Die SoulBuddies laden zum großen Festival ein

Drei Tage Musik in Altdorf

Akua Naru ist der Haupt-Act am Freitagabend und präsentiert eine Melange aus Hip Hop, Soul, Jazz und Blues. | Foto: privat2016/04/db-akua.jpg

ALTDORF – Für den 22. bis 24. Juli haben sich die SoulBuddies etwas nie zuvor Dagewesenes einfallen lassen: Erstmals wird es in der historischen Altstadt Altdorfs ein Festival mit hochkarätigen Musikern aus aller Welt, Straßenkunst und natürlich auch kulinarischen Genüssen geben. Der Titel des außergewöhnlichen Festivals ist so schlicht wie bezeichnend: „Musik in Altdorf“, oder kurz MIA, nennen die SoulBuddies ihr Festival, das auch über die Stadtgrenzen hinaus Musikfans anlocken wird.

Die Neubaugasse wird zum Ort des musikalischen und kulturellen Geschehens, beginnend am Brunnen des Schlossplatzes bis hin zum Tor des alten Universitätshofes im Wichernhaus. Zwischen der Hauptbühne auf dem Parkplatz Neubaugasse und der Bühne im Universitätshof bekommen Altdorfer und angereiste Musikinteressierte die Gelegenheit zu flanieren und die schönen Seitengässchen und Hinterhöfe zu erkunden, in denen verschiedenste Straßenkunst zwischen den Konzerten zu bestaunen sein wird. Wer die gewonnenen Eindrücke verarbeiten und diskutieren oder einfach nur so mit anderen Festivalbesuchern plaudern möchte, hat dazu in der Neubaugasse und in der Jägergasse bei Speisen und Getränken Gelegenheit.

Die Hauptbühne neben dem alten Schloss und die Bühne im Universitätshof werden abwechselnd bespielt, damit das Publikum jede Band besuchen kann. Das Programm beginnt am Freitag, 22. Juli, im Universitätshof ganz regional mit Studio D aus Rückersdorf, die integrativ und multimedial in tanzbaren Liedern Folk, Pop und Funk zu Gehör bringen.

Das Frank-Wuppinger-Arkestra bricht mit dem Publikum Richtung Balkan auf. Die virtuosen Musiker verbinden Folklore, Jazz, klassische Elemente und eine gehörige Portion Improvisation, die Balladen wärmen das Herz und die Tänze begeistern mit ihrer Leichtigkeit. Latin-Grammy-Gewinner Pedro Lugo Martinez alias El Nene bringt die strahlende Qualität der kubanischen Musik nach Altdorf, die hierzulande vor allem durch den Film und das Album Buena Vista Social Club berühmt geworden ist. Mit dessen weltberühmtem Sänger Ibrahim Ferrer ist El Nene auch weltweit getourt. Zusammen mit seiner siebenköpfigen Band Son del Nene sorgt er in Europa immer wieder für große Begeisterung.

Der letzte Act am Freitag ist Akua Naru aus den USA, die ihre Melange aus Hip Hop, Soul, Jazz und Blues präsentiert. Naru hat nicht nur auf dem international renommierten Glastonbury Festival gespielt, sondern sich die Bühne bereits mit Größen wie Patrice, Ursula Rucker und sogar Mitgliedern der legendären Roots geteilt. Mit ihrer Musik bringt sie den weiblichen Conscious-Rap zurück – Rap, der gegen Rassismus und Sexismus eintritt. Afrikanische Rhythmen und Klänge, Einflüsse aus Jazz, Blues und Soul ergeben zusammen mit Akua Narus ausdrucksstarker Stimme einen Sound, dem man sich nur schwer entziehen kann.

Pop, Jazz und Blues

Der Samstag beginnt um 15 Uhr im Wichernhaushof mit dem Neo Soul von Motha Foxy. Aus Pop, Jazz, groovigen Riffs, Blues, eingängigen Melodien und vor allem Soul mischen Motha Foxy ihre tanzbaren Eigenkompositionen. Auf der Hauptbühne geht es um 17 Uhr mit Monobo Son weiter, einer selbst ernannten New Bavarian Brass-Band des La Brass Banda-Posaunisten Manuel Winbeck. Westerngitarren à la Morricone wechseln sich ab mit programmierten R&B- und House-Beats, Anklänge an italienische Filmschlager der 50er und 60er Jahre werden abgelöst vom Pop-Saxophon der 80er Jahre.

Um 19 Uhr im Universitätshof servieren Deep Shot featuring Fola Dada Soul und R&B. Tanzbar, groovig, stimm- und soundgewaltig meistern die Musiker um die wandlungsfähige Jazz-Sängerin Fola Dada mit Wurzeln in Nigeria auch Ausflüge Richtung Ethnopop oder elektronische Musik. Mit dabei sind Frank Kuruc (Joy Denalane, Max Herre), Ulf Kleiner (Jeÿ Cascaro, Paul van Dyk), Tommy Baldu (Ringswandl, Vereinsheim) und Jean-Philippe Wadle (Marshall & Alexander).

Der Samstag klingt um 21 Uhr auf der Hauptbühne mit Blues und Afro-Jazz von Malia aus Malawi aus. Malia wurde 2013 mit dem Echo als beste internationale Künstlerin ausgezeichnet. Das Persönliche verbindet sich in ihrer Musik mit dem Gesellschaftlichen, ihre verletzlichen Lieder erwachsen aus der Solidarität mit denjenigen Menschen, die in Krieg und Elend leiden müssen. Ihre zarten Balladen hat Malia auch schon mit Boris Blank von den Schweizer Elektro-Pionieren Yello inszeniert. Sie wird ihr neu eingespieltes Programm Malawi-Blues auf dem Flügel auf der Hauptbühne präsentieren, ein würdiger Abschluss für den zweiten Festivaltag.

Last aber weiß Gott nicht least geht es am Sonntag um 15 Uhr zu einem entspannten Festivalabschluss wieder zurück in die Region mit den Nürnbergern The Great Bertholinis. Deren aktuelles Album „Brothers & Devils“ wurde sehnsüchtig erwartet, bei MIA beehren sie die Hauptbühne in Altdorf mit ihrem um Bläser, Piano, Synthesizer und E-Gitarren herum gezimmerten Americana-Indie-Folk.

Stadt der Inklusion

Als Hauptsponsor unter insgesamt fünfzehn Unterstützern konnten die Rummelsberger Dienste gewonnen werden.

Sie wollen damit ein Zeichen für Altdorf als Stadt der Inklusion und Offenheit setzen, das die SoulBuddies durch weitere Aktionen im Rahmen des Festivals untermauern werden.

Karten für MIA 2016, das dreitägige Weltmusikfest in Altdorf, können online im SoulBuddies-Web-Shop auf der Festival-Homepage www.mia2016.de sowie bei den gängigen Eventim-Vorverkaufsstellen und in der Buchhandlung Lilliput in Altdorf erworben werden.

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