakob, freuen konnten. Im Zeidlerschloss war parallel die bemerkenswerte Ausstellung „Feuchter Ansichten“ mit Arbeiten des Themenkunstvereins Feucht zu sehen.

Jeder Mensch ist ein Künstler

Jeder Mensch ist ein Künstler“, sagte einst Joseph Beuys. Das Tanzloft aus Altdorf unter der Leitung von Elke Bezold stellte das mit dem ersten Show-Act der Offenen Bühne am Samstag so begeistert wie begeisternd mit seinen tänzerischen Darbietungen unter Beweis.

Als die Songzeile „You haven‘t seen the best of me – das Beste von mir kennst du noch gar nicht“ erklingt, bekommt das Publikum eine Idee der Philosophie, die im Tanzloft gelehrt und gelebt wird. Derzeit werden dort Schüler im Alter von 4 bis 73 Jahren unterrichtet. „Tanzen beflügelt“ und der Spaß an der Sache sei die einzige Voraussetzung dafür, fasst Elke Bezold im Gespräch mit Pavel Sandorf und Thomas Schneele zusammen.

In Feucht mit dabei: das Tanzloft aus Altdorf. | Foto: Voss2017/05/fkk_tanzloft.jpg

Experimentierfreudig

Dass sie sich an diesem Nachmittag als Duo zusammenfinden, ist ein glücklicher Zufall: Lea-Joy und Florian Lobenhofer, die, mit Lobenhofer an der Gitarre, gemeinsam Ed Sheeran, Alicia Keys und Jazzy Jay interpretieren, Gänsehautfeeling inklusive. Jung und experimentierfreudig sind sie und begeistern das Publikum mit großem musikalischem und gesanglichem Können. Die Gruppe „Wind of Assuan“ unter der Leitung von Margot Feistauer präsentiert danach die Sinnlichkeit des orientalischen Schleiertanzes, der sich wunderbar authentisch auf den strahlenden Gesichtern der Tänzerinnen widerspiegelt.

Fränkisches Urgewächs

Hinreißend auch die Darbietung der Sopranistin Katrin Küsswetter mit dem Pianisten Helmut Lammel. Ein fränkisches Urgewächs sei sie, erzählt Küsswetter, deren Weg sie nach zwei Jahren in Göppingen nun wieder in die Heimat führen wird. In Feucht beeindruckt sie mit der perfekten tschechischen Interpretation des „Lied an den Mond“ aus der Oper Rusalka. Richtig sympathisch ist ihre fröhliche Sangeseinlage gemeinsam mit Thomas Schneele im Anschluss. Zahlreiche weitere Highlights folgen an diesem Nachmittag und Abend. Hierüber und über das Programm von FkK am zweiten Festivaltag berichten wir in einer unserer folgenden Ausgaben.

N-Land Susanne Voss
Susanne Voss