Horst Regn und Paul Geißler nehmen die Lokalprominenz auf die Schippe

Kabarett-Duo „Trämps“ teilt wieder aus

Horst Regn und Paul Geißler – die „Trämps“ – sorgten für ein volles Festzelt (links). Einen großen und einen kleinen Baum – für den Nachwuchs – stellten die „Kirwaboum“ am Samstag auf (rechts). | Foto: Andreas Sichelstiel2019/10/tramps-gunthersbuhl-kirchweih-festzelt-geissler-2019.jpg

GÜNTHERSBÜHL — Bei den „Trämps“ bekommt jeder sein Fett weg. Die Auftritte des Duos Horst Regn und Paul Geißler bei der Günthersbühler Kirchweih haben bei vielen Kultstatus. Gestern war es wieder so weit.
Ob Landrat Armin Kroder, Europaabgeordnete Marlene Mortler oder Laufs Bürgermeister Benedikt Bisping – alle wurden beim Frühschoppen im Festzelt auf die Schippe genommen.

Günther Felßner etwa, der Vizepräsident des Bayerischen Bauernverbands, bekam eine Bienenfigur für seinen Traktor geschenkt. Ob er das Symboltier des Volksbegehrens Artenvielfalt wirklich mit auf den Fendt nehmen wird? Regn und Geißler attestierten dem aus Günthersbühl stammenden Bauernfunktionär jedenfalls auf ihre ganz eigene Art, dass er derzeit oft in den Medien ist: „Dou hoggst vor der Kisdd‘n und denggst nix Bäis, no schaud er raus, der Gündder.“

Der CSU-Landtagsabgeordnete Norbert Dünkel wurde zum „Trämps“-Fanclub-Mitglied ernannt und musste sein Hemd für ein entsprechendes T-Shirt ablegen. Den essbaren Slip, den Kroder bekam, von den „Trämps“ in Anlehnung an die gleichnamige Fernsehsendung zum „Bachelor“, oder vielmehr „Bätscheler“ gekürt, probierte der Landrat und Bezirkstagspräsident allerdings lieber nicht gleich an Ort und Stelle an. Fanclub-Mitglied ist der FW-Politiker ohnehin schon.

Witze unter der Gürtellinie

Der zweite Teil des „Trämps“-Auftritts drehte sich dann, das ist Tradition, in erster Linie um das Verhältnis von Mann und Frau. Bei Regn und Geißler heißt das: Es geht – mit voller Absicht und ohne Rücksicht auf Verluste – unter die Gürtellinie. Die Geschichte vom Laternenumzug, der in einem Besäufnis endet, war noch harmlos „Die Frau‘n geh‘n heim, so muss es sein. Rabimmel, rabammel, rabumm.“ Deutlich wilder ging es beim Senioren-Tanzkurs zu.

Mit dem Frühschoppen zur Musik von „Ben Ray“ und dem Baumaustanzen endete gestern die Kirchweih in dem Laufer Ortsteil. Am Freitag, nach dem Bieranstich, war die Band „Sperrstund“ im Zelt aufgetreten, den Samstag bestritt „Fivestar“.

N-Land Pegnitz-Zeitung
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