Heizkosten senken mithilfe der App

(djd). Für die meisten Menschen ist das Smartphone zum selbstverständlichen Alltagsbegleiter geworden. Man liest Mails und andere Textnachrichten, tauscht sich über soziale Medien mit anderen aus oder studiert den neuesten Wetterbericht. Jetzt kann das vielseitige Mobilgerät auch auf die Heizung zugreifen. „Viele Hersteller rüsten ihre Heizsysteme mit Schnittstellen für eine Internetverbindung aus“, erklärt Hans-Jürgen Nowak von der Initiative Wärme+. Dadurch wird es möglich, die Heizungsparameter über eine App auf dem Smartphone oder Tablet-PC zu überwachen und zu steuern. Die gewünschte Temperatur in jedem einzelnen Raum, die Warmwasser-Solltemperatur, Zeitprogramme für den Tagesablauf: All das lässt sich am Touchscreen einstellen und regeln. Sogar auf Zuruf sind viele Systeme über Sprachassistenzsysteme wie Alexa steuerbar. So genießen Hausbesitzer mehr Komfort und können durch die optimale Anpassung der Temperaturen an den tatsächlichen Bedarf in den Räumen Heizkosten sparen.

Fehleranalyse per Fernzugriff

Zugleich bietet die Elektronik neue Möglichkeiten des Monitorings. Per App oder an einem zentralen Bedienpanel sind die Verbrauchsdaten und weitere Informationen abrufbar. Ihre transparente Darstellung erleichtert es, Einsparpotenziale im eigenen Heizverhalten zu entdecken. „Über die App werden die Nutzer auch über Fehler oder Störungen informiert und können schneller reagieren“, erläutert Hans-Jürgen Nowak. Wer seinem Fachhandwerker einen Remote-Zugriff auf die Heizanlage gewährt, kann zudem teure Anfahrtswege und Servicetermine im Haus deutlich reduzieren. Denn auf diese Weise ist eine Fehleranalyse per Fernzugriff durch den Heizungsfachmann möglich: Viele Probleme lassen sich auch aus der Ferne lösen. Und für einen Vor-Ort-Termin ist der Handwerker bestens gerüstet, da er weiß, welche Ersatzteile er dabei haben sollte.

Mit dem Heizungsfachmann die optimale Lösung finden

Wer sich für smarte Heizungstechnik interessiert, sollte sich für eine Beratung und die Installation an einen Heizungsspezialisten wenden. Er kann gemeinsam mit den Kunden eine Lösung finden, die zum Haus und den Bedürfnissen der Bewohner passt. Das geht auch im Altbau: Viele ältere Heizanlagen lassen sich mit Kommunikationsmodulen fit fürs Internetzeitalter machen. Unter www.waerme-plus.de gibt es zu dem Thema viele Informationen. Experte Hans-Jürgen Nowak verweist zudem auf weitere Optimierungsmöglichkeiten, die sich aus der konsequenten Vernetzung der Heizung mit anderen Haustechnikkomponenten ergeben, etwa mit Photovoltaikanlage, Energiespeicher oder der Lüftungsanlage: „Die optimale Abstimmung aller Komponenten eröffnet weitere Energiesparmöglichkeiten.“

Foto p_692442bild4 anbei: djd/DEVI/Soby´s Fotografie & Film

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Diese Versicherungen sind bereits während der Bauphase fürs Eigenheim wichtig

(djd). Wer ein Eigenheim errichtet, tätigt damit meist die größte finanzielle Investition seines Lebens. Zum Schutz der entstandenen Werte im neuen Haus sind Wohngebäudeversicherung und Hausratversicherung nahezu unerlässlich. Doch bereits während der Bauphase können Absicherungen wichtig sein, um die speziellen Risiken eines Hausbaus gut abzusichern. Die Verbraucherschutzorganisation Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB) nennt die wichtigsten Versicherungen – und wann man sie abschließen sollte.

Bauleistungsversicherung: Schutz vor Diebstählen, Elementarschäden oder Vandalismus

Die Bauleistungs- oder Bauwesenversicherung haftet für unvorhergesehene Schäden während der Bauzeit – zum Beispiel durch Unwetter, Diebstähle von bereits eingebauten Bestandteilen des Gebäudes oder mutwillige Zerstörungen. Hier gibt es meist Bestandteile, die ab- oder hinzugewählt werden können, man muss sich also mit dem Kleingedruckten auseinandersetzen.

Bauherrenhaftpflicht: Baustelle absichern

Die Bauherrenhaftpflichtversicherung sichert Ansprüche etwa von Passanten, die auf oder an der Baustelle zu Schaden kommen. Sie kann gesondert abgeschlossen werden, in vielen Fällen ist der Einschluss in eine Privathaftpflichtversicherung ebenfalls möglich. Es sollte auch der Schutz des unbebauten Grundstücks bis zum Baubeginn im Deckungsumfang eingeschlossen sein.

Feuerrohbauversicherung: Schutz im Brandfall

Wer an den Abschluss einer ohnehin wichtigen Wohngebäudeversicherung denkt, kann die Feuerrohbauversicherung in der Regel als beitragsfreien Bestandteil dazu bekommen. Möglich ist auch, den Schutz bei einem Brand auf der Baustelle als Bestandteil der Bauleistungsversicherung zu vereinbaren, allerdings in der Regel kostenpflichtig.

Bauhelferunfallversicherung: Schutz für hilfsbereite Freunde und Nachbarn

Fleißige Bauhelfer machen den Hausbau günstiger. Sie müssen allerdings gegen die Folgen von Unfällen abgesichert sein. Ansprechpartner für ihren Schutz ist meist die zuständige Bauberufsgenossenschaft. Bei sehr viel Eigenleistungen können zusätzlich private Bauhelferunfallversicherungen sinnvoll sein.

Mängel am Bau: Dafür gibt es keine Versicherung

Gegen Pfusch am Bau gibt es keine Versicherung. Um Mängel frühzeitig festzustellen und Nachbesserung verlangen zu können, empfiehlt sich eine baubegleitende Qualitätskontrolle durch einen unabhängigen Sachverständigen. Auf der Website www.bsb-ev.de gibt es den kostenlosen Ratgeber Nr. 23 zum „Versicherungsschutz für private Bauherren“ sowie Adressen unabhängiger Bauherrenberater.

Foto: djd/Bauherren-Schutzbund

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Vertrauen ist gut …

Checkliste: Soliden Baupartner finden und sich für den Worst Case absichern

(djd). Die Entscheidung ist gefallen: Wir wollen bauen und uns den Traum von den eigenen vier Wänden erfüllen. Der Weg dorthin ist allerdings mit zahlreichen potenziellen Stolpersteinen gepflastert. Eine der wichtigsten Herausforderungen: Wie finde ich den richtigen Baupartner? Die Angebote der verschiedenen Bauträger sind für Laien schwer vergleichbar, bei dem wohl aufwendigsten Projekt des Lebens will man keine Risiken eingehen. Hier ist eine Checkliste, was Bauherren bei der Suche nach und bei den Verträgen mit dem Baupartner beachten sollten:

1. Bonitätsauskunft einholen

Bereits bei der Suche nach einem soliden Baupartner lässt sich die Spreu vom Weizen trennen. „Angehende Bauherren sollten sich eine Bonitätsauskunft über den Vertragspartner einholen und zudem gegebenenfalls Familien kontaktieren, die bereits mit diesem Unternehmen gebaut haben“, empfiehlt Florian Haas, Finanzexperte und Vorstand der Schutzgemeinschaft für Baufinanzierende.

2. Keine Vorleistungen tätigen

Zahlungspläne sollte man unbedingt sorgfältig prüfen. Denn der Bauherr ist gegenüber dem Baupartner nicht in finanzieller Vorleistungspflicht. Die im Zahlungsplan vorgesehenen Raten müssen stets dem Wert der erbrachten Leistungen entsprechen. „Diese sind grundsätzlich erst nach Erbringung zu begleichen“, betont Florian Haas. Mehr Infos gibt es auch unter www.finanzierungsschutz.de.

3. Absicherungen für den Worst Case

Der Worst Case für einen Bauherrn ist die Insolvenz des Baupartners. Eine Absicherung für diesen Fall besteht in der Vereinbarung einer Fertigstellungsbürgschaft oder -versicherung, wie der Bauherrenschutzpolice. Diese garantiert dem Bauherrn die vollständige Fertigstellung des Bauvorhabens. „Hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht, unter Umständen muss man gegen die bürgende Bank oder Versicherung mit juristischer Hilfe vorgehen, falls sich diese gegen Ansprüche wehren sollten“, so Florian Haas. Das Vorgehen sei in der Regel bei Vorlegen der Bürgschaft erfolgreich. Schwieriger werde es bei Baumängeln innerhalb der Verjährungsfrist. Hier sei eine separate Gewährleistungsbürgschaft nötig.

4. Anwalt und Sachverständigen einschalten

Wenn der Baupartner in Insolvenz geht, sollte sich der Bauherr einen spezialisierten Anwalt nehmen. Sinnvoll kann es zudem sein, einen externen Sachverständigen die Baustelle begutachten zu lassen. „Das kann dann bedeutsam werden, wenn Arbeiten neu vergeben werden müssen, dies sollte keineswegs überstürzt geschehen“, so der Rat von Florian Haas. Im Insolvenzfall des Baupartners sollte man zudem sofort mit der finanzierenden Bank über die Konsequenzen sprechen.

Foto: djd/Schutzgemeinschaft für Baufinanzierende/thx

Lohnt Riestern beim Wohnen?

 

Mit den Riester-Verträgen verbinden die meisten Menschen Rentenverträge. Daneben gibt es aber auch die Möglichkeit, die staatliche Förderung zur Finanzierung einer Immobilie einzusetzen. Bekannt ist diese Form auch als Wohn-Riester.

Auch beim Wohn-Riester gilt das Prinzip der nachgelagerten Besteuerung. Eigentümer besitzen im Rentenalter dabei ein Wahlrecht: Sie versteuern das geförderte Immobilienvermögen jährlich oder alles auf einmal. Lösen sie ihr Wohnförderkonto auf und zahlen die Steuern auf einmal, bekommen sie einen Abschlag von 30 Prozent. Dieses Wahlrecht kehrt jedes Jahr wieder.

Doch ab wann lohnt es sich, das Wohnförderkonto aufzulösen? Dieser Frage ist eine aktuelle Studie der Universität Würzburg nachgegangen. Demnach dauert es den Berechnungen der Experten zufolge in der Regel bis zum 80. Lebensjahr eines Wohn-Riester-Sparers, bis sich der Rabatt von 30 Prozent bezahlt macht.
„Vorher lohnt sich bei Beziehern einer durchschnittlichen Rente die jährliche Versteuerung mehr“, sagt Studienautor Uwe Schätzlein. Bei Einkünften ab 65 000 Euro pro Jahr kann sich die Auflösung des Wohnförderkontos hingegen schon zu Beginn lohnen. mag

Foto: Christin Klose/dpa-mag

Unwetterschäden
vorbeugen

Wer bauliche Schutzmaßnahmen gegen Wetterextreme vornimmt, ist gegen Regen, Hagel und Sturm gewappnet.

(tdx) An schwülen und heißen Tagen liegen oft nur wenige Augenblicke zwischen Sonnenschein und plötzlich auftretenden, sintflutartigen Regenfällen. Sturzfluten können die Folge sein, selbst wenn kein Bach in der Nähe ist. Außerdem kann jede noch so leichte Hanglage dazu führen, dass die Wassermassen auf ein Gebäude zuströmen. Besonders bei tieferliegenden Garageneinfahrten und bodenebenen Fenstern kann Oberflächenwasser leicht eindringen – mit unschönen Folgen für den Hauseigentümer.

Um solche Szenarien zu verhindern, sollten bauliche Schutzmaßnahmen vorgenommen werden. Ebene Terrassentüren müssen mitsamt den Glaselementen dem Wasserdruck standhalten können. Volllaufenden Terrassen wird mittels Gefälle und breiter Ablaufmöglichkeiten vorgebeugt. Garageneinfahrten können ein Einfallstor für Wasser direkt von der Straße her werden. Deswegen: Tiefer führende Garageneinfahrten mit einer Schwelle von mindestens 15 cm Breite versehen, um das Wasser abzuleiten.  Bodenebene Kellerschächte sollten um mindestens 15 cm aufgestockt werden. Zudem sollten sie für den Ernstfall genügend tief sein und entwässert werden können. Wenn trotz aller Maßnahmen die Gefahr besteht, dass Wasser in den Keller eindringt, sollten alle Stromkreise mit einem Handgriff vollständig abschaltbar sein.

Bild: tdx

Gute Zeiten für Bauherren

Warum es sich lohnt, 2018 den Grundstein für das Eigenheim zu legen

(djd). Baugrundstücke werden in Deutschland immer teurer und rarer. Wie eine Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) zeigt, stiegen die Bodenpreise zur individuellen Bebauung allein von 2011 bis 2016 um 27 Prozent. Und ein Ende des Preisanstiegs ist nicht in Sicht. Doch nicht nur die kletternden Preise bei den Baugrundstücken sind ein gutes Argument für einen Hausbau in 2018. Hier sind vier weitere Gründe, warum es sich lohnt, seine Pläne jetzt in die Tat umzusetzen.

1) Niedrige Zinsen – noch

Das aktuelle Zinstief macht das eigene Haus zu einer lukrativen Anlageform. „Bei einer Hausfinanzierung sollte man auf eine möglichst hohe Tilgungsrate und eine lange Zinsbindung achten. Die Zinsen werden demnächst wahrscheinlich wieder steigen – und das macht sich schnell in einer höheren monatlichen Belastung bemerkbar“, so Immobilienexperte Patryk Moretto, Geschäftsführer von Musterhaus.net.

2) In den eigenen Geldbeutel einzahlen

Ein Kredit muss zwar viele Jahre lang abbezahlt werden. Jedoch fließt das Geld quasi in die eigene Tasche. Denn wenn die Schulden abgelöst sind, bekommt man dafür den Wert des kompletten Hauses – und kann auch weiterhin mietfrei wohnen. Zudem gehen Experten davon aus, dass Häuser in guten Lagen an Wert zulegen. So sind die Chancen hoch, dass man jederzeit verkaufen oder gewinnbringend vermieten kann.

3) Energieeffizienz spart Nebenkosten

Ein neues Haus wird nach den hohen Vorschriften zur Energieeffizienz konzipiert. Heiz- und Nebenkosten sind also oft moderat. Die Nebenkosten einer zugigen Altbauwohnung sind dagegen meist relativ hoch. Die Einsparung kann sich im Geldbeutel deutlich bemerkbar machen. Zudem wird energieeffizientes Bauen finanziell unterstützt. Auf www.musterhaus.net gibt es eine kostenlose Übersicht über Förderprogramme aus verschiedenen Töpfen.

4) Planerische Freiheit

Eine eigene Immobilie bedeutet auch die Freiheit, seine Vorstellungen zu verwirklichen. Man kann den Grundriss eines Hauses verändern, umbauen und anbauen, wie man es selbst mag – solange man die geltenden Bauvorschriften einhält.

 

Foto: djd/www.musterhaus.net / Udo Kroener-stock.adobe.com

Kassensturz vor dem Hauskauf

(djd). Ein Nest für die wachsende Familie bauen, in eine Immobilie als Teil der privaten Altersvorsorge investieren oder sich einfach einen lang gehegten Wunsch erfüllen: Viele gute Gründe sprechen dafür, sich mit dem Bau oder dem Kauf eines Eigenheims zu befassen. Doch „wie viel Haus“ kann man sich wirklich leisten, wie viel Eigenkapital sollte vorhanden sein und wo verstecken sich im Alltag vielleicht Einsparmöglichkeiten, die den Hausplänen zugutekommen? Eine individuelle Budgetanalyse gibt Antworten.

Das Budget für den Immobilienkauf abstecken

Die derzeit niedrigen Zinsen allein sollten kein Argument sein, sich ohne Durchblick über das eigene Budget in finanzielle Abenteuer zu stürzen. Eine Faustregel lautet, die Kreditraten nicht zu üppig zu planen. „Mehr als 40 Prozent des monatlichen Nettoeinkommens sollten nicht für Kreditzahlungen verplant werden. Neben dem Immobiliendarlehen sollten Verbraucher dabei auch weitere Ratenkredite, zum Beispiel fürs Auto, berücksichtigen“, unterstreicht Korina Dörr vom Beratungsdienst Geld und Haushalt. Für mehr Überblick sorgt ein individueller Kassensturz, beispielsweise unter www.budgetanalyse.de. Das kostenlose Angebot zeigt, wo sich der Rotstift für einen größeren finanziellen Spielraum ansetzen lässt. Nach einigen Angaben zur aktuellen Lebenssituation lassen sich fünf Lebensbereiche analysieren: Lebenshaltung, Versicherungen, Kredite, Sparen und Altersvorsorge. Zu jedem Thema gibt es individuelle Hilfestellungen, wie sich die persönliche Situation optimieren lässt.

Eine solide Eigenkapitalbasis sollte vorhanden sein

Für eine Immobilienfinanzierung ist es in jedem Fall wichtig, über genügend Eigenkapital als solide Basis zu verfügen. Gut 20 bis 30 Prozent der Kosten sollten Immobilienkäufer als eigenes Kapital zur Verfügung haben. Schließlich verursacht eine Vollfinanzierung ohne Eigenkapital hohe Zinsaufschläge. Nicht vergessen sollten Verbraucher zudem die zusätzlichen Ausgaben rund um einen Immobilienerwerb: Neben dem eigentlichen Kaufpreis für Haus oder Wohnung kommen nochmals zehn bis 15 Prozent Nebenkosten für den Notar, den Grundbucheintragung, die Grunderwerbsteuer und eine eventuelle Maklercourtage hinzu.

Foto: djd/Geld und Haushalt

Mehr Schutz für private Bauherren

Seit Anfang 2018 ist das neue Bauvertragsrecht in Kraft. Die Verbraucherschutzorganisation Bauherren-Schutzbund (BSB) hat die wichtigsten Punkte zusammengefasst, von denen private Bauherren künftig profitieren.

Widerrufsrecht für Bauverträge: Private Bauherren können Verbraucherbauverträge innerhalb von 14 Tagen widerrufen. Der Unternehmer muss die Bauherren vor Vertragsunterzeichnung schriftlich über dieses Recht informieren. Versäumt er dies, beginnt die Laufzeit des Widerrufsrechts erst ab dem Zeitpunkt des Hinweises und endet spätestens ein Jahr und 14 Tage nach Vertragsabschluss. Vorsicht: Hat der Unternehmer bereits Bauleistungen erbracht, kann er auch bei fristgerechtem Widerruf bis dahin erbrachte Leistungen abrechnen. Für Bauträgerverträge gilt das Widerrufsrecht nicht.

Baubeschreibung wird Pflicht: Über die zu erbringenden Bauleistungen müssen Anbieter schlüsselfertiger Häuser und Bauträger den Verbraucher bereits vor Vertragsschluss informieren. Wer mit eigenem Architekten plant, hat keinen Anspruch auf eine Baubeschreibung vom Unternehmer. Durch verbindlich vorgeschriebene Angaben können Verbraucher Angebote sowie Leistungen und Qualität besser miteinander vergleichen sowie durch sachverständige Dritte prüfen lassen.

Verbindliche Bauzeitangaben: Verbraucherbauverträge müssen jetzt verbindliche Angaben zum Zeitpunkt der Fertigstellung des Werks treffen. Wenn der Beginn noch nicht feststeht, ist die Dauer der Baumaßnahmen anzugeben. Die Bauzeitregelung trägt zur Minderung der wirtschaftlichen Risiken für private Bauherren und Erwerber von Wohneigentum bei und erlaubt eine verlässlichere Planung.

Begrenzung der Abschlagszahlungen: Unternehmer dürfen nur noch maximal 90 Prozent der vereinbarten Gesamtvergütung als Abschlagszahlung fordern. Dadurch mindert sich das Überzahlungsrisiko für private Bauherren, zudem sichert ihnen die Begrenzung eine gewisse Handlungsfähigkeit — zum Beispiel bei Baumängeln am Ende der Bauzeit. Achtung: Bei Bauträgerverträgen gilt weiterhin die Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV).

Übergabe von Dokumenten: Unternehmer sind künftig verpflichtet, den Bauherren Unterlagen zum Nachweis der Einhaltung öffentlich-rechtlicher Vorschriften zu übergeben, etwa die Genehmigungsplanung, EnEV- oder KfW-Nachweise. So können Verbraucher die Informationen durch einen unabhängigen Sachverständigen prüfen lassen. Der BSB empfiehlt zusätzlich, die Übergabe weiterer sinnvoller Dokumente wie Prüfprotokolle der Elektronanlage und Nachweise über Baugrundgutachten vertraglich festzulegen. ⋌rgz

⋌Foto: rgz/Bauherren-Schutzbund

Vom Plan zum Bauantrag

Wer ein Haus bauen möchte, kann nicht einfach drauflos mauern. Bevor die Arbeiten beginnen, muss das Gebäude genehmigt werden.

In der Regel ist in einem Bebauungsplan festgelegt, was und wie in einem bestimmten Gebiet gebaut werden darf. „Bauherren sollten sich am besten bei der zuständigen Baubehörde erkundigen, welche Vorgaben der Bebauungsplan enthält“, rät Eva Reinhold-Postina von Verband Privater Bauherren.

Den eigentlichen Antrag können Bauherren nicht alleine einreichen. Die Gesetze der Bundesländer verlangen vom Entwurfsverfasser eine Bauvorlageberechtigung, die zum Beispiel Architekten haben.

Die Verfahren zu den Bauanträgen sind in den jeweiligen Landesbauordnungen geregelt, heißt es in dem Ratgeber „Unser Bauherren-Handbuch In sieben Schritten ins eigene Haus“, den die Stiftung Warentest veröffentlicht hat. Üblicherweise enthält ein Bauantrag unter anderem folgende Bestandteile:

Bauantrag: Meist gibt es für den Antrag ein bestimmtes Formular, in dem Angaben zum geplanten Bauvorhaben, den eingereichten Unterlagen und den Beteiligten gemacht werden müssen.

Baubeschreibung: Oft ebenfalls auf einem vorgegebenen Formular müssen unter anderem Angaben zum Vorhaben, zur Konstruktion und technischen Ausstattung sowie zum Grundstück gemacht werden.

Amtlicher Lageplan: Dieses Dokument besteht meist aus einer Planzeichnung und einem schriftlichen Teil, in dem sich zum Beispiel Angaben zu überbauten Flächen oder städtebauliche Kennzahlen finden.

Entwurfspläne: Eingereicht werden müssen auch Grundrisse aller Geschosse, Ansichten des Gebäudes von den Seiten und zum Verständnis der Gebäudekonstruktion notwendige Schnitte.

Wichtig zu beachten: Die einzelnen Dokumente müssen meist von den jeweiligen Verfassern unterzeichnet werden. Der Bauherr selbst muss seine Unterschrift nur unter den eigentlichen Bauantrag setzen.

Oft werden aber auch die Entwurfspläne durch die Unterschrift vom Bauherren bestätigt. Eingereicht werden sollten zudem immer nur die aktuellen Formulare. Andernfalls kann es passieren, dass der eingereichte Antrag aus formalen Gründen zurückgeschickt wird. dpa/tmn

Acht Punkte, die man unbedingt beachten sollte

(rgz). Die Wahl des richtigen Grundstücks in der richtigen Lage ist die mit Abstand wichtigste Entscheidung des angehenden Bauherrn. Damit sich die Familie später in den eigenen vier Wänden auch wirklich wohl fühlen kann, sollten alle Aspekte sorgsam geprüft werden. Hier sind die wichtigsten Punkte, die man beim Grundstückskauf beachten sollte:

  • Nicht auf jedem Grundstück lässt sich jeder Bauwunsch realisieren. Selbst auf baureifem Land ist nicht jede Maßnahme zulässig. Informationen zu den Bebauungsmöglichkeiten, etwa im Rahmen eines Bebauungsplanes, gibt es beim zuständigen Bauamt der Gemeinde.
  • Im Vorfeld sollte man sich über die Historie und Gegebenheiten rund um das Grundstück informieren, Gespräche mit den Nachbarn können aufschlussreich sein. Frühere gewerbliche Nutzungen oder die Nähe zu einer ehemaligen Deponie können das Risiko von Altlasten bergen, selbst wenn sich diese nicht unmittelbar auf dem Grundstück befanden. Das zuständige Umweltamt gibt Auskunft, ob das Grundstück im Altlastenkataster als verdächtig verzeichnet ist.
  • Im Kaufvertrag selbst sollte man Regelungen für das Vorhandensein von Altlasten treffen. Dies gilt ebenso, wenn sich herausstellen sollte, dass der Baugrund für eine Bebauung nicht geeignet ist.
  • Endgültige Klarheit über die Beschaffenheit und Tragfähigkeit des Baugrunds verschafft ein Bodengutachten. „Im Hinblick auf die potentiellen Kostenfallen sind 1.000 Euro für ein Bodengutachten sehr gut investiert“, rät Florian Haas, Finanzexperte und Vorstand der Schutzgemeinschaft für Baufinanzierende. Mitglieder der Schutzgemeinschaft können von Vorzugskonditionen profitieren, mehr dazu findet man unter www.finanzierungsschutz.de.
  • Beim Verkäufer des Grundstücks sollte man sich über den Umfang der Erschließung informieren. Ist das Grundstück noch nicht an das öffentliche Entwässerungssystem angeschlossen, drohen zusätzliche Kosten, falls diese Maßnahmen durchgeführt werden.
  • Sind Maßnahmen wie etwa ein Straßenausbau erst kürzlich erfolgt, sollte man sich darüber informieren, ob die entsprechenden Kostenbescheide bereits ergangen sind. Kostenschuldner ist immer der zum Zeitpunkt der Zustellung des Kostenbescheides im Grundbuch eingetragene Eigentümer, nicht derjenige, der zum Zeitpunkt der Ausführung der Maßnahme Eigentümer war.
  • Vom Eigentümer sollte man sich im Vorfeld der Unterzeichnung des Kaufvertrags einen aktuellen Grundbuchauszug vorlegen lassen und prüfen, ob der Verkäufer als eingetragener Eigentümer allein verfügungsberechtigt ist.
  • Das Grundbuch ist auf eingetragene Rechte und Belastungen zu prüfen. Wege- und Leitungsrechte etwa können die Bebauungsmöglichkeiten erheblich einschränken.

Foto: rgz/Schutzgemeinschaft für Baufinanzierende/shutterstock

Kein Haus von der Stange

(mag) Teuer muss sie nicht sein, sinnvoll ist sie auch: Für die Zusammenarbeit mit einem Architekten gibt es beim Hausbau viele gute Gründe. Trotzdem wählen viele Bauherren heute Lösungen „von der Stange“: „Der Bauherr sieht schon vorher, was er kauft. Und es wird in der Regel ein Festpreis vereinbart“, erklärt Peter Burk vom Institut Bauen und Wohnen die Gründe.

Wenn es schwierig wird, stößt die Katalog-Lösung aber schnell an ihre Grenzen. „Bei sehr komplizierten Grundstücken oder problematischem Baurecht ist ein erfahrener Architekt hilfreich“, sagt Burk. Umbauten, Modernisierungen und energetische Sanierungen sind ebenfalls bei erfahrenen Praktikern in guten Händen.

„Hausbesitzer sollten sich nicht scheuen, dafür einen Architekten zu beauftragen“, sagt auch Eva Reinhold-Postina vom Verband Privater Bauherren (VPB) in Berlin. Sind größere Eingriffe geplant, die Statik und Form des Hauses, Energietechnik oder baurechtliche Fragen berühren, ist ein Architekt notwendig.

„Immer, wenn ein Bauantrag gestellt werden muss, braucht der Bauherr einen Bauvorlageberechtigten“, erklärt Christof Rose, Sprecher der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. „Das ist dann ein Architekt oder ein Bauingenieur.“ Der Architekt agiert als Sachwalter des Bauherrn. Er hat nicht nur kreative Aufgaben, sondern kümmert sich auch um baurechtliche Dinge wie Genehmigungen.

„Je früher der Architekt einbezogen wird, umso besser“, findet Rose. Bei Neubauten kann das bereits bei der Auswahl des Grundstücks geschehen. Es kostet den Bauherren aber Mühe, den richtigen Architekten zu finden. Reinhold-Postina empfiehlt, auf den Internetseiten der Architektenkammern nachzuschauen. Entscheidend ist schließlich der persönliche Kontakt: „Die Chemie muss stimmen“, sagt Burk. „Erst im Gespräch stellt sich heraus, ob Bauherr und Architekt zusammenpassen.“

Bauen mit einem Architekten hat den Ruf, experimentell und kostspielig zu sein. „Architektenhäuser sind in der Tat oft etwas teurer, weil die Menschen, die sich so ein Haus bauen lassen, in der Regel großen Wert auf ihr Heim legen und auch einmal etwas Ungewöhnliches wagen“, sagt Reinhold-Postina. Aber auch mit vergleichsweise bescheidenem Budget lassen sich individuelle und eindrucksvolle Häuser bauen. „Das zeigen Architekturwettbewerbe um das schönste preiswerte Haus.“

Soll das Haus später einmal barrierefrei nutzbar sein? Ist eine Einliegerwohnung nötig? Diese Fragen sind bei der Planung zu beachten. „Sie sollten Ihren Architekten über Ihre privaten Pläne informieren und gezielte Fragen stellen“, empfiehlt Burk. So lässt sich auf lange Sicht viel Geld sparen.

Foto: MITO images/dpa-mag

Erst rechnen, dann kaufen – Worauf angehende Immobilienbesitzer beim Hausbau oder Kauf achten sollten

(djd). Wer ein Haus bauen oder kaufen will, muss vor allem eins tun: rechnen, rechnen, rechnen. Wie viel Eigenkapital steht zur Verfügung, wie viel Haus kann ich mir leisten? Wie lassen sich mit Eigenleistungen die Kosten drücken, welche Nebenkosten kommen neben dem reinen Immobilienpreis noch auf den Käufer zu? Die folgenden Tipps geben Antworten auf häufige Fragen.

  1. Vorsicht ist besser als Nachsicht

Wie hoch ist der finanzielle Spielraum für die monatliche Immobilien-Rate? Ein detaillierter Haushaltsplan sorgt für mehr Durchblick über die privaten Finanzen. Für eine erste Einschätzung hat Anne Ahler, Spezialistin für Baufinanzierung bei Dr. Klein, einen Tipp: „Als Faustregel gilt, dass die monatliche Rate 35 Prozent des Familiennettoeinkommens nicht übersteigt.“ Zu diesem Einkommen zählen die Verdienste aller Familienmitglieder, feste Einkünfte durch Nebenjobs, Mieteinnahmen, Unterhaltszahlungen, das Kindergeld und feste Zinsen auf Ersparnisse.

  1. Ohne Moos nix los

Je mehr Eigenkapital Immobilieninteressenten einbringen, desto sicherer ist die Baufinanzierung. Anne Ahler empfiehlt: „Mindestens 20 Prozent der Gesamtkosten sollten aus der eigenen Tasche kommen. Im besten Fall sind es sogar 30 Prozent.“ Sparen sei aufgrund der niedrigen Zinsen kaum rentabel. Rücklagen aus Tagesgeld- und Festgeldkonten lassen sich daher guten Gewissens in die eigene Immobilie investieren. Auch fällige Bausparverträge, Erbschaften oder Privatkredite aus dem Familienkreis erhöhen die Eigenmittel.

  1. Selbst ist der Bauherr

Eigenleistungen können den Kapitalanteil ergänzen, aber nicht gänzlich ersetzen. Nicht näher definierte Arbeiten erkennen Banken bis zu etwa 5.000 Euro an. Darüber hinaus ist es erforderlich, die Leistungen von einem Architekten oder Bauträger bestätigen und exakt beschreiben zu lassen. Dann akzeptieren Banken sogar bis zu 15 Prozent der Darlehenssumme als Eigenleistungen, meist jedoch nicht mehr als 30.000 Euro.

  1. Checkliste für Nebenkosten

Das eigene Haus kostet noch deutlich mehr als den reinen Kaufpreis. Wie hoch die Kaufnebenkosten sind, hängt von vielen Faktoren ab. Als Faustregel werden etwa 15 Prozent des Kaufpreises für die zusätzlich anfallenden Ausgaben angesetzt. Auch wenn der Hauskauf samt Kaufnebenkosten unter Dach und Fach ist, kommen zur monatlichen Rate für die Baufinanzierung die üblichen Nebenkosten wie Grundsteuer, Gebühren für Strom, Abwasser und Müllentsorgung sowie Versicherungsbeiträge hinzu.

  1. Eigenleistungen: Sich nicht überschätzen

Beim Thema Eigenleistungen sollten sich Bauherren nicht überschätzen, empfiehlt die Expertin. Realistisch sei es, fünf bis zehn Prozent der Darlehenssumme als Eigenleistung einzubringen. „Wer in seinem Leben bisher kaum selbst Hand angelegt hat, sollte nicht das Gros des Baus eigenhändig umsetzen wollen“, erklärt Ahler. Auch Helfer aus dem Freundeskreis oder der Familie können beim Bauen helfen. So ist es etwa möglich, dass ein befreundeter oder verwandter Elektrotechniker das Verlegen der Leitungen übernimmt. Die Grenzen zwischen Verwandten- oder Nachbarschaftshilfe oder Schwarzarbeit sind aber fließend. Es ist daher wichtig, alle Helfer nicht nur anzumelden, sondern auch zu versichern.

Foto: djd/Dr. Klein Privatkunden AG/André Leisner

Vom Start weg auf gutem Fundament – Bedarfsanalyse und Baupartnerwahl: So gelingt der Einstieg in ein großes Projekt

(djd). Der Immobilienmarkt in Deutschland ist von zwei Entwicklungen geprägt: einerseits die außergewöhnlich niedrigen Baudarlehenszinsen, andererseits die teilweise exorbitanten Preissteigerungen bei Immobilien. Im Ergebnis stellt die Entscheidung, ein Eigenheim zu bauen, für die meisten Bauherren trotz Niedrigzins eine regelmäßige hohe finanzielle Belastung über viele Jahre hinweg dar. Der Start in ein solches Projekt ist enorm wichtig – angefangen bei der Bedarfsanalyse und der Wahl des Baupartners.

Bedarfsanalyse: Gegenüberstellung von Wunsch und Wirklichkeit

Im ersten Schritt gilt es, eine prinzipielle Gegenüberstellung von Wunsch und machbarer Wirklichkeit vorzunehmen. „Ziel ist es, eine Idee davon zu bekommen, welche Ausstattung man sich leisten kann und wie viel Wohnfläche es tatsächlich sein muss. Benötige ich unbedingt einen Keller und wie energieeffizient soll mein Haus sein?“, betont Florian Haas, Finanzexperte und Vorstand der Schutzgemeinschaft für Baufinanzierende. Wichtig sei es, dass die monatlichen Belastungen nicht zu hoch angesetzt würden. Auch bei der Eigenleistung würden der tatsächliche finanzielle und zeitliche Aufwand und die benötigte Erfahrung oft unterschätzt. „Recherchen nach Fördermitteln, etwa der KfW-Bank, lohnen sich und helfen, bares Geld zu sparen“, so Haas.

Bonitätsprüfung des Bauträgers als Herausforderung

Nach Bedarfsanalyse und Klärung der Finanzierung folgt die Auswahl des Baupartners. „Den Bauträger richtig zu bewerten, ist eine große Herausforderung für jeden Bauherren“, meint Florian Haas. Auch wenn das Preis-Leistungs-Verhältnis zu stimmen scheine, sollte man vor Vertragsabschluss die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Bauunternehmers sowie dessen Qualität und Zuverlässigkeit überprüfen. Am besten sei es, wenn der Bauträger eine Baufertigstellungsbürgschaft bei seiner Hausbank stellen könne. „Diese Bürgschaften garantieren dem Bauherren, dass die Bank für die Fertigstellung des Hauses aufkommt, sollte das Unternehmen Insolvenz anmelden müssen“, so Haas.

Alternativ zu einer Bürgschaft könne man mit dem Bauträger auch den Abschluss einer Baufertigstellungsversicherung vereinbaren. Diese wäre zwar ein weiterer Kostenfaktor, kommt jedoch der Bauträger seinen Bauverpflichtungen, etwa aus Gründen einer Insolvenz, nicht nach, sei diese Versicherung die einzige wirksame Absicherung. Denn in der Regel reichen die dem Bauherren gesetzlich zustehenden Sicherheitseinbehalte nicht für die entstehenden Mehrkosten im Rahmen der Restfertigstellung aus.

Foto: djd/finanzierungsschutz/shutterstock/gcpics