Handwerkerfest im Hirtenmuseum Hersbruck

Alte Zeiten lebten wieder auf

Julia (links) durfte bei der „Keltensonne“ erste Erfahrungen im Schmieden mit Hammer und Amboss sammeln. | Foto: J. Ruppert2016/09/7407147.jpeg

HERSBRUCK – „Die Vergangenheit hautnah erleben“ lautete das Motto im Hirtenmuseum. Die Besucher konnten beim traditionellen Handwerkermarkt in Hersbruck den Meistern und Liebhabern alter Zünfte und Künste über die Schulter schauen. Ein kunterbuntes Sammelsurium an Waren rundete den Tag ab.

Am lautesten waren die Schmiede der Keltensonne, die vor einem mittelalterlichen Zelt an einer Esse die Hämmer schwangen. Sie fertigten auf einem Amboss mit rhythmischen Schlägen eiserne Werkzeuge und Schmuckstücke.

Gleich daneben luden zwei Zwergzebus zum Streicheln und Füttern ein. Das ursprünglich aus Südasien stammende kleine Rind besitzt einen ausgeprägten Buckel. In Mittelfranken werden die Zebus auf einer „Ranch“ in Bechhofen in der Nähe von Ansbach gezüchtet.

Weitere Attraktionen waren Vorführungen im Spinnen, Klöppeln, Ringe herstellen, Weiden flechten, Hausbuschen stricken, Hüte machen, Kerzen färben, Schmuck aus Draht häkeln und, und, und.

Bei den Ständen dominierten die Schmuckanbieter, die Mittelalterliches bis Marokkanisches feilboten. Zusätzlich lockten bei Bilderbuchwetter zum Bestaunen und Erwerben Lederwaren, Keramik, Glasdeko, Holzschnitzereien, handgewebte Teppiche und vieles mehr.

Für stimmungsvolle Musik sorgten der Coburger Dauergast im Hirtenmuseum, Alexander Remde, mit einem Dudelsack von anno dazumal und das Trio Trigane. Professor Christoph Gerling entführte sein Publikum in die Kunst des Steindrucks (Lithografie).

N-Land Jürgen Ruppert
Jürgen Ruppert