Neue Formate im DHT

Einakter und Interaktives

Nicole Schymiczek und Ralf Weiss vor dem DHT. Das Theater arbeitet an der Zukunft. Mit neuen Formaten und Ideen. | Foto: Krieger2017/09/WEissSchimizyk.jpg

DEHNBERG — Das Dehnberger Hof Theater startet in die neue Spielzeit. Gleich zu Beginn gibt es ein neues Format: Ein „KulturCafé“, zu dem ein „Kulturbus“ fährt. Unter dem Motto „Golden Oldies“ gibt es erstmals am Dienstag, 26. September, Hits der 50er Jahre zu hören. Zielgruppe: die ältere Generation.

Ein Problem hat das DHT: Es liegt etwas abseits. Ältere Menschen, die nicht mehr so mobil sind, kommen nur schwer hin, weil die öffentliche Anbindung schlecht ist. Mit finanzieller Unterstützung der Sparkasse bietet das Theater nun an ausgewählten Dienstagen einen Busverkehr nach Dehnberg an, der nicht mehr so mobile Senioren ins Theater bringt. Auf dem Programm der Seniorennachmittage stehen Musik, Literatur und Filme. Dazu gibt es Kaffee und Kuchen. Voranmeldung ist nötig. Der Preis für Transfer, Veranstaltung und Verköstigung ist mit 8,50 Euro moderat. „Wir wollen daran nichts verdienen. Das ist nur möglich durch viel ehrenamtliches Engagement“, betont Theaterleiter Ralf Weiß.

Auch darüber hinaus bastelt das Theater an neuen Formaten. Zum Programm mit Kabarett, Theater und Musik soll es künftig zwei Mal im Jahr Podiumsdiskussionen zu wichtigen gesellschaftlichen Themen geben.

Einakter im Aquarium

Belebt werden soll neben dem Hauptsaal auch das so genannte Aquarium, ein großer Raum, der bislang als Quartier für Gesellschaften und besondere Veranstaltungen diente. Im Stil eines Kammerspiels werden dort bereits im März 2018 die Einakter „Hund im Hirn“ und „Die Rache“ von Curt Goetz Premiere feiern.

Vorher gibt es noch eine Verschönerungskur für das „Aquarium“, das seinen Namen noch aus der Umbauzeit des 40 Jahre alten Theaters hat, wo es Probleme mit Grundwasser gab. „Der Name hat sich gehalten und irgendwie ist er auch passend“, findet Ralf Weiß.

Auch eine Oper wird 2018 wieder in Dehnberg gezeigt. Nach dem großen Erfolg von „La serva patrona“ feiert am 8. März „Der geprügelte Ehemann oder Rita“ nach Donizetti im DHT Premiere.

Weiter geht auch die Kinder- und Jugendarbeit, die mittlerweile laut Weiss auf sehr soliden Füßen steht. Derzeit ist das DHT unter der Regie von Nicole Schymiczek mit dem interaktiven Klassenzimmertheater „Anders sein“ an den Schulen im Landkreis unterwegs.

Schymiczek zieht eine durchwegs positive Bilanz der ersten Monate. Die Zusammenarbeit mit den Schulen und den Lehrkräften im Landkreis laufe sehr gut, „es ist für mich immer wieder unglaublich zu sehen, wie viel Positives da bei den Kindern passiert und wie sie sich auf das Stück einlassen.“ Die finanzielle Unterstützung durch den Bildungsfonds läuft noch bis Ende dieses Schuljahres.

Ansonsten geben sich im Herbst wieder Größen der Szene wie Bernd Regenauer, Werner Schmidbauer, Henning Venske, Simone Solga die Klinke im DHT in die Hand. Ein Herbst also mit vollem Programm.

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