Konzert in Offenhausen

Christliche Kinderlieder sind die Leidenschaft von Daniel Kallauch

Daniel Kallauch tritt nie ohne Handpuppe „Willibald“ auf. | Foto: PR2020/01/GSS-Pressef.-Mic-1024x682-1.jpg

OFFENHAUSEN – „Einfach spitze, dass du da bist“ oder „Volltreffer“ sind zwei seiner bekanntesten Lieder: Musiker Daniel Kallauch ist seit über 30 Jahren mit seinen christlichen Kinderliedern unterwegs. Am Freitag tritt er in Offenhausen auf. Mit der HZ sprach er vorab über Kirche, Komik und Rückschläge.

Woher kommt Ihre Leidenschaft für Musik, Komik und Kirche?
Daniel Kallauch: Also komisch war ich wohl schon als Kind (lacht). Mit 16 habe ich angefangen Lieder zu schreiben und irgendwann kam eins zum anderen. Der Glaube hat schon immer eine wichtige Rolle in meinem Leben gespielt und ich wollte ihn auf unkonventionelle Weise vermitteln. Die Kirche tut sich manchmal etwas schwer, ihre wertvollen, christlichen Traditionen rüberzubringen.

Wie meinen Sie das?
Früher war es normal, sich an diesen Werten zu orientieren, sie gehörten zur Gesellschaft. Vieles davon haben wir über Bord geworfen. Manches gehört nicht mehr in unsere Zeit, aber anderes ist weiterhin gut und wertvoll. Mein Ziel ist es, sich darauf zu besinnen, dass der Glaube weiterhin etwas aktuelles und zentrales ist. Ich möchte ihn in einer neuen Form zum Ausdruck bringen.

Und dabei hilft ihnen Humor anscheinend sehr gut.
Ja, denn wer gelacht hat, kann sich ganz anders auf neue Gedanken einlassen. Mit Kirche verbinden viele Ernsthaftigkeit und starre Regeln. Mit meinen Shows will ich einladen, neu oder wieder über diesen geheimnisvollen Gott nachzudenken. Wen das nicht interessiert, der hat zumindest Spaß gehabt.

Anders gefühlt

Auf Ihrer Homepage schreiben Sie, dass jeder Rückschläge und Niederlagen erlebt. Sprechen Sie aus Erfahrung?
Ja sicher. Ein Leben ohne schwierige Zeiten gibt es nicht. Ich bin mit zwölf Jahren von Norddeutschland in die Steiermark gezogen und habe mich dort häufig als Ausländer gefühlt. Der Norddeutsche ist sehr direkt und der Österreicher … anders. In dieser Zeit hatte ich das Gefühl, dass Gott oft mein einziger Freund war. Darum geht auch in meinem Programm und ich möchte Kindern zeigen, dass Gott da ist, auch, wenn sie mal nicht so beliebt sind oder sich einsam fühlen.

Welche Rolle spielt die Handpuppe Willibald in Ihren Bühnenshows?
Willibald ist der eigentliche Star auf der Bühne und ein bisschen mein Alter Ego. Er ist das Sprachrohr der Kinder, darf alles sagen was er will, ohne, dass es ihm jemand übel nimmt. Ein bisschen wie ein Hofnarr, der dem König den Spiegel vorhalten darf. Und er bringt die Geschichte voran.

Haben Sie ein Rezept für ein glückliches Leben?
Also, ich bin überzeugt, dass in jedem Menschen mehr steckt als er denkt. Und für die meisten wäre es wunderbar, wenn sie danach leben könnten. Außerdem will ich den Eltern auch rüberbringen, dass sie etwas entspannter sein und nicht so viel Druck auf ihre Kinder ausüben sollten. Kinder dürfen auch einfach mal spielen oder sich langweilen und müssen nicht immer beschäftigt oder behütet werden.

Für die Show in der St. Nikolauskirche um 16 Uhr gibt’s Eintrittskarten im Pfarramt Offenhausen, bei Hauenstein-Krügel in Henfenfeld, bei Erikas Back- und Wurstwaren in Engelthal, bei der VR Bank in Offenhausen, bei der Buchhandlung Lösch in Hersbruck, bei City Paper in Altdorf und an der Abendkasse. Es gilt freie Platzwahl. Einlass ist ab 15.30 Uhr.

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