Stadtrat Hersbruck

2019 lief gut für Hersbrucker Hirtenmuseum

Zum mittelalterlichen Schaffest mit sogar einem Ritterkampf sind 2019 fast 1700 Besucher zum Hersbrucker Hirtenmuseum gepilgert. | Foto: J. Ruppert2020/07/Himu.jpg

HERSBRUCK – Beim Nachwuchs erfreut sich die Stadtbibliothek großer Beliebtheit und die Ausleihzahlen insgesamt sind stabil. Der gute Zuspruch 2019 ist im Hersbrucker Stadtrat ebenso positiv aufgenommen worden wie die letztjährige schöne Entwicklung des Hirtenmuseums. Anders als viele Orte bietet Hersbruck auch in Coronazeiten ein Kinderferienprogramm an, sagte Bürgermeister Robert Ilg.

Gute Nachrichten hatte der Rathauschef in Sachen Spitalkirchensanierung im Gepäck. Wie berichtet, wurde der Förderantrag von der Vergabekommission des Bayerischen Entschädigungsfonds zurückgestellt. Robert Ilg intervenierte über das Landesamt für Denkmalschutz und den Städtetag. Hand in Hand unterstützte ihn Abgeordneter Norbert Dünkel über den Haushaltsausschuss des Landtags. Die Mühe hat sich gelohnt: Die Mittel fließen nun doch und die Arbeiten an dem Kleinod können planmäßig beginnen.

Brotbacken im Hirtenmuseum, Märchenspaziergang am Hansgörgl-Hutanger, Zaubern, Theaterworkshop, Zeichenworkshop, Fotoworkshop, Schnupperklettern, Geocaching, Freundschaftsbändchen herstellen, Ausflug in die Steinzeit und allerlei mehr – die Stadt bastelt an attraktiven Sommerferienaktivitäten für die Jüngeren. Auf Initiative von Stephan Krimm sind die Kurse ausgebaut worden.

Eine „Herkulesaufgabe“ nannte Robert Ilg das Erstellen der Corona-Hygienekonzepte, jeweils zugeschnitten aufs spezielle Angebot. Die 20 000 Euro, die der Stadtrat auf Vorschlag von zweitem Bürgermeister Peter Uschalt zusätzlich einstimmig bewilligt hat, müssen nicht ausgeschöpft werden.

Der Freistaat Bayern hat ebenfalls Mittel für Kinderbetreuung in der Urlaubszeit zur Unterstützung der Eltern bereitgestellt, sagte Angelika Pflaum in dem Zusammenhang. Verwaltungschef Karlheinz Wölfel ist in dieser Frage schon aktiv gewesen. In Abstimmung mit der Stadt wollen ASB und Kreisjugendring in Hersbrucker Schulhäusern zusätzlich zum alljährlichen Ferienprogramm weitere Möglichkeiten der Freizeitgestaltung unter Anleitung schaffen.

Viele Leseratten

Gute Zahlen legte Stadtbüchereileiterin Susanne Schaefer in ihrem Bericht zu 2019 vor. Es gab fast 75 000 Ausleihen durch nahezu 23 000 Besucher. 200 Gesellschaftsspiele mit insgesamt rund 1200 Ausleihen und 1000 Hörbücher (6500 Mal gewünscht) ergänzen den Bestand an 19 000 Büchern und Zeitschriften. Vorlesestunden, Klassenbesuche, Büchereiführungen, Bücherflohmärkte sorgten für Abwechslung.

Peter Uschalt strich heraus, dass die Nutzerzahl trotz einer kleinen Reduzierung der Öffnungszeiten konstant blieb. „Es war keine einfache Entscheidung“, zeigte er sich erleichtert über die „Nichtauswirkung“ der Sparmaßnahme im Zuge der Haushaltskonsolidierung. Angelika Pflaum und Dr. Ulrike Eyrich sprachen die Coronabeschränkungen in der Bibliothek an. Wir erhöhen die Stunden stufenweise, sagte Robert Ilg. Den Sommerferienleseclub wird es heuer wegen der Pandemie nicht geben, bedauerten Karlheinz Wölfel und Ilg auf Nachfrage von Dorothea Müller Philipps Sohn.

Der Hirtentag heuer im Januar war mit 1660 Gästen ein Publikumsmagnet. „Und dann kam Corona“ – keine Aktionen und Aktivitäten mehr im Deutschen Hirtenmuseum, heißt es im Bericht von Leiterin Ingrid Pflaum. „Ihr Haus“ verzeichnete 2019 aber über 12 000 Gäste, 1000 mehr als 2018. Neben den Klassikern wie dem Schaffest oder Sardischen Abend gab es Jodelkurse mit geplanter Neuauflage 2021, Brotkuchenfest, Adventssingen der Sängervereinigung, Reparatur-Café, neun Hochzeiten, Kindergeburtstage, Küchle-Verkauf, Spinnstube, die Ausstellung „50 Jahre Original Hersbrucker Bücherwerkstätte“ und viele andere gelungene Aktionen und Veranstaltungen.

Laden wird zu Eingang

Ingrid Pflaum informierte über Fördermittel, die Schankwirtschaft „Zum Espan“, Wanderschäferwagen, „Bock auf Ziegen“, einen Beitrag in der BR-Frankenschau und „Von der Kuh zur Butter“. Peter Uschalt erkundigte sich nach dem Stand der Dinge beim Umbau des Eingangsbereiches. Bekanntlich wird der Laden im Nachbarhaus derzeit zum neuen Entrée umgestaltet. Karlheinz Wölfel erwartet, dass die Hauptarbeiten bis zum Herbst erledigt sind.

Jürgen Amann strich heraus, dass Ingrid Pflaum und ihr Team auch mit weniger Öffnungszeiten das Hirtenmuseum dank ihres großen Engagements voranbrächten. Ebenso dankten der FRB-Sprecher und der Bürgermeister den Ehrenamtlichen, allen voran Christoph Gerling. Angelika Pflaum hob die Bedeutung des Museums in Zeiten von Urlaub im eigenen Land hervor, während Irmgard Raum sich nach Werbemaßnahmen erkundigte. Derzeit werden im Museum alle Objekte digital inventarisiert, sprich erfasst.

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