Konzert in Hartmannshof

Boarisch mit Leidenschaft mit Monobo Son

Inmitten des Saals animierten Monobo Son zum Mitfeiern: Wolfi Schick, Manuel Winbeck und Benedikt Dorn (vorne, von links) sowie Johannes Winbeck und Severin Rauch (im Hintergrund). | Foto: A. Kopp2019/10/DSC_1689.jpeg

HARTMANNSHOF – Monobo Son – die Band um LaBrassBanda-Posaunist Manuel Winbeck – heizte am Samstagabend in der Sängerhalle Hartmannshof ein: Der Mix aus vertrauten Blasmusikklängen, rockigen Gitarrenriffs und virtuosem Querflötenspiel ließ die Sängerhalle beben.

Bereits die Vorband „Monster Mash“ aus Hersbruck begeisterte mit (Hard-)Rock – ein Kontrastprogramm zu dem, was dann folgte: Auch wenn mit rund 150 Fans die Sängerhalle nur halb gefüllt war, feierten die ausgelassen Monobo Son, die „Band mit dem komischen Namen“, wie sie sich selbst bezeichnen. Nach einer demokratischen Abstimmung, ob das Konzert laut oder gemütlich werden sollte, entschieden die Anwesenden eindeutig: laut, rockig und rasant!

Mit und ohne Text

Bei Titeln mit herrlich ehrlichen Texten wie „König von der Strass“, „Scheißn“ oder „Viola“ zeigten die Bandmitglieder ihr musikalisches Können. Aber auch rein-instrumentale Stücke kamen gut an und ermunterten zum Tanzen. Virtuosität und instrumentaler Freiheit waren keine Grenzen gesetzt. So bekam jeder Musiker seine eigene Glanzstunde, in der er sein Talent und außergewöhnlichen Umgang mit dem Instrument zeigte.

Besonders eindrucksvoll nutzten diese Gelegenheit Querflötenspieler Wolfi Schick und Schlagzeuger Severin Rauch, die das Spiel an den jeweiligen Instrumenten in völlig neue Dimensionen hoben. Doch auch Gitarrist Benedikt Dorn und Tubaspieler Johannes Winbeck überzeugten mit ihren artistischen Leistungen. Frontman, Sänger und Posaunist Manuel Winbeck brachte das Publikum durch Witz, Charme und Gesang zum Singen und Tanzen.

Dass die Bandmitglieder aber keineswegs vom musikalischen Erfolg abgehoben waren, wurde spätestens dann klar, als die fünfköpfige Band ins Publikum sprang und in dessen Mitte performte. Den Applaus hatte sich die bayerische Band um den barfüßigen Sänger redlich verdient – beim Konzert von Monobo Son konnte wirklich niemand still stehen.

Anna-Lena Kopp

N-Land Hersbrucker Zeitung
Hersbrucker Zeitung